
Panther wollen den Befreiungsschlag im bayerischen Derby
So unterschiedlich waren die Vorzeichen vor einem Derby gegen die Augsburger Panther selten in der DEL- Historie. Während die Fuggerstädter einen überraschend guten Start in die Saison hatten und viele Kritiker Lügen straften, blieben die Panther bislang weit hinter den Erwartungen zurück. Auch f…
Jakub Ficenec wird heute wieder mit dabei sein. Foto: kbumm
So unterschiedlich waren die Vorzeichen vor einem Derby gegen die Augsburger Panther selten in der DEL- Historie. Während die Fuggerstädter einen überraschend guten Start in die Saison hatten und viele Kritiker Lügen straften, blieben die Panther bislang weit hinter den Erwartungen zurück. Auch für Panther-Urgestein Glen Goodall gibt es da nichts mehr schön zu reden. «Wir wissen ganz genau, dass solche Auftritte wie zuletzt zu Hause gegen Mannheim und am Sonntag in Krefeld nicht hinnehmbar sind.»
Dass die Mannschaft die aktuelle Situation mehr als ernst nimmt, hat sie nach der 1:3- Niederlage bei den Pinguinen unter Beweis gestellt. Gleich nach der Schlusssirene versammelte sich das Team hinter verschlossenen Türen. «Klar, dass es nach so einer Leistung auch mal etwas laut wird», sagte Goodall nach der teaminternen Aussprache. «Aber das zeigt eben auch, dass wir mit der momentanen Situation nicht zufrieden sind und dass wir alle schnellst möglich etwas ändern müssen.» Das Mannschaftsgefüge ist also intakt und man scheint begriffen zu haben, dass man nur gemeinsam aus dem derzeitigen Leistungstief finden kann.
AEV zählt bislang zu den Überraschungsteams
Ganz anders die Situation in Augsburg: Die Mannschaft von Larry Mitchell ist sehr erfolgreich in die neue Saison gestartet. Zeitweise führten die jungen Wilden aus der Fuggerstadt gar die Tabelle der DEL an. Beeindruckend die Vorstellung, als der AEV im Curt- Frenzel Stadion die Hannover Scorpions mit 6:2 besiegte. Trainer Mitchell baut auf den Nachwuchs und seine jungen Spieler danken es ihm mit guten Leistungen. Im Tor vertraut der 41- jährige auf den jungen Deutschen Dennis Endras. Ex- Panther Thomas Jörg fühlt sich in Augsburg ebenfalls sichtlich wohl. Unter die Räder kamen die Augsburger erst am vierten Spieltag, als die Eisbären Berlin die neue O2-World mit einer 11:0- Galavorstellung gegen den AEV einweihten. Doch die Mannschaft berappelte sich wieder nach der bitteren Niederlage und hat nach acht Spieltagen bereits 15 Punkte auf dem Konto.
Statistik spricht für den ERC
Es ist das Derby in der DEL für den ERC Ingolstadt und bislang liegen die Panther in der Statistik vorne. 24 Mal trafen beide Teams in der höchsten Deutschen Eishockeyliga aufeinander, dabei feierten die Panther 16 Siege (85:61 Tore). Zu Hause gab es 12 Partien. Acht mal ging am Ende der ERC Ingolstadt als Sieger hervor, vier Mal entführten die Augsburger die Punkte aus Ingolstadt (Tore: 50:37).
Verletzte kehren zurück
Gute Neuigkeiten gibt in Sachen Verletztenliste beim ERC. Neben Jakub Ficenec, der seinen Vertrag bei den Panthern gestern um drei Jahre verlängert hat, kehrt auch Bruno St. Jacques ins Team zurück. Ebenfalls mit dabei ist Doug Ast, der nach dem zweiten Drittel in Krefeld mit einer Leistenzerrung passen musste.
Tickets für die Partie gegen Augsburg gibt es an ellen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse. Spielbeginn ist heute um 19.30 Uhr (ab 19.20 Uhr live auf PREMIERE).