Am Ende noch einmal unnötige Spannung
Zum vierten Mal kam es heute im Ingolstädter Eisstadion an der Jahnstraße zum Duell mit den Schwenninger Wild Wings, die bislang alle erst im Penaltyschießen entschieden werden konnten. Noch bevor am Freitag 30 Sekunden gespielt waren, gaben Sam Groleau und Jason Young die ersten Warnschüsse auf …
Zum vierten Mal kam es heute im Ingolstädter Eisstadion an der Jahnstraße zum Duell mit den Schwenninger Wild Wings, die bislang alle erst im Penaltyschießen entschieden werden konnten. Noch bevor am Freitag 30 Sekunden gespielt waren, gaben Sam Groleau und Jason Young die ersten Warnschüsse auf Ian Gordon im Schwenninger Tor ab. Eine erste Überzahlsituation vergaben die Raubkatzen teils behäbig, aber mit weiteren Warnungen Richtung Gordon. Das erste Lebenszeichen der Gäste datiert aus der fünften Spielminute. Danach verflachte die Partie für einige Zeigerumdrehungen. Vor allem in der Defensive agierte der ERCI minutenlang sehr nervös, die WildWings, deren Fans die Einheimischen mit einem "Fuck Bavaria"-Spruchband provozieren wollten, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Knapp die Hälfte des ersten Abschnittes waren vergangen, da verschärften die Gastgeber das Tempo wieder, hätten sich aber nach einem Schuss von Brad Burym beinahe einen Konter eingefangen.
In der 11. Minute durfte das Publikum dann endlich jubeln. Ein wunderschön herausgespielter Treffer brachte die Heimmannschaft mit 1:0 in Front. Jason Young hielt zunächst den Puck im Drittel und hielt einen weiteren Verteidiger von Jean Francois Jomphe fern. Der wiederum passte zurück zu Young, der sich zwischenzeitlich hinter dem Schwenninger Tor postierte. Young sah schließlich die Lücke und den frei stehenden Groleau. Gegen dessen Knaller unter die Latte war Gordon machtlos.
Ganz anders dagegen eine Minute später. Bei dem nicht gerade platzierten Schuss von Michael Hackert sah Gordon nicht gerade gut aus. Den Gastgebern konnte dies egal sein, sie führten fortan mit 2:0.
Bis zum Ende des ersten Drittels blieben die Panther u.a. begünstigt durch eine weitere Strafzeit weiter am Drücker. Allerdings schafften es Terry Campbell, Chad Allen, Shayne Toporowski, Niki Mondt, Jean-Francois Jomphe (JFJ), Kent Fearns und Glen Goodall nicht, Gordon ein drittes Mal zu überwinden.
Kurz vor der Sirene jubelten die Schwenninger kurz auf, der Schiedsrichter zog den Spielern allerdings schnell den Zahn, Kauhanen hatte die Scheibe bereits längst gesichert, bevor diese über die Torlinie rutschen konnte. Auch im zweiten Drittel gehörte die erste Möglichkeit den Hausherren. Trotz der Unterzahl, die sie sich noch im ersten Drittel einhandelte eröffnete sich ihnen ein blitzsauberer Konter. Danach merkte man den Gästen allerdings an, dass sie sich nicht kampflos ergeben wollten. Curtis Sheptak beispielsweise stellte Ilpo Kauhanen ernsthaft auf die Probe. Knapp zwei Minuten waren vergangen, da hatte Niki Mondt aus kürzester Distanz das 3:0 auf dem Schläger, scheiterte aber wie kurz später auf der anderen Seite Francois Fortier am Keeper. Gerade in der Phase, als die Panther dem dritten Treffer näher, als die WildWings dem Anschlusstreffer waren, wurden sie eiskalt ausgekontert. Die Hausherren nisteten sich gerade im Angriffsdrittel der Schwenninger ein. An der rechten Bande beschäftigte Dave Chyzowski Francois Bouchard, so dass Mike Bullard nur mehr mit einem Verteidiger zu rechnen hatte. Über Chyzowski landet der Puck schließlich bei Bullard und der war seinem Verfolger bereits enteilt und zieht vor Kauhanen zum Anschlusstreffer voll durch.
Nach dem 2:1 kamen die Schwenninger ins Spiel, erarbeiteten sich zunehmend mehr Spielanteile und Chancen. Der ERC hatte in dieser Phase auch das Glück des Tüchtigen, vor allem beim Schuss von Eric Houde. Mit dem Schlittschuh konnte Kauhanen gerade noch so eben das Hartgummi an den Pfosten lenken.
Ab der Mitte der Partie konnte sich der ERCI wieder vom Druck der Gäste befreien und seinerseits wieder gefährliche Angriffe fahren. Shayne Toporowski fehlte allerdings das Glück und Niki Mondt mehr als einmal die nötige Cleverness um den dritten Treffer des ERCI zu markieren. Bis zum Ende des zweiten Drittels bestimmten zwei hervorragend aufgelegte Keeper die Partie, welche die Angriffsbemühungen der jeweils gegnerischen Mannschaft immer wieder im Sande verlaufen ließen.
Im dritten Drittel ließen die Raubkatzen keinen Zweifel mehr aufkommen. Vom Bully weg drängten sie die Schwenninger in ihren Abschnitt hinein und warteten geduldig auf ihre Möglichkeiten. Zwar machte es schnell den Anschein, als ob sie durch eine Strafzeit gegen Rick Goldmann von ihrem Vorhaben abgebracht werden könnten, aber Sam Groleau belehrte das Publikum eines Besseren. Schöner Konter, wieder eingeleitet durch JFJ und diesmal blieb Gordon zweiter Sieger. Bis kurz vor Schluss hatte der ERC die Partie voll im Griff, durch zwei weitere überragende Akteure, Terry Campbell und Shayne Toporowski sogar noch weiter Möglichkeiten. Nachdem diese ungenutzt blieben wurde es am Ende sogar noch einmal spannend. Mehr als der Anschlusstreffer durch Fortier war am Ende für die Gäste aber nicht mehr drin und wäre aufgrund des letzten Abschnittes wohl des Guten auch etwas zuviel gewesen.