
Sieg über Frankfurt bringt Platz 5
Das Spiel begann bereits sehr aggressiv, wobei die Frankfurter noch
Zweifache "Premiere" für Leo Conti<br>Fotos:Hockey-Press
Das Spiel begann bereits sehr aggressiv, wobei die Frankfurter noch
einen Tick aggressiver waren, als die Hausherren. Dies schlug sich
natürlich auch in der Strafzeitenstatistik nieder. Patrick Lebeau und
Mikael Magnusson mussten auf der Strafbank Platz nehmen. Cameron Mann
vergab in der vierten Minute die beste Möglichkeit seine Farben in
Führung zu schießen. Bei Ingolstadt spielte heute Leonard Conti im Tor
für den grippegeschwächten Jimmy Waite. Und das vorweg, er machte seine
Sache heute einwandfrei, allerdings bemühten sich seine Vorderleute auch
ihm seine Arbeit so einfach wie möglich zu machen. Cameron Mann war es
auch, der bei einer Unterzahlsituation plötzlich alleine auf den
Frankfurter Keeper Ian Gordon zustürmte, allerdings war der Winkel über
die rechte Seite bereits zu spitz geworden. Ansonsten egalisierten sich
beide Mannschaften im ersten Drittel weitestgehend. Bis auf die
Situation in der 16. Spielminute, als es Brad Burym nach Zuspiel von
Terry Campbell und Alexander Polaczek gelang die Ingolstädter Führung zu
erzielen.
Im zweiten Drittel waren erst wenige Augenblicke gespielt, da spielte
Günther Oswald einen Zuckerpass auf den losstürmenden Craig Ferguson,
der Ian Gordon in Penaltymanier keinerlei Chance ließ und die
Hartgummischeibe rechts oben im Netz zappeln ließ.
Auf dem Eis machte sich dann bereits der erste Frust bei den
Frankfurtern breit, was sich aber nur teilweise in der
Strafzeitstatistik wiederspiegelte, da der Unparteiische Schurr meistens
dem Geschehen auf dem Eis freien Lauf ließ und sich die Nicklichkeiten
dadurch meistens von selber regelten. Ein sehr dummes Foul von Jason
Young brachte die Raubkatzen dann sogar mit 3:0 in Front. Nur 29
Sekunden regte sich der Ex-Panther in der Kühlbox über seine mehr als
dummes Halten auf, da erzielte Cameron Mann mit einem "doppelten
Beinschuss" nach Zuspiel von Yves Racine und Sean Tallaire den dritten
Ingolstädter Treffer (31.).
Danach schienen die Frankfurter etwas die Nerven zu verlieren, was die
unfaire Spielweise betraf, legten sie noch einen drauf. Höhepunkt war ein
wirklich mieses Foul von Peters gegen den Ingolstädter Keeper (37.). Im letzten Abschnitt ging es so weiter, allerdings ließen sich die
Panther auch durch das 1:3 von Jesse Belanger nicht mehr aus der Ruhe
bringen. Günther Oswald stellte in der 47. Spielminute den
Drei-Tore-Abstand wieder her. Wie bereits beim dritten Ingolstädter
Treffer sah Ian Gordon dabei gar nicht gut aus. Aus nächster Nähe
wuchtete Oswald dem Keeper die Scheibe über dessen rechte Schulter in
die Maschen.
In der 52. Spielminute rastete Daniel Peters völlig aus. Wie ein
Berserker ging er plötzlich auf Cameron Mann los, entledigte sich Helm,
Schläger uns seiner Handschuhe und machte Jagd auf den Ingolstädter
Topscorer. Daraufhin verließ Paul Stanton die Arena, nicht aber wegen
einer Spieldauer, auch er beteiligte sich schlagkräftig an dem Getümmel,
nein mit zwei plus zehn Minuten Strafe hatte er keinerlei Möglichkeit
mehr ins Spielgeschehen einzugreifen. Peters kam wie auch Cameron Mann,
der sich eigentlich nur verprügeln ließ mit einer vierminütigen
(2+2)-Strafe davon. Die Partie plätscherte nun weiter so dahin und der
Unparteiische holte in den Schlussminuten so ziemlich alles nach, was er
in den ersten vierzig Minuten noch durchgehen ließ. Ken Sutton
beispielsweise klatschte auf so eine Strafe in Richtung Schumm und
erhielt dafür auch eine zehnminütige Disziplinarstrafe. Kurz vor Ende
der Partie waren gar vier ERCI-Spieler auf der Strafbank, am Ergebnis
änderte sich jedoch nichts mehr.
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