ERC Ingolstadt · ArchivZur aktuellen Website →
ERC- Neuzugang Matt Keith im Interview auf www.erc-ingolstadt.de
Saison

«Benoit erinnert mich sehr an Brent Sutter» - Neuzugang Matt Keith im Interview

Rasend schnell biegt der ERC Ingolstadt in die Zielgerade der Sommerpause ein. Viele Fragezeichen sind nach der heutigen Verpflichtung von Stürmer Matt Keith nicht mehr übrig. Nur noch eine Position gilt es jetzt für ERC- Sportmanager Tobias Abstreiter bis zum Saisonstart zu besetzen. «Matt ist e…

← Zurück zur Übersicht

Rasend schnell biegt der ERC Ingolstadt in die Zielgerade der Sommerpause ein. Viele Fragezeichen sind nach der heutigen Verpflichtung von Stürmer Matt Keith nicht mehr übrig. Nur noch eine Position gilt es jetzt für ERC- Sportmanager Tobias Abstreiter bis zum Saisonstart zu besetzen. «Matt ist ein Spieler der Kategorie jung und hungrig», sagt Tobias Abstreiter über den Neuzugang von den New York Islanders. Die neue Nummer 27 der Panther im Interview auf www.erc-ingolstadt.de

Hallo Matt. Zuerst einmal herzlich willkommen beim ERC Ingolstadt! Was waren für dich die Ausschlag gebenden Gründe in die Deutsche Eishockey Liga und zu den Panthern zu wechseln?

«Ich sehe die DEL und natürlich den ERC Ingolstadt als eine große Herausforderung. Ich will meinen Beitrag dazu leisten, dass die Panther eine gute Saison hinlegen. Als ich mit Benoit telefoniert habe, hat sich sofort ein gutes Gefühl eingestellt und ich habe gemerkt, dass er ein sehr anspruchsvoller Coach ist. Ich muss zugeben, dass er mich ein bisschen an Brent Sutter (1255 NHL- Spiele für Chicago und New York, war in der Saison 2002/03 Trainer von Matt Keith bei den Red Deer Rebels) erinnert hat. Benoit hat mir gesagt, was er von mir erwartet und ich denke, dass ich sehr viel von ihm lernen und mich noch weiter entwickeln kann. Ich bin jemand, der sich ständig verbessern will und der Schritt jetzt nach Deutschland zu wechseln ist daher genau der Richtige. Für mich gilt es jetzt, mich in der DEL zu behaupten und durchzubeißen, um eines Tages dann vielleicht auch wieder in der NHL spielen zu können.»

Was hat dir Benoit denn noch so alles erzählt?

«Das erste Gespräch hat ja nur fünf Minuten gedauert (lacht). Nein, er hat mir regelrecht von Ingolstadt vorgeschwärmt. Dass hier sehr professionelle Strukturen vorhanden sind, die Trainingsbedingungen mit einer eigenen Trainingshalle bestens sind und die Stadt zwar klein aber sehr schön ist. Besonders gespannt bin ich aber nach seinen Erzählungen auf die Atmosphäre in der Arena und die Fans des ERC.»

Mit der KHL (ausgesprochen: Kontinentalnaya Hokkeynaya Liga), der neuen russischen Superliga, hat sich auch die Situation auf dem Transfermarkt gewaltig verändert. Wie siehst du diese neue Entwicklung im Eishockey?

«Mit der KHL ergeben sich natürlich für viele Spieler aus Nordamerika ungeahnte Möglichkeiten- in erster Linie natürlich in finanzieller Hinsicht. Für viele NHL-Spieler ist es noch einmal die Möglichkeit am Ende ihrer Karriere etwas Neues zu machen. Das Ganze wird ihnen natürlich mit hoch dotierten Verträgen sehr schmackhaft gemacht. Besonders für die so genannten Fahrstuhlspieler ist das natürlich äußerst verlockend, die nicht dauerhaft in der NHL spielen und in Russland sehr, sehr gutes Geld verdienen können. Aber letzten Endes muss das jeder Spieler für sich selbst entscheiden. Ich kann nur für mich sprechen und die DEL genießt hier in Nordamerika einen ausgezeichneten Ruf und meine ganze Konzentration gilt jetzt dem ERC Ingolstadt. Ich will mit den Panthern eine gute Saison spielen und freue mich einfach auf mein neues Team und dass ich Teil einer hoffentlich erfolgreichen Mannschaft sein kann.»

Kommen wir auf die neue Saison bei den Panthern. Einen Spieler müsstest du ja bereits kennen...

«Das stimmt. Ich habe in diesem Jahr mit Bruno St. Jacques bei den Portland Pirates zusammen gespielt. Es freut mich, dass wir so einen Spieler in der Abwehr haben. Gegen Allan Rourke habe ich auch oft gespielt und dann kenne ich natürlich auch noch Eric Nickulas aus dem Lock-out Jahr bei den Norfolk Admirals. Es ist schon erstaunlich, wie klein die Eishockeywelt ist, denn bei jedem neuen Verein kennt man doch das eine oder andere Gesicht bereits.»

Das gute an dieser kleinen Eishockeywelt ist auch, dass man sich sehr schnell über eine Liga Informationen einholen kann. Wer war dein "Informant?"

«Das stimmt. Man kennt immer jemanden, der schon einmal in Deutschland gespielt hat. In meinem Fall war es Marty Wilford, der jetzt in Iserlohn spielt. Er hat mir viel von der DEL erzählt. Europa heißt natürlich auch für die nordamerikanischen Spieler immer auch gleichzeitig eine Umstellung auf eine größere Eisfläche. Ich denke, dass ich auch eine kleine Eingewöhnungszeit brauche, bis ich mich an mehr Platz gewöhnt habe. Aber daraus kann man sicherlich auch den ein oder anderen Vorteil für sich herausziehen.»