ERC Ingolstadt · ArchivZur aktuellen Website →
Günther Oswald, zweifacher Torschütze<br>Foto:Hockey-Press
Saison

Panther erkämpfen drittes Heimspiel

(Ingolstadt) Viertelfinale, Spiel Nummer Vier. Bereits in der ersten Minute waren die Hausherren im Glück. Zweimal war es Yan Stastny, der Jimmy Waite anschoss. Nur wenig später bot sich Mike Stevens die Chance in Penaltymanier auf Chabot zuzustürmen, die Nürnberger Verteidiger hatten an der Mitt…

Günther Oswald, zweifacher Torschütze<br>Foto:Hockey-Press

← Zurück zur Übersicht

(Ingolstadt) Viertelfinale, Spiel Nummer Vier. Bereits in der ersten Minute waren die Hausherren im Glück. Zweimal war es Yan Stastny, der Jimmy Waite anschoss. Nur wenig später bot sich Mike Stevens die Chance in Penaltymanier auf Chabot zuzustürmen, die Nürnberger Verteidiger hatten an der Mittellinie geschlafen, es blieb aber beim Unentschieden. Ein erstes Überzahlspiel ließen die Panther ungenutzt verstreichen (7.). Eine zweite Möglichkeit bot sich den Kennedy Cracks ab der 14. Minute. Davor aber hatten sie zweimal brenzlige Situationen zu überstehen, so z.B. als Liam Garvey Steve Larouche mustergültig bediente. Dann aber wie bereits erwähnt das zweite Ingolstädter Powerplay, das schon etwas besser aufgezogen war. Am meisten bekam dies Kevin Dahl zu spüren, er warf sich in einen Schuss von Jakub Ficenec und musste zunächst verletzt vom Eis geführt werden. Kaum komplett war es erneut Garvey, der einen mächtigen Schlagschuss auf Jimmy Waite losließ, aber nicht genau Maß genommen hatte, die Scheibe ging links am Kasten vorbei. Vier Minuten vor dem Ende schlenzt Phil von Stefenelli die Scheibe auf Frederic Chabot, leider befand sich aber niemand in der Nähe des Tores, der den Abpraller hätte aufnehmen und verwerten können. Eine hundertprozentige Möglichkeit vergab Sean Tallaire in der 18. Spielminute, als er vor Chabot völlig freie Bahn hatte, den Keeper aber direkt anschoss. Für den Abpraller war erneut weit und breit kein ERC-Akteur.

Im zweiten Drittel, exakt das gleiche Bild: beide Teams agierten aus einer soliden Defensive und vorne wartete man auf die Fehler des anderen Teams. Und diese ergaben sich auch, erster Nutznießer war Thomas Schinko in der 22. Spielminute. Sein Schlagschuss war für Chabot aber sichere Beute. Seine dritte Chance vergab Mike Stevens bereits in der 24. Spielminute. Bei den Gästen war es erneut Liam Garvey der einen Hochkaräter ausließ (26). Bei einem erneuten Abwehrfehler der Nürnberger in der Vorwärtsbewegung fielen die Panther überfallartig mit zwei gegen einen Mann in das Nürnberger Drittel ein. Jakub Ficenec ließ sich diese Chance nicht nehmen, umkurvte noch einen Verteidiger und netzte zur vielumjubelten Führung für die Gastgeber ein - die tolle Arbeit an der Bande von Christoph Melischko, der diesen Treffer einleitete soll hier nicht unerwähnt bleiben. Nur 59 Sekunden später steigerte sich der Dezibelpegel in der SaturnArena erneut, als Günther Oswald mit dem 2:0 aus nächster Nähe den Doppelschlag komplett machte. Wirkung zeigte der zweite Treffer bei Greg Poss, der gleich danach eine erste Auszeit nahm.

Die Offensive der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Stephane Julien hatte nur sechs Minuten später zuviel Platz im Angriffsdrittel und bewies, dass er mindestens einen ebenso harten Schlagschuss hat als Jakub Ficenec, nur noch 2:1.

Danach waren die Panther wieder dran, unterstützt von einer Strafzeit gegen Stephane Julien belagerten sie den Kasten von Frederic Chabot erneut. Und wieder war es Mike Stevens der, zwar mit einem Hammer, aber nur den Torhüter anschoss.

Eiskalt erwischt wurde Jimmy Waite zu Beginn des letzten Abschnittes. Der Schuss von Marek Posmyk wäre durchaus haltbar gewesen, so aber hieß es nach 41 Minuten plötzlich 2:2.

Auch beim 2:3 durch Greg Leeb machte der Schanzer Keeper eine unglückliche Figur, die Nürnberger Führung hatte sich aber abgezeichnet, sie machten in dieser Phase mächtig Dampf, während die Ingolstädter völlig konsterniert wirkten.

Die Panther steckten aber noch lange nicht auf. Gerade als sie ihre lethargische Phase abstellten, wurden sie von einer Strafzeit gegen Nürnberg zusätzlich nach vorne gepeitscht. Günther Oswald war es, der aus der Mitte des Angriffsdrittels einfach draufhielt, Chabot ohne Chance, nun gab Ingolstadt wieder den Ton an.

Eine großartige kämpferische und technische Leistung zeigte Terry Campbell in der 54. Spielminute und nach dem Pass auf Melischko musste Chabot schon Kopf und Kragen riskieren um den erneuten Rückstand zu verhindern. Chancen danach fast im Sekundentakt. Greg Leeb hämmerte die kleine Hartgummischeibe an den Pfosten und gleich darauf wieder Chabot im Blickpunkt, die Ast-Reihe hatte gewirbelt. Spannend blieb es bis zur - normalerweise - Schlusssirene.

In den Play-Offs bedeutet dies SuddenDeath. Auch hier boten sich beide Teams einen heißen Fight. Chancen waren hüben wie drüben zu sehen, wenngleich die der Hausherren insgesamt gefährlicher waren.

So musste also das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Während bei Ingolstadt Glen Goodall, Jakub Ficenec und Sean Tallaire trafen, konnte bei den Nürnbergern lediglich Martin Jiranek einnetzen. Ingolstadt gleicht damit in der Best-Of-Seven-Serie zum 2:2 aus.