Ohne drei nichts zu holen
Der dritte Sondzerug in der Geschichte des ERC Ingolstadt führte über 600 Pantherfans am Faschingssonntag nach Kassel. Tolle Stimmung unter den Pantheranhängern war also vorprogrammiert. Ohne drei Verteidiger mussten die Raubkatzen antreten. Chad Allan und Justin Harney waren weiterhin verletzt, …
Der dritte Sondzerug in der Geschichte des ERC Ingolstadt führte über 600 Pantherfans am Faschingssonntag nach Kassel. Tolle Stimmung unter den Pantheranhängern war also vorprogrammiert. Ohne drei Verteidiger mussten die Raubkatzen antreten. Chad Allan und Justin Harney waren weiterhin verletzt, Jakub Ficenec fiel aufgrund einer Schulterverletzung aus. Diese Verletzung resultiert aus einem Check von Ex-Panther Clayton Young am vergangenen Freitag gegen die DEG Metro Stars. Am heutigen Montag diagnostizierte man bei ihm nach einer Kernspinttomographie aber weder einen Bruch noch einen Riss in der Schulter. Man merkt ihm zwar an, dass er angeschlagen ist, aber er wird nicht längerfristig ausfallen. Ob er bereits am nächsten Donnerstag beim Live-Spiel von Premiere wieder dabei sein wird, steht derzeit noch nicht fest, man muss abwarten. Daniel Hilpert übernahm im Spiel gegen Kassel weiterhin die Rolle von Justin Harney, während Neville Rautert Jakub Ficenec vertrat und er mit Ken Sutton ein weiteres Verteidigerpärchen bildete. Die erste Chance in diesem Spiel gehörte den Gastgebern - Brent Peterson testete in der vierten Minute Jimmy Waite zum ersten Mal - der Ingolstädter Keeper blieb aber Sieger. Auch im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts hielt Jimmy Waite seinen Kasten sauber. Sein Gegenüber Joaquin Gage musste aber auch sein ganzes Können aufbieten um einen harten, platzierten Schuss von Cameron Mann in Ingolstädter Überzahl abwehren zu können. Phil Von Stefenelli hatte kurz vor Drittelende Pech, sein Schuss ging nur ganz knapp am Kasseler Gehäuse vorbei.
Nur 54 Sekunden waren im zweiten Drittel absolviert, da konnte Matthias Trattnig Jimmy Waite zum 1:0 für Kassel überwinden. Glück hatten die Panther im folgenden engagiert geführten Powerplayspiel der Huskies um nicht das 2:0 der Huskies hinnehmen zu müssen. Bei 5 gegen 4 (Thomas Schinko saß auf der Strafbank) traf Paul Brosseau nur den Pfosten. Bei 5 gegen 3 nur eine Minute später zeigten die Panther wieder ihr gewohnt gutes Penalty-Killing. Zur Halbzeit der Partie hätte Craig Ferguson, den Ausgleich erzielen können, er scheiterte aber bei seinem Alleingang an Gage. Als Sebastian Jones und Stefan Retzer auf die Strafbank verbannt wurden, nahm Ron Kennedy eine Auszeit um seine Truppe auf das 5 gegen 3 Überzahlspiel einzuschwören. Dieses Powerplay wurde auch genutzt - Cameron Mann, der eine sehr gute Leistung zeigte, erzielte den einzigen Ingolstädter Treffer an diesem Abend - 1:1.
Im Schlussabschnitt agierten beide Mannschaften zunächst noch etwas ruhiger, sodass bei fünf gegen fünf keine Großchancen zustande kamen. In der 51. Spielminute gelang den Kasselern in Überzahl der entscheidende Treffer. Ted Drury hatte mit einem Schuss von der blauen Linie ins Tor getroffen - 2:1. Erst fünf Minuten vor Ende des letzten Drittels fingen die Panther noch einmal an Druck auf das Tor von Gage auszuüben. Yves Racine hatte unter anderem die Möglichkeit zum Ausgleich. 86 Sekunden vor dem Ende des Spiels nahm Ron Kennedy Jimmy Waite vom Eis, sodass man zu sechst gegen vier Kasseler Überzahl spielen konnte, da Ted Crowley in die Kühlbox geschickt wurde. Zu einem weiteren Ingolstädter Treffer hat es aber nicht mehr gereicht.