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Bakis WM-Tagebuch: Mit neuem Look gegen den Weltmeister
Saison

Bakis WM-Tagebuch: Mit neuem Look gegen den Weltmeister

Heute wird es ernst für die Deutsche Nationalmannschaft. In Bern wartet heute beim Auftaktmatch mit Russland gleich der größte Brocken auf die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp (ab 16.15 Uhr live im DSF). Mit dabei ist dann auch NHL-Profi Jochen Hecht, der nach einer langen Odyssee gestern f…

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Heute wird es ernst für die Deutsche Nationalmannschaft. In Bern wartet heute beim Auftaktmatch mit Russland gleich der größte Brocken auf die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp (ab 16.15 Uhr live im DSF). Mit dabei ist dann auch NHL-Profi Jochen Hecht, der nach einer langen Odyssee gestern früh im Mannschaftshotel der Deutschen in Bern eintraf. Eingewöhnungsprobleme dürfte es für den Routinier kaum geben: Sein Zimmer teilt sich Hecht wie bei der WM 2005 in Österreich mit Michael Bakos vom ERC Ingolstadt. Besonders die Erfahrung von zehn Jahren und satten 676 Spielen in der NHL sprechen für den Ex-Mannheimer. Dennoch ist die Bilanz gegen die Russen beinahe erdrückend: Die DEB-Auswahl hat bei einer WM noch nie einen Punkt gegen die "Sbornaja" geholt. Den einzigen Pflichtspielsieg gab es bei den Olympischen Spielen vor 15 Jahren in Lillehammer (4:2).

Im deutschen Tor 2009 wird wohl Dimitri Pätzold den Vorzug vor seinen Kollegen Kotschnew und Endras bekommen. Der Neu-Ingolstädter kennt die Russen gut, denn zu Saisonbeginn spielte er für Witjas Tschechow in der KHL. "Egal, wer spielt, sie haben auf jeden Fall eine sehr starke Mannschaft, technisch und läuferisch unglaublich stark", sagt der 26-Jährige Pätzold.

Star des Gegners ist Ilja Kowaltschuk. Der Stürmer von den Atlanta Thrashers erzielte in den vergangenen fünf NHL-Spielzeiten jedesmal mindestens 40 Tore und schoss im WM-Finale den Siegtreffer. Die DEB-Auswahl geht also als klarer Außenseiter ins Rennen und dabei hilft dann oft eine kleine Portion Aberglaube, schließlich ist die Eishalle nur knapp 400 Meter vom ehemaligen Wankdorf-Stadion, dem heutigen Stade de Suisse, entfernt, wo Fritz Walter & Co. bei der Fußball-WM 1954 das legendäre "Wunder von Bern" gelang.

Jeden Tag berichtet ERC-Verteidiger Michael Bakos in seinem WM- Tagebuch von seinen Eindrücken und Erlebnissen rund um die WM in der Schweiz.

Servus Pantherfans,

heute ist der zweite Tag und das Eröffnungsspiel gegen Russland rückt immer näher. Uwe Krupp hat uns heute Vormittag freigegeben und Daniel Kreutzer und ich haben die Zeit genutzt, um uns einen WM-tauglichen Haarschnitt verpassen zu lassen. Die Meinungen in der Mannschaft gehen weit auseinander, wir beide finden es aber sehr gelungen. Zurück im Hotel, war Jochen Hecht bereits im Zimmer. Viel erzählen wollte er noch nicht, da er gerade direkt von Buffalo in die Schweiz kam und das Jetlag steckte ihm wohl noch sehr in den Knochen.

Am Nachmittag stand dann noch das Abschlusstraining auf dem Programm und im Anschluss daran, gab es von unserem Ausrüster Nike-Bauer ein paar Anziehsachen. Optisch sind wir also auf das Aufeinandertreffen mit den Russen bestens vorbereitet.

Den Abend werde ich auf dem Zimmer ausklingen lassen und hoffe, ich träum davon, wie wir die Russen schlagen. Träumen darf man ja und vielleicht gibt es wieder ein Wunder von Bern.

Bis morgen

Euer Baki