
DEB-Team scheidet gegen Schweden aus
Im Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2011 in Bratislava gelang der Krupp-Truppe gestern gegen den achtmaligen Weltmeister Schweden leider keine Überraschung. Nach 60 Minuten stand das Aus im Viertelfinale mit einer 2:5-Niederlage fest.
Im Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2011 in Bratislava gelang der Krupp-Truppe gestern gegen den achtmaligen Weltmeister Schweden leider keine Überraschung. Nach 60 Minuten stand das Aus im Viertelfinale mit einer 2:5-Niederlage fest.
Begonnen hatte die Partie erneut mit viel Pech. Robert Dietrich fälschte nach 27 Sekunden einen Schuss von Thörnberg ins eigene Netz ab – zum dritten Mal war das deutsche Team somit innerhalb der ersten Minute im Rückstand. Der Hamburger Alexander Barta fand die richtige Antwort für sein Team und markierte nach feinem Zuspiel von Frank Mauer den 1:1-Ausgleich (3.). In der 9. Minute wäre dem Krupp-Team fast die Führung gelungen, doch Goalie Viktor Fasth reagierte Blitzschnell und vereitelte die Chance von John Tripp. Kurz darauf auch mal Glück für Deutschland, nach einem Schuss Thörnberg fälschte dieses Mal Dennis Reul ab – die Latte verhinderte Schlimmeres.
In der 16. Minute dann allerdings doch die Führung für die Tre Kronor: Patrik Berglund traf für seine Farben zum 2:1. Im zweiten Abschnitt musste die DEB-Auswahl auch noch die Treffer drei und vier hinnehmen (Niklas Persson, 25./ Loui Eriksson, 29.), ehe Michael Wolf kurz vor der zweiten Pause zum 2:4 verkürzte und noch einmal für Hoffnung im deutschen Lager sorgte.
Doch der Kräfteverschleiß im siebten Spiel innerhalb von 13 Tagen war wohl zu groß, die deutsche Mannschaft kam nicht mehr zurück ins Spiel und musste durch Martin Thörnberg sogar noch das 5:2 in der 49. Minute hinnehmen.
Damit war das Aus der DEB-Auswahl besiegelt, die trotz dem Ausscheiden eine begeisternde WM gezeigt hat und das nicht nur, weil ihnen gegen Russland eine absolute Sensation gelungen ist.
Uwe Krupp (Bundestrainer):
"Natürlich bin ich enttäuscht, dass es am Ende nicht ganz gereicht hat. Wir haben hochkarätige Chancen gehabt, der schwedische Torwart ist nicht umsonst als bester Spieler ausgezeichnet worden. Wir haben nie aufgesteckt. Es war ein hartes Spiel für uns. Wir mussten gegen eine Mannschaft antreten, die über sehr viel Geschwindigkeit verfügt. Ich bin sehr zufrieden damit, wie das Team gekämpft hat. Aber die Gegentore haben uns immer wieder den Wind aus den Segeln genommen."
Dennis Endras:
"Wir haben wieder unglücklich ein frühes Gegentor kassiert, danach gerade im ersten Drittel aber viele Chancen gehabt. Wir haben auch heute gut gespielt und können stolz auf unsere Leistung sein. Letztlich hat uns einfach das Glück gefehlt."
John Tripp:
"Schweden war am Ende einfach besser. Sie sind einfach ein gutes Team. Wir hatten zwar auch unsere Chancen, aber Schweden hat sie halt besser genutzt."
Kai Hospelt:
"Es ist natürlich jetzt eine große Enttäuschung da. So oft hat man ja die Chance auf das Halbfinale bei einer WM nicht. Wenn bei Schweden in einem Siel gegen Deutschland der Torhüter zum besten Mann gewählt wird, dann sagt das schon einiges und es zeigt, dass wir nicht chancenlos waren. Wir haben hier gute Werbung für das deutsche Eishockey gemacht, was das Ergebnis harter Arbeit war. Aber wir sind uns auch bewusst, dass die Erwartungshaltung in der Presse und in der Öffentlichkeit steigt."
Patrick Reimer:
"Wir können stolz auf dieses Turnier sein. Man ja gesehen, wie die internationale Presse reagiert hat und welche Euphorie auch in Deutschland entstanden ist. Wir haben ein gutes Turnier gespielt und greifen eben im nächsten Jahr wieder an. Schweden war einfach effektiver und hat mit Glück und Können verdient gewonnen. Wir können in jedem Fall erhobenen Hauptes abreisen."
Alex Barta:
"Gegen Schweden hätte alles klappen müssen, damit es erneut für eine Sensation gereicht hätte. Das war leider nicht der Fall. Aber wir können stolz auf uns sein, wir haben ein gutes Turnier gespielt. Wir waren im letzten Jahr im Halbfinale, in diesem Jahr im Viertelfinale. Das ist eine gute Bilanz, wir haben den Anschluss zur Weltspitze geschafft."
Korbinian Holzer:
"Der Frust ist sehr groß. Wir haben in den letzten vier Spielen sechs Gegentore kassiert, von denen du sonst eines pro Jahr bekommst. Wir haben alles versucht und viel Pech gehabt. Wir können aber stolz auf das Erreichen des Viertelfinals sein."
Felix Schütz:
„Wir haben gewusst, es ist mehr drin und sind daher sehr enttäuscht.“