Offensivmaschinerie bringt Eisbären den ersten Sieg
Mit der kompletten Mannschaft reisten die Panther per Flugzeug nach Berlin, um eine optimale Vorbereitung sicherzustellen. Wieder mit von der Partie war Topstürmer Cameron Mann, der noch im Viertelfinale an seiner Handverletzung laborierte.
Mit der kompletten Mannschaft reisten die Panther per Flugzeug nach Berlin, um eine optimale Vorbereitung sicherzustellen. Wieder mit von der Partie war Topstürmer Cameron Mann, der noch im Viertelfinale an seiner Handverletzung laborierte.
Wie schon in den Auswärtsparien gegen Nürnberg mussten die Ingolstädter einen sehr frühen Rückstand hinnehmen. Justin Harney verlor hinter dem eigenen Tor die Scheibe und Mark Beaufait bedankte sich mit dem 1:0 für den klaren Favoriten aus Berlin - gerade einmal 85 Sekunden waren da gespielt. Nur 58 Sekunden später ließ Florian Keller das 2:0 folgen, als die Raubkatzen den Berliner Youngster bis vor Waite passieren ließen. Ron Kennedy nahm nach diesem Rückstand eine Auszeit, um seine Mannschaft wachzurütteln. In der siebten Spielminute musste Sam Groleau wegen Hakens in die Kühlbox, doch Niki Mondt wandelte den numerischen Nachteil in einen Vorteil um und erzielte in Unterzahl den Anschlusstreffer zum 2:1 - den Assistpunkt erhielt Günther Oswald. Begünstigt durch ein Powerplay blieb der ERC sehr gefährlich, was zählbares sprang dabei aber (noch) nicht heraus. Nach diesem Überzahlspiel drängten die Panther weiterhin auf den Ausgleich und erarbeiteten sich ein leichtes Übergewicht - Günther Oswald kam zum Beispiel frei zum Schuss. Berlin blieb dennoch gefährlich und kam durch David Roberts ebenfalls völlig frei zum Schuss - Jimmy Waite reagierte glänzend. Drei Minuten vor dem Ende des ersten Abschnitts musste Glen Goodall wegen Stock-Checks für zwei Minuten vom Eis. Dies hatte Folgen, genauer gesagt ein schlechter Wechsel in Unterzahl hatte folgen für die Panther. Torhüter Oliver Jonas reagierte schnell und brachte die Scheibe sofort in Richtung blaue Linie zu David Roberts der sofort in Richtung Ingolstädter Tor zog und auf Dennis Pederson abspielte - Jimmy Waite konnte jedoch noch einmal parrieren, beim Nachschuss durch Yvon Corriveau war er jedoch machtlos - 3:1 für die Eisbären. Die Panther aber keineswegs geschockt, sofort ging es über Cameron Mann wieder sehr gefährlich nach vorne, im letzten Moment warf sich jedoch ein Berliner zwischen den tötlichen Pass. So ging ein sehr unterhaltsames erstes Drittel in die Pause.
Das zweite Drittel begann für die Panther so, wie das erste Drittel für die Eisbären begonnen hatte. In Überzahl (Darryl Shannon saß auf der Strafbank) machte Glen Goodall aus dem Gewühl heraus, das 2:3. Nur 69 Sekunden später wirbelte die vierte Formation der Panther und schon fiel der Ausgleich - Aleksander Polaczek ließ die mitgereisten Fans mit dem 3:3 Ausgleich jubeln. Die Eisbären erholten sich von diesem Schock aber wieder äußerst schnell und gingen in der 26. Minute erneut in Führung, diesmal traf David Roberts aus einem praktisch unmöglichen Winkel zum 4:3. An der Grundlinie stehend schlenzte er die Scheibe einfach Richtung Tor und war erfolgreich. Man hatte immer das Gefühl, dass jede Mannschaft zu jeder Zeit in der Lage war ein Tor zu schießen. In Überzahl kam Doug Ast ganz alleine vor Jonas zum Schuss, verpasste aber (30.). Die nächste Überzahl hatten wieder die Eisbären und führten es wie fast immer sehr gefährlich - auch diesmal schepperte es hinter Waite - Ricard Persson zielte ganz genau und markierte mit einem Schuss in den Winkel das 5:3. Eine Riesenchance hatte in der 38. Spielminute Doug Ast, als er ganz alleine auf Jonas zulaufen konnte, im letzten Moment wurde er jedoch von den Beinen geholt, sodass Gerhard Lichtnecker nichts anderes übrig blieb, auf Penalty für Ingolstadt zu entscheiden. Sean Tallaire scheiterte aber mit seinem Schuss in den rechten Winkel an Oliver Jonas.
Zwar hatten die Panther im letzten Drittel zu Beginn noch eine Riesenchance zum 4:5, aber im Großen und Ganzen verlegten sich die Eisbären primär auf die Defensive und ließen so fast keine Chancen zu. In der 48. Spielminute versetzte Mark Beaufait mit seinem zweiten Tor an diesem Abend den Panthern den Todesstoß - 6:3 für Berlin. Fortan spielten die Hauptstädter die Partei bis zum Ende cool herunter. Erwähenswert noch einige schöne Aktionen auf beiden Seiten. Erneut war es die vierte Reihe bei Ingolstadt, die für Tumult vor Jonas sorgte: Christoph Melischko spielte die Scheibe direkt vor das Tor der Eisbären wo Aleksander Polaczek wartete - Oliver Jonas mit einem Riesensave! Auf der Gegenseite durfte sich noch einmal Jimmy Waite mit einem Megasave gegen Kelly Fairchild auszeichnen.
Nun geht es am Sonntag um 14.30 Uhr in der Saturn-Arena weiter, wenn die Eisbären bei den Panthern zum zweiten Spiel in dieser Play-Off Serie in Ingolstadt antreten.