Kein Glück im Abschluss
Das Nachholspiel vom 23. Spieltag in Hamburg prägten vor allem die Defensivreihen beider Mannschaften und natürlich die beiden Torsteher zwischen den jeweiligen Pfosten. Im ersten Drittel waren die Ingolstädter die bessere Mannschaft mit mehr Spielanteilen und den besseren Chancen. Die erste gute…
Das Nachholspiel vom 23. Spieltag in Hamburg prägten vor allem die Defensivreihen beider Mannschaften und natürlich die beiden Torsteher zwischen den jeweiligen Pfosten. Im ersten Drittel waren die Ingolstädter die bessere Mannschaft mit mehr Spielanteilen und den besseren Chancen. Die erste gute Chance hatte Cameron Mann, der heute ein ständiger Unruheherd im gegnerischen Drittel war und sich viele Chancen erarbeitete, er scheiterte aber aus nächster Nähe an Christian Künast. Nach zehn Minuten schickte Petr Chvatal Bobby House für zwei Minuten in die Kühlbox, das Powerplay konnte aber nicht zur Führung genutzt werden, obgleich sehr gute Chancen u.a. erneut für Cameron Mann vorhanden waren. Kaum war Hamburg wieder komplett, kam Brad Purdie mit einer tollen Einzelleistung bis vor das Tor von Jimmy Waite, dieser aber zog dem Ex-Krefelder den Zahn. Nur Augenblicke später war es dann aber passiert, Andy Schneider brachte die Scheibe mit einem Querpass vor das Tor, Brad Purdie schoss direkt und erzielte das 1:0 für die Hanseaten.
Dann war wieder der ERC Ingolstadt am Zug. Ausgleichsmöglichkeiten ergaben sich für Doug Ast auf Zuspiel von Cameron Mann und Niki Mondt. Noch vor der ersten Pausensirene hatten die Panther drei weitere hochkarätige Chancen zum Ausgleich. Zunächst hatte Phil von Stefenelli, dessen Schuss noch von Mike Stevens abgefälscht wurde Pech, da der Puck ganz knapp am Tor der Freezers vorbei ging. Justin Harney vergab die nächste Möglichkeit aus sehr aussichtsreicher Position, nachdem er von Thomas Schinko hinter dem Tor mustergültig bedient worden war, war er mit drei Metern aber wohl zu nah am Keeper. Ein herrlicher Pass aus der Defensive der Panther auf Craig Ferguson brachte die letzte Möglichkeit im ersten Abschnitt. Völlig alleine konnte er auf Künast zulaufen, fand aber im Hamburger Goalie seinen Meister.
Zu Beginn des zweiten Drittels musste Glen Goodall wegen Behinderung auf der Strafbank Platz nehmen. Ein weiteres Tor für Hamburg fiel allerdings nicht. Trotzdem musste Jimmy Waite das ein oder andere Mal eingreifen und das 2:0 verhindern. Aber auch die Gäste von der Donau versteckten sich nicht und hatten durch Schinko (29.) oder Ast(30.) weiterhin gute Chancen zum Ausgleich, der aber im zweiten Abschnitt auch nicht fallen wollte. Eine Überzahlmöglichkeit aufgrund einer Strafe gegen Steve Washburn wurde wie schon im ersten Drittel nicht genutzt. Am Ende des zweiten Drittels gab es noch einmal eine Strafzeit gegen beide Mannschaften. Somit starteten die beiden Teams mit 4 gegen 4 ins Schlussdrittel.
Cameron Mann hatte gleich zu Beginn die Riesenchance zum überfälligen Ausgleich, nachdem er von Jakub Ficenec hervorragend freigespielt wurde und alleine auf Künast losstürmen konnte. Wieder blieb der Hamburger Goalie Sieger. Aber auch Jimmy Waite im Kasten der Panther war heute der sichere Rückhalt für den ERCI. Auch wenn Hamburg eher wenig Angriffe fuhr, so waren sie doch immer gefährlich, aber der Ingolstädter Keeper hielt sein Team immer im Spiel. Eine Unterzahlsituation wurde schadlos überstanden, nachdem sich Justin Harney, Yves Racine und Kent Fearns gleichzeitig auf die Strafbank setzen mussten. Danach aber immer wieder die Ingolstädter mit Druck auf Künast - eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf das Tor der Freezers zu. Zunächst vergab Sam Groleau eine Riesenchance im Nachschuss, Glen Goodall hatte sich zuerst versucht. Nur kurze Zeit später wurde Sean Tallaire von Cameron Mann super freigespielt, aber auch er scheiterte am glänzend aufgelegten Christian Künast. Auch Schüsse in Höhe der blauen Linie durch Jakub Ficenec und Chad Allan fanden den Weg nicht ins Tor. Den Höhepunkt der Ingolstädter Sturmflut erwischte Yves Racine, der mit seinem Schuss nur den Pfosten traf (52.). 81 Sekunden vor dem Ende nahm Ron Kennedy Jimmy Waite aus dem Tor - somit spielte man mit fünf Panthern gegen vier Freezers. Jakub Ficenec sah noch einmal die Chance und schoss, aber knapp vorbei. Auch der Nachschuss fand keinen Weg ins Tor. Somit musste man aus Hamburg ohne Punkt heimreisen, obwohl mindestens einer vollkommen verdient gewesen wäre.