ERC Ingolstadt · ArchivZur aktuellen Website →
Saison

Weihnachten am Seilersee

Bereits vor dem Spiel wurde die Rivalität beider Clubs vor dem Stadion durch die beiden Fanlager wortgewaltig ausgelebt. Die Teams standen den Fans in nichts nach und zeigten sich gegenseitig das ein oder andere Mal die Zähne, wie die Strafzeitenstatistik eindrucksvoll erkennen lässt.Zum Spiel: D…

← Zurück zur Übersicht

Bereits vor dem Spiel wurde die Rivalität beider Clubs vor dem Stadion durch die beiden Fanlager wortgewaltig ausgelebt. Die Teams standen den Fans in nichts nach und zeigten sich gegenseitig das ein oder andere Mal die Zähne, wie die Strafzeitenstatistik eindrucksvoll erkennen lässt.Zum Spiel: Der ERC Ingolstadt erwischte einen Blitzstart und ging bereits nach 82 Sekunden im Powerplay durch Jakub Ficenec, der einen Abpraller verwertete mit 1:0 in Führung (Assistenten: Craig Ferguson und Mike Stevens). Iserlohn konnte den Abwehrblock der Raubkatzen erst nach der zehnten Minute erfolgreich durchbrechen. Ian Mcintrye und Franz Fritzmeier drehten das Spiel innerhalb von 37 Sekunden für die Roosters zum 2:1.Nach dem ersten Pausentee wurden die Panther eiskalt mit dem 3:1 durch abermals Ian Mcintyre förmlich überrumpelt. Die Roosters kamen - unterstützt durch ihre Fans - immer besser ins Spiel. Ein ums andere Mal fanden sie den Weg an der Hintermannschaft des ERCI vorbei und suchten den Abschluss, aber Jimmy Waite, der letztes Jahr noch bei den Sauerländern unter Vertrag war, war immer auf Puckhöhe. Eine drei auf eins Situation zu Gunsten der Roosters wurde bravorös entschärft, im direkten Gegenzug gelang Alexander Polaczek den Anschlusstreffer zum 2:3 aus Sicht der Ingolstädter. Noch gab es Hoffnung in den Reihen der Pantherfans, doch als sich einenhalb Minuten vor der zweiten Drittelpause James Black auf den Weg machte und aus halb linker Position abzog und das 4:2 erzielte, wussten auch die kühnsten Optimisten unter den Fans, dass der Ausgleich hier nur mehr mit sehr viel Glück zu schaffen sei. Jimmy Waite war bei diesem Tor auch nicht ganz unschludig, an ihm lag es aber heute sicherlich nicht, vielmehr lud man die Roosters zum Tore schießen ein und verteilte ein Geschenk nach dem anderen.Beispiel gefällig? In Überzahl vertendelten die Ingolstädter im eigenen Drittel die Scheibe, sodass Matt Henderson völlig freistehend auf 5:2 erhöhen konnte (43.). Nach diesem Tor lagen die Nerven der Panther blank, die Folge war eine Boxeinlage mit Brad Burym und Mike Stevens auf Ingolstädter Seite und Bryan Adams und Oliver Bernhardt auf Iserlohner Seite. Es gab jeweils 2+2 Minuten von Schiedsrichter Willi Schimm, der trotz der teilweise etwas hecktischen Partie immer den Überblick behielt. Ken Sutton holte sich in der 48. Spielminute eine 5 + Spieldauerdisziplinarstrafe ab, als er nach einem Check gegen Christian Hommel an der Bande, diesen zu Boden riss und auf ihn einschlug. Somit wird der Ex-NHL-Star den Panthern nächste Woche Freitag gegen die Krefeld Pinguine fehlen. In der folgenden Unterzahl hatten die Raubkatzen so gut wie keine Probleme, erst bei fünf gegen fünf war man im eigenen Drittel wieder völlig desorientiert - James Black nutzte das zu seinem 2. Treffer des Abends - 6:2. Eine Minute vor Schluss gelang Niki Mondt noch das 6:3, das aber nur mehr Ergebniskosmetik war.Alles in allem ein verdienter Sieg der Roosters, dem Tom Pokel aber auch etwas positives abgewinnen konnte. "Wir sind jetzt wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Uns hat heute einfach auch etwas die Spritzigkeit gefehlt."