
Klasse Schlussdrittel bleibt unbelohnt
Die Nürnberg IceTigers gastierten heute in der SaturnArena. Von Beginn an hatte die Partie die erhoffte Würze eines Derbies. Spannende Szenen und Torchancen hüben wie drüben prägten das Gesicht des ersten Drittels. Erwähnenswert noch: die Anzeigetafel fiel die gesamten ersten 20 Minuten aus, die …
Doug Ast erzielte den wichtigen 2:1 Anschlußtreffer
Die Nürnberg IceTigers gastierten heute in der SaturnArena. Von Beginn an hatte die Partie die erhoffte Würze eines Derbies. Spannende Szenen und Torchancen hüben wie drüben prägten das Gesicht des ersten Drittels. Erwähnenswert noch: die Anzeigetafel fiel die gesamten ersten 20 Minuten aus, die Zeit musste manuell gestoppt werden.
Wie bereits erwähnt, verbreitete die erste Periode Kurzweil. Die größten Chancen auf Nürnberger Seite hatten: Stephane Julien und Liam Garvey, auf Ingolstädter Seite versuchten sich zweimal Doug Ast, Glen Goodall und Niki Mondt an Alfie Michaud. Sehenswert war auf jeden Fall noch der Schlagschuss von Ken Sutton, der aus der eigenen Verteidigungszone abzog und Michaud auf eine größere Probe stellte als ihm dies sicherlich lieb war. Gerade zu dem Zeitpunkt als man glaubte, dass in diesem Drittel nichts mehr passieren würde, markierten die Gäste durch Marian Cisar ihren ersten Treffer.
Die Vorgeschichte zum 0:2 fast ähnlich. Wie aus dem Nichts verwandelten die IceTigers durch Jiranek zum 2:0 für ihre Farben. Die Raubkatzen wirkten danach wie von der Rolle. Zwar erwachten sie zu Ende des zweiten Abschnittes noch aus ihrer Lethargie, die cleveren Nürnberger, hatten allerdings keine große Mühe den Gegner fast 40 Minuten lang im Griff zu haben. Aber eben nur fast: Doug Ast läutete zur Aufholjagd und zeigte, dass auch Alfie Michaud verwundbar ist - nur noch 1:2.
Den Angriffsschwung nahmen die Panther mit in den Schlussabschnitt. Gleich nach Wiederbeginn furioser Auftakt der Gastgeber. Jakub Ficenec und zweimal Ken Sutton scheiterten jeweils am glänzend aufgelegten Michaud. Ein Tor lag in der Luft, nur leider - es fiel auf der falschen Seite. Erneut war es Marian Cisar. Der Schlüssel zum Spiel lag vor allen Dingen in der aggressiveren Spielweise bei der zweiten Chance. Bei nahezu jedem Abpraller, war immer ein Nürnberger da, der versuchte die Chance zu verwerten. nachdem beide Lager noch ihre Chancen hatten, bewirkte ein Überzahlspiel, davon 82 Sekunden mit zwei Mann mehr, dass nun sämtlichen taktischen Zwängen Freilauf gewährt wurde.
Was die Schanzer im letzten Drittel abzogen, war wirklich unglaublich. Bis auf eine Breakchance (Waite meisterte 3-2-Situation) war von den IceTigers nun nicht mehr zu sehen. Es spielte nur noch eine Mannschaft, bei der sich nahezu jeder am Scheibenschiessen an Michaud beteiligte. Kaum waren die Gäste wieder komplett, markierte Alexander Polaczek nach schöner Vorbereitung durch Christoph Melischko und Glen Goodall erneut den Anschlusstreffer. Fortan wurde Michaud als allen Lagern und allen Rohren bedient, allerdings fehlte es an Zielwasser. Dies wiederum hatte ein in Ingolstadt bekannter Verteidiger vor dem Spiel zu sich genommen. Stephane Julien krönte seine Leistung mit einem Emptynetter, aus dem eigenen Bullykreis, als Jimmy Waite für einen sechsten Feldspieler Platz gemacht hatte.
Unter dem Strich war die heutige Partie trotzdem ein Schritt nach Vorne. Nürnberg war zwei Drittel lang das überlegenere Team, aber das letzte Drittel lässt auf jeden Fall hoffen.
(ded 2 Morris)
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