
Finnland schlägt Schweden
Davos' Trainerlegende Arno del Curto fand beim Auswärtsspiel in Liberec die richtigen Worte. · Jiri Princ/ Bílí Tygri Liberec via Getty Images
Die Achtelfinal-Hinspiele der Champions Hockey League (CHL) hatten einige Überraschungen parat. Folgend die Zusammenfassungen in Schrift, die Höhepunktvideos der Spiele stehen für Sie unter http://www.championshockeyleague.net/page/video/11/ bereit.
Der größte Außenseiter des Achtelfinales hat eine große Überraschung verpasst: Nach dem ersten Drittel führte Storhamar Hamar (Norwegen) schon mit 3:0 bei TPS Turku (Finnland). Die Treffer erzielten Eirik Skadsdammen (13.), Mikael Zettergren in doppelter Überzahl (17.) und Martin Ronnild (20.). Dann jedoch schlugen die Finne angeführt vom dreimal scorenden Verteidigungsoldie Petteri Nummelin zurück. Im zweiten Drittel glichen sie durch Jerry Ahtola (28.), Nummelin (31., PP2) und Oskari Siiki (35.) die Partie aus. Im Schlussdrittel traf Ilkka Pikkarainen (56.) zu Turkus Sieg.
Sparta Prag hatte vor der Saison angekündigt, in der CHL um den Titel mitmischen zu wollen. Dies unterstrich der Dolomiten Cup-Gegner des ERCI im Hinspiel des Achtelfinales: Gegen einen der Titelfavoriten, Kärpät Oulu aus Finnland, gewannen die Tschechen zuhause mit 4:2. Dabei führten lange die Finnen. Markus Nutivaara (7.) schoss Oulu in Front, was bis zur 33. Minute bestand hatte. Dann traf Daniel Pribyl zum Ausgleich. Michal Cajkovsky brachte Prag die Führung (36.), die Lukas Cingel (51.) ausbaute. Jani Hakanpaa brachte Oulu noch einmal heran, doch Altmeister Jaroslav Hlinka brachte Sparta den beeindruckenden 4:2-Hinspielsieg.
Die meisten Tore des Spieltags fielen in Liberec. Die Bílí Tygri unterlagen dem HC Davos mit 3:5. Andres Ambühl (7.) und Dario Simion (10.) brachten die Schweizer mit zwei Treffern in Front. Branko Radivojevic traf in der ausverkauften Halle zum Anschluss. Durch Dino Wieser (19.) und Marco Paulsson (29., PP) zogen die Gäste wieder weg. Zwar trafen Radivojevic (36.) und Michal Repik (60.) noch für die Tschechen, doch Davos Ambühl (58.) sorgte mit dem fünften Treffer für ein komfortable Ausgangsposition im Rückspiel für Petr Taticeks Ex-Club.
Der letzte verbliebene deutsche Starter, die Eisbären Berlin, haben im Rückspiel bei Skellefteå AIK nur noch wenig Aussichten auf das weiterkommen. Trotz ordentlicher Leistung im ersten Drittel lagen die Hauptstädter mit 0:2 im Rückstand. Tim Heed (4.) und Erik Forssell (13.) hatten die Schweden in Front gebracht. Heed erhöhte im Powerplay auf 3:0 (28.). Zur Spielhälfte flammte kurz noch einmal Hoffnung auf, als Bruno Gervais für die Berliner auf 1:3 verkürzte (31.). Doch Andrew Calof (41.) und Jimmie Ericsson brachten das Spitzenteam aus dem fernen Norden mit 5:1 in Front. Laurin Brauns 2:5 fünf Minuten vor Ende war nur noch Ergebniskosmetik.
Der HC Litvínov hat Frölunda Göteborg mit 2:1 besiegt. Karel Kubat brachte die Gastgeber nach 32 Minuten in Front. Andreas Johnson glich im Powerplay für den früheren Gegner des Ingolstadt aus (42.). Die Tschechen schlugen ihrerseits in Überzahl durch Robin Hanzl zurück (46.). In Schweden erinnert die Situation die Zeitungen an das Duell mit dem ERC: Im Rückspiel müsse nun zurückgeschlagen werden. Es war erst die vierte Niederlage des Jahres für den schwedischen Tabellenführer.
Tappara Tampere bezwang Luleå Hockey ebenfalls in eigener Halle mit 2:1. Auch hier ging der Gastgeber in Führung, durch Otto Rauhalas Tor (18.). Auch hier glichen die Schweden im Schlussdrittel aus (Christopher Mastomaki, 47.), doch auch hier schlugen die Gastgeber kurz darauf wieder zurück (Jani Lajunen, 48.). Der amtierende CHL-Champion Luleå muss sich darum im Rückspiel strecken.
Im zweiten und dritten Duell zwischen Finnland und Schweden gewann ebenfalls Finnland. Die Espoo Blues gingen gegen HV71 Jönköping gingen per Unterzahltor in der 9. Minute durch Jari Sailio in Front. Vier Minuten später legte Eero Somervuori in Überzahl nach. Simon Onerud verkürzte für HV71 in der 21. Minute, doch Blues-Kapitän Kim Hirschovits sorgte in der 40. Minute für den 3:1-Endstand. Lukko Rauma gelang bei Djurgården Stockholm gar ein Auswärtssieg. Sami Lahteenmaki brachte die Finnen in der 9. Minute in Führung. 30 Minuten später traf Linus Hulström zum Ausgleich. Doch vier Minuten vor Ende schoss Ilkka Mikkola die Gäste zum 2:1-Sieg.
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