
Licht am Horizont
Zumindest auf dem Papier war die Mannschaft umgestellt. Auf dem Eis merkte man aber nichts davon. Allerdings knüpften die Panther im ersten Drittel an der desolaten Leistung des letzten Auftrittes in der Saturn Arena an. Die Verunsicherung war den Hausherren deutlich anzumerken. Daran konnte auch…
Ken Sutton erzielte kurz vor Schluss das 4:1
Zumindest auf dem Papier war die Mannschaft umgestellt. Auf dem Eis merkte man aber nichts davon. Allerdings knüpften die Panther im ersten Drittel an der desolaten Leistung des letzten Auftrittes in der Saturn Arena an. Die Verunsicherung war den Hausherren deutlich anzumerken. Daran konnte auch die ersten Möglichkeit für Mike Stevens, der es durch die Mitte probierte nichts ändern. Dies merkten auch die Gäste aus dem Sauerland und so häuften sich allmählich die Angriffsbemühungen der Roosters. Bryan Adams und Matt Higgins versuchten sie sich schon einmal an Jimmy Waite.
Direkt von der Strafbank runter ergab sich für Glen Goodall, der zwei Minuten wegen Halten des Stockes brummen musste, mit Thomas Schinko eine 2:1-Situation, welche Michael Fountain im Kasten der Gäste vereiteln konnte. Was folgte war ein weiteres erbärmliches Überzahlspiel der Panther und, wie könnte es anders sein, der Führungstreffer für die Roosters durch Chris Bartolone.
Wir wissen nicht, was Coach Kennedy und Tom Pokel, der das Spiel heute gemeinsam mit Fabian Dahlem von der Tribüne verfolgte, der Mannschaft gesagt haben, aber es hat gewirkt. Wie ausgewechselt wirkten die Raubkatzen nach dem ersten Pausentee. Die erste Überzahl nutzten die Panther dann auch sogleich zum vielumjubelten Ausgleich. Craig Ferguson markierte diesen auf Zuspiel von Cameron Mann und Ken Sutton. Eine wenig später auf das Tor folgende erneute Powerplay-Situation für den ERCI verlitt Doug Mason, Coach der Roosters dazu eine Auszeit zu nehmen. nach nur einer Minute war der nominelle Vorteil der Raubkatzen dahin, Craig Ferguson musste auf Ingolstädter Seite auf der Bank Platz nehmen. Allerdings übernahm der ERCI nun zusehends das Kommando. Plötzlich harmonierten die Reihen auf dem Eis. Chad Allen von der Blauen, von Stefenelli in Überzahl und ein wunderschöner Move von Cameron Mann stellten Michael Fountain, Keeper des IEC immer wieder auf die Probe, bei einem Nachschuss von von Stefenelli rettete der Pfosten für den bereits geschlagenen Torsteher. Keine Rettung gab es mehr in der 32. Spielminute Jakub Ficenec umkurvt herrlich anzusehen den Kasten und hämmert den Puck mit zwei Mann mehr auf dem Eis gnadenlos in die erkannte Lücke - 2:1 - Führung für die Panther.
Zum Zeitpunkt des Tores verbuchte die Strafzeit von Bryan Adams gerade noch eine Sekunde, was weiterhin Überzahl für den ERCI bedeutete, was den Gastgeber zu weiteren Chancen durch beispielsweise Craig Ferguson veranlasste.
Das schönste Tor des Tages erzielte nach wunderbarem Kombinationsspiel Mike Stevens. Die Vorarbeit dazu leisteten erneut Cameron Mann und Craig Ferguson.
Im weiteren Verlauf brannte es noch einige Male vor dem Iserlohner Kasten. Ein Sonderlob gebührt in dieser Phase auch den sog. Youngsters um Christoph Melischko, Alexander Polaczek und als Center fungierte zumeist Glen Goodall. Kaum war die Reihe auf dem Eis, wurde die Hintermannschaft des IEC schwindlig gespielt.
Im letzten Abschnitt hatten die Panther die Kampfhähne voll im Griff und egal ob Über- oder Unterzahl, die Hausherren erarbeiteten sich ihre Chancen. Doug Ast hatte noch die zwei Besten, bei einem Break in Unterzahl stellte er gleich zwei Mal den Keeper des IEC auf die Probe. Den Gästen aus dem Sauerland fiel in den letzten 20 Minuten allerdings auch herzlich wenig ein. Doug Mason setzte in der 17. Minute noch einmal alles auf eine Karte, als er in Überzahl, bei Bully im Pantherdrittel seinen Keeper bereits vom Eis nahm. Es dauerte nicht lange, da landete die Scheibe vor der Kelle von Ken Sutton, der das Hartgummiteil gezielt aus der eigenen Zone zum 4:1 ins leere Tor schoss.
Bereits am Donnerstag gastieren die Schanzer in Berlin, erst da wird sich zeigen, was der Sieg heute wert war, ob sich die Mannschaft mit dem heute getankten Selbstvertrauen im Aufwind befindet.
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