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Saison

In Überzahl zu harmlos.

Kölner Haie in Ingolstadt und keiner im Stadion? Gerade einmal 2044 Zuschauer fanden sich am Dienstag Abend im Eisstadion an der Jahnstraße ein um das Team des Nationaltrainers Hans Zach zu begutachten. Nach der Niederlage gegen Nürnberg gab es vor allem im Angriff zahlreiche Umstellungen. Begonn…

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Kölner Haie in Ingolstadt und keiner im Stadion? Gerade einmal 2044 Zuschauer fanden sich am Dienstag Abend im Eisstadion an der Jahnstraße ein um das Team des Nationaltrainers Hans Zach zu begutachten. Nach der Niederlage gegen Nürnberg gab es vor allem im Angriff zahlreiche Umstellungen. Begonnen hat heute zum Beispiel Terry Campbell, Jason Ruff und Shayne Toporowski. Die nominell erste agierte gegen den amtierenden deutschen Meister als zweite Sturmformation. In die dritte aufgerückt war Michael Hackert, dessen Platz neben Rainer Suchan und Niki Mondt von Neville Rautert eingenommen wurde.

Rautert war es auch, der die erste Ingolstädter Möglichkeit auf dem Schläger hatte, nach einem Pass von Rainer Suchan aber im letzten Moment noch am Schuss gehindert werden konnte. Der erste Kölner Angriff datierte aus der vierten Minute, Ilpo Kauhanen war aber noch vor dem Kölner an der Scheibe. Dave McLlwain hatte die beste Möglichkeit, scheiterte aber ebenso am Ingolstädter Keeper. Was folgte war eine Unterzahlsituation gegen die Gastgeber, bei der sich die Gäste vom Rhein nicht lange bitten ließen. Shayne Peacock hämmerte den Puck von der blauen Linie durch die Beine Kauhanens in die Maschen.

Mit zwei Mann mehr auf dem Eis bot sich den Cracks von Jim Boni 79 Sekunden lang die Möglichkeit den Ausgleich zu erzielen, allerdings zog Chris Rogles Kent Fearns und Sam Groleau den Zahn. Völlig verpennt haben die Panther danach noch die letzte Strafzeit gegen Köln im ersten Drittel. Es ging schon damit los, dass Ilpo Kauhanen nicht einmal bemerkte, dass der Unparteiische Chvatal bereits sekundelang den Arm hochhielt und die Strafe gegen Sundblad ankündigte. Kläglich vergaben die Raubkatzen diese Möglichkeit den Ausgleichstreffer zu erzielen.

Für den ersten Akzent im zweiten Abschnitt sorgte Jason Young, als er plötzlich wie beim Penaltyschießen völlig frei vor Rogles auftauchte - oft bekommt man nicht so hochkarätige Chancen gegen die Kölner Haie. Ilpo Kauhanen auf der Gegenseite stand fortan weiter im Mittelpunkt. In Unterzahl sicherte er einen Schuss von Mickey Elick zwischen seinen Kufen und nur wenige Augenblicke später bringt ihn Alexander Genze in Schwierigkeiten, indem der Verteidiger den Puck nicht in der Angriffszone halten konnte. Der Keeper des ERCI hielt im weiteren Verlauf des zweiten Drittels seine Farben weiter im Spiel. Egal ob gegen Eduard Lewandowski oder Tino Boos, am Keeper lag es nicht. Eine Unstimmigkeit zwischen Rainer Suchan und Niki Mondt ermöglichte eine weitere Chance der Gäste zu einem Schuss von der blauen Linie. Diese blieben aber ebenso ohne Erfolg, wie die beiden Möglichkeiten durch Andreas Renz und Tino Boos, beide Male aber Kauhanen auf dem Posten. In dieser Phase zeigten die Gäste dem ERCI was diese bislang völlig vergessen zu haben schienen. Geschossen wurde plötzlich aus allen Rohren und bei allen erdenklichen Möglichkeiten. dies aber weiterhin nur von den Haien. Zu Boden ging in der 33. Minute ein Linesmen, der einen Puck mit voller Wucht ins Genick bekam. Nach kurzer Behandlungszeit konnte der Unparteiische das Drittel noch beenden, zum dritten Abschnitt musste der Hauptschiedsrichter Chvatal aber auf die Dienste eines seiner beiden Linesmen verzichten.

Wie aus heiterem Himmel fiel in der 36. Spielminute der Ausgleich für die Gasgeber. Neville Rautert fälschte einen Schuss von der blauen Linie unhaltbar für Rogles zum 1:1 ab. Bis zur zweiten Drittelpause überboten sich beide Teams noch damit die besten Chancen auszulassen, allerdings waren Kauhanen, sowohl als auch Rogles immer Herr der Lage, so dass Elicks und Ruffs Ansinnen ohne Erfolg blieb.

Den besseren Start ins Schlussdrittel erwischten die Panther. Shayne Toporowski und Jean-Francis Jomphe (JFJ) scheiterten entweder an Rogles, oder ihren eigenen Nerven. Die Vorentscheidung fiel nach einem individuellen Fehler von Rick Goldmann. So locker wie der Defender darf man an der eigenen blauen Linie einfach nicht mit dem Puck umgehen. Alex Hicks ließ sich nicht lange bitten und netzte zum 1:2 ein. Wie das Ergebnis hätte ausschauen können, wenn man mehr geschossen hätte, zeigte ein Versuch von Jason Young. In der 50. Minute ließ der Stürmer mit einem Schuss noch weit jenseits der blauen Linie Rogles ganz schön alt aussehen. Köln erhöhte jetzt die Schlagzahl und so war es auch nicht wunderlich, dass sie die Panther in weitere Fehler trieben. Während eines solchen Vortrages fiel plötzlich und völlig überraschend für Ilpo Kauhanen das 1:3, Robert Hock hatte im entscheidenden Moment den Schläger am Hartgummi.

Aufgeben wollten sich die Jungs von Jim Boni aber noch lange nicht. Um so bitterer, dass man im zuletzt so hoch gelobten Überzahlspiel nicht den nötigen Druck aufbauen konnte. Dabei sah alles gar nicht so schlecht aus. 100 Sekunden lang bot sich am Ende die Möglichkeit mit zwei Mann, nachdem Ilpo Kauhanen das Gehäuse noch verließ, sogar mit drei Mann mehr das Penaltyschießen herbei zu führen. Allerdings wusste vor allem die Reihe um JFJ nicht all zu viel mit dieser numerischen Überlegenheit anzufangen. Kläglich schob man die Scheibe von Station zu Station ohne dass einer die Verantwortung eines Schusses auf sich nehmen wollte. Um so bitterer, dass sich aus dieser Formation nicht einer vor dem Torhüter platzieren wollte, kein Spieler kreuzte die Sicht des Kölner Keepers. Dies änderte sich erst mit einem Wechsel, als Jason Ruff den Platz vor Rogles in Anspruch nahm. Allerdings war es da schon zu spät, den Panthern bot sich keine Chance mehr und so blieb es am Ende erneut bei einer knappen Niederlage für Jim Boni und seine Jungs.