Östs Erfolgserie hält an
Es war eine gut besuchte Premiere für Olle Öst im Pantherkäfig. Allerdings musste der neue Coach der Ingolstädter mit ansehen, wie die ersten Spielanteile ganz klar an die Gäste aus Hannover gingen. U.a. auch begünstigt durch eine zweifelhafte Bandencheck-Strafe gegen Glen Goodall. Allerdings ver…
Es war eine gut besuchte Premiere für Olle Öst im Pantherkäfig. Allerdings musste der neue Coach der Ingolstädter mit ansehen, wie die ersten Spielanteile ganz klar an die Gäste aus Hannover gingen. U.a. auch begünstigt durch eine zweifelhafte Bandencheck-Strafe gegen Glen Goodall. Allerdings verstrichen die 120 Sekunden und werden nun dem Konto des ERCI, bezüglich Penalty Killing positiv gut geschrieben. Bei einem zwischenzeitlichen Konter der Schanzer deutete Andrew Verner Sam Groleau gleich an dass er im Falle des Falles auch von seiner Kelle Gebrauch machen wird.
Bevor die Hausherren ihre erste Duftmarke setzen konnten, prüfte auf der anderen Seite Todd Simon noch Ilpo Kauhanen. Verner bis dahin noch völlig beschäftigungslos was sich aber in den darauf folgenden Minuten ändern sollte.
Den ersten Schuss auf das Hannoveraner Gehäuse gab Rick Goldmann in der siebten Minute ab. Nur wenig später krachte ein abgefälschter Schuss von Chad Allen an den Pfosten. In einer Überzahl war für Shayne Toporowski der Winkel zu spitz und die Gegner zu viel. Verner konnte sich fortan nicht mehr über zu wenig Arbeit beklagen. Gegen Sean Tallaire musste er beispielsweise all sein Können aufbieten um das 0:0 zu halten.
Die Gäste, die heute verletzungsbedingt nicht einmal drei einsatzfähige Reihen aufbieten konnten, blieben immer gefährlich. In der 17. Minute war es Fredrik Öberg der das Geschenk, dass ihm Jean-Francois Jomphe (JFJ) machte nicht nutzen konnte. Nur Sekunden später hatte er dafür das 0:1 mit einem Nachschuss auf dem Schläger. Hier musste Kauhanen schon alles in die Schlacht werfen um den Rückstand zu verhindern. Kurz vor der Drittelpause noch ein schönes Zuspiel von Tallaire auf seinen Kapitän Glen Goodall. Der kam aber einen kleinen Tick zu spät und erwischte das Hartgummi nicht ganz weshalb der Puck rechts am Tor vorbei rutschte.
Das zweite Drittel begann wie das erste. Ein Schuss von Lööf wird gefährlich abgefälscht und versucht über Kauhanen hinweg ins Tor zu fallen. Der Finne geht einen Schritt zurück und greif beherzt in die Luft, verhindert den Rückstand des ERCI.
Völlig frei vor dem gegnerischen Kasten tauchten plötzlich Edvin Frylen und auf der anderen Seite Sean Tallaire auf. Frylen scheiterte an Kauhanen, obwohl der Keeper nur wenige Augenblicke zuvor von einem Hannoveraner attackiert wurde. Eine gute Möglichkeit hatte auch Shayne Toporowski, dessen Hammer von Verner aber entschärft wurde.
In der 29. Spielminute war es dann aber soweit. Erst wollte JFJ Toporowski bedienen, dann kommt der Puck über den Kanadier und Niki Mondt zu ihm zurück und JFJ hat nahezu völlig freie Bahn, die Führung für Ingolstadt war perfekt.
Sean Tallaire hatte wenig später sogar das 2:0 auf dem Schläger, Sam Groleau war sogar nur einen gebrochenen Schläger davon entfernt, das Tor wäre zu diesem Zeitpunkt völlig leer gewesen. Im zweiten Teil des Mittelabschnittes hielt Verner seine Farben im Spiel, fischte in der 38. noch einen Jomphe-Schuss aus der Luft.
Das letzte Drittel ist schnell erzählt. Es begann mit einem satten Pfund von Lööfs, welches von Ilpo Kauhanen aber souverän gemeistert wurde. Danach verflachte die Partie zusehends. Erst so ab der 49. Minute fiel den Gästen ein, dass sie noch mit einem Tor in Rückstand waren. Der ERCI schien bereits ab dem Beginn des letzten Abschnittes auf das Halten des Vorsprunges zu spielen. In der 50. Minute zappelte zwar der Puck im Netz hinter Kauhanen - Hannover jubelte. Zumindest bis sie die ausgestreckten Arme von Hauptschiedsrichter Deubert sahen, das Tor war zuvor bereits verschoben. Für Hannover verstrichen fortan wertvolle Sekunden und Minuten in denen die Panther nur auf Halten spielten. Die Gäste probierten es noch ab und an, aber Ilpo Kauhanen hatte immer wieder freie Sicht und somit keinerlei Mühe seinen Shut-Out nach hause zu bringen. Bei einer Drangperiode, gut zwei Minuten vor dem Ende versäumte es der Coach der Scorpions zudem den Torhüter zugunsten eines sechsten Spielers vom Eis zu nehmen. 30 Sekunden vor Ende konnte der zusätzliche Spieler nicht mehr für die erforderlichen Impulse sorgen.