
«Eishockey lebt einfach von Leidenschaft und Emotionen»
Mit der Verpflichtung von Salzburgs Top-Torjäger Josh Green haben die Panther einen ganz dicken Fisch an Land gezogen. «Der 30- jährige war einer der Wunschspieler der beiden Trainer Mike Krushelnyski und Greg Thomson», verrät ERC- Geschäftsführer Sven Zywitza. Am späten Nachmittag haben wir den …
«Eishockey ist einfach eine Sportart, die von Emotionen und Leidenschaft lebt.» Foto: Red Bull Salzburg
Mit der Verpflichtung von Salzburgs Top-Torjäger Josh Green haben die Panther einen ganz dicken Fisch an Land gezogen. «Der 30- jährige war einer der Wunschspieler der beiden Trainer Mike Krushelnyski und Greg Thomson», verrät ERC- Geschäftsführer Sven Zywitza. Am späten Nachmittag haben wir den Neuzugang mit der Rückennummer 97 beim ERC Ingolstadt in Kanada telefonisch erreicht.
Josh, erst einmal herzlichen Glückwunsch!
Danke! Ich denke mal, dass du auf den Meistertitel in Österreich anspielst.
Ja genau! Außerdem warst du gleichzeitig auch der beste Torschütze bei den Red Bulls.
Es war insgesamt eine wirklich gute Saison für mich, in der es einfach lief. Wir hatten in Salzburg eine sehr gute Mannschaft zusammen, die nicht nur hart gearbeitet, sondern auch an den Erfolg geglaubt hat.
Trotz des Erfolges wechselst du nun von Österreich nach Deutschland. Welche Gründe gaben für dich letzten Endes den Ausschlag in die DEL zu wechseln?
Man muss einfach sagen, dass die DEL vielmehr Beachtung findet als die österreichische Liga. Noch dazu spielen in Deutschland viele Freunde von mir aus Nordamerika. Als das Angebot aus Ingolstadt kam, habe ich sofort meinen alten Teamkollegen Brad Fast (Anm. d. R.: Beide spielten in Salzburg zusammen) angerufen und er hat mir richtig vorgeschwärmt von der DEL und speziell von Ingolstadt. Er hat mir gesagt, dass es eine sehr professionelle Liga ist und auch die Panther eine sehr gute Adresse im deutschen Eishockey sind. Insgesamt weiß ich, dass viele starke Spieler bereits in der DEL spielen und auch das Niveau sehr gut ist- und darauf freue ich mich jetzt schon.
Du bist erst 30 Jahre alt und doch hast du schon bei zahlreichen NHL- Vereinen gespielt…
..(lacht) Man kann sagen, dass ich viel gesehen habe und rumgekommen bin. Aber mal Spaß beiseite. Ich wurde oft innerhalb der NHL getraded und war so bereits bei sieben verschiedenen NHL- Clubs unter Vertrag..
Du verschwendest keine Gedanken an eine Rückkehr?
Ich glaube jeder Eishockeyspieler würde lügen, wenn er sagt, dass er das Kapitel NHL abgeschlossen hat. Natürlich würde auch ich gerne irgendwann wieder in der NHL spielen. Nur vom derzeitigen Stand her freue ich mich auf meine Zeit in Ingolstadt und in Deutschland. Ich will mich in dieser zweifelsohne starken Liga behaupten und beweisen- das alleine steht für mich jetzt im Vordergrund und das ist es, was zählt. Ich will mit den Panthern eine erfolgreiche Saison spielen. Nur daran denke ich momentan.
Wie würdest du dich selbst als Spieler beschreiben- wo liegen deine Stärken?
Ich denke, dass ich ein recht vielseitiger Spielertyp bin. In Nordamerika habe ich sehr viel Defensivarbeit leisten müssen. In Salzburg kam mir das Spielsystem sehr zu Gute und ich konnte voll meine Torjägerqualitäten unter Beweis stellen. Das war aber nicht alleine mein Verdienst, sondern das des ganzen Teams. Als Stürmer lebst du ja auch von den Pässen und wie dich deine Mitspieler in Szene setzen. Ich bin ein sehr ehrgeiziger Spieler, der hart auf dem Eis arbeitet.
Hart ist ein gutes Stichwort. In der vergangenen Saison musstest du auch oft auf die Strafbank.
Ja, das stimmt leider. Aber das hängt eben auch mit meiner Spielweise zusammen. Eishockey ist einfach eine Sportart, die von Emotionen und Leidenschaft lebt. Der Nachteil bei Emotionen und Leidenschaft ist dann aber, dass man ab und zu mal auf die Strafbank muss.
Mit Brad Fast hast du bereits über den ERC Ingolstadt gesprochen. Wen kennst du noch aus dem aktuellen Kader der Panther?
Natürlich Scott Ferguson, mit dem ich zusammen bei den (Edmonton) Oilers gespielt habe. Dann kenne ich auch Matt Higgins sehr gut und auch Brad Tutschek, der aber, soweit ich weiß, den ERC verlassen wird. Ich kenne also schon einige Jungs und freue mich sehr darauf, sie im August wieder zu sehen.
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