
«Es macht einfach großen Spaß dabei zu sein»
Die Deutsche Eishockey Nationalmannschaft hat nach der 1:5- Auftaktniederlage gegen Finnland in ihrem zweiten Gruppenspiel für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Nach dem 4:2 (2:0, 1:1, 1:1) über Ex-Weltmeister Slowakei ist in der Nacht zum Donnerstag (01.15 Uhr/live im DSF) gegen Norwegen nur…
ERC- Verteidiger Michael Bakos möchte heute mit der Nationalmannschaft den Einzug in die Zwischenrunde perfekt machen. Foto: citypress
Die Deutsche Eishockey Nationalmannschaft hat nach der 1:5- Auftaktniederlage gegen Finnland in ihrem zweiten Gruppenspiel für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Nach dem 4:2 (2:0, 1:1, 1:1) über Ex-Weltmeister Slowakei ist in der Nacht zum Donnerstag (01.15 Uhr/live im DSF) gegen Norwegen nur noch ein Unentschieden nach regulärer Spielzeit für den vorzeitigen Klassenerhalt nötig und um den Einzug in die Zwischenrunde perfekt zu machen. ERC- Verteidiger Michael Bakos gehört zu den Stützen im Team der Deutschen. Der 29- jährige im Interview auf www.erc-ingolstadt.de
Baki, erst einmal herzlichen Glückwunsch zum ersten Sieg bei der WM in Halifax.
Vielen Dank, aber noch haben wir nichts erreicht. Wir wollen gegen Norwegen genauso konzentriert auftreten und dann zusammen den Einzug in die Zwischenrunde feiern.
Gab es denn wenigstens eine kleine Feier nach dem Sieg gegen die Slowaken?
Nein, denn bislang haben wir noch nicht unser Ziel erreicht und das heißt nach wie vor: Klassenerhalt. Wir haben am nächsten Tag locker trainiert und ein kleines Spielchen gemacht und gerade sind wir auf dem Weg zum Spiel Kanada gegen die USA. Das schauen wir uns gemeinsam an.
Uwe Krupp hält große Stücke auf dich. In den Vorbereitungsspielen warst du als Kapitän der Deutschen Mannschaft sein verlängerter Arm auf der Eisfläche und du zahlst ihm das Vertrauen mit guten Leistungen zurück. Was ist das Erfolgsrezept von Bundestrainer Krupp?
Ich kann nur von mit sprechen und für mich ist es einfach sehr wichtig, dass der Trainer mir das Vertrauen schenkt und genau das macht er. Er lässt mich immer spüren, dass er voll auf mich baut. Die Truppe hat gemeinsam viel Spaß auf und neben dem Eis- das ist vielleicht unser größter Pluspunkt. Aber jetzt wollen wir an die Leistung gegen die Slowaken anknüpfen und Norwegen schlagen, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.
Im letzten Jahr fand die WM in Russland statt, in diesem Jahr im Mutterland des Eishockeys in Kanada. Was ist anders bei dieser Weltmeisterschaft?
Vieles ist leichter als noch im letzten Jahr. In Moskau wurden wir immer angewiesen das Hotel nicht alleine zu verlassen, weil es einfach zu gefährlich war. In Halifax kannst du dich frei bewegen, es geht hier viel familiärer zu als noch in Russland. Außerdem sind wir gleich neben der Arena untergebracht und müssen nicht, wie im letzten Jahr, stundenlang mit dem Bus herumfahren. Die WM in Kanada ist sehr gut organisiert und es macht mir wirklich großen Spaß dabei zu sein.
Uwe Krupp hat in der Vorbereitungsphase auf die WM nicht auf der kleinen Eisfläche trainieren lassen und auch alle Testspiele fanden auf den größeren Flächen statt. Wie war für dich die Umstellung?
Es ist schon ein riesiger Unterschied im Vergleich zu den Eisflächen in Deutschland. Das Spiel ist viel schneller und körperbetonter. Den größten Unterschied merkt man in Unterzahl, wo die Scheibe viel schneller läuft. Gegen Finnland haben wir noch ein wenig Probleme gehabt, uns auf die kleinere Eisfläche einzustellen. Gegen die Slowakei war davon dann nichts mehr zu spüren. Vielleicht hatten wir gegen die Finnen auch ein klein wenig zu viel Respekt.
Was ist nun drin für die Deutsche Nationalmannschaft bei dieser WM?
(lacht) Frag mich noch mal Morgen früh, wenn das Spiel gegen Norwegen vorbei ist. Nein, mal im ernst. Wir möchten gegen Norwegen nun den Einzug in die Zwischenrunde perfekt machen. Was danach kommt darf uns noch nicht interessieren. Aber die Mannschaft hat zusammen viel Spaß, die Mischung stimmt und ich glaube, dass wir ein Team zusammen haben, das noch für die ein oder andere Überraschung sorgen könnte.
Dann wünsche ich viel Glück heute Abend gegen Norwegen.
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