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Saison

Vertragsverlängerung mit Jim Boni num 3 Jahre.

Heute wurde endlich Nägel mit Köpfen gemacht. Bis 2003 einigten sich die beiden Parteien den Weg gemeinsam zu beschreiten. Die Rede ist vom ERC Ingolstadt und ihrem Trainer Jimmy Boni. Während Mr. Boni nach der Saison eher ein Zwei-Jahres-Modell vorschwebte, ließ er sich von den Geschäftsführern …

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Heute wurde endlich Nägel mit Köpfen gemacht. Bis 2003 einigten sich die beiden Parteien den Weg gemeinsam zu beschreiten. Die Rede ist vom ERC Ingolstadt und ihrem Trainer Jimmy Boni. Während Mr. Boni nach der Saison eher ein Zwei-Jahres-Modell vorschwebte, ließ er sich von den Geschäftsführern die, ausgestattet mit dem vollsten Vertrauen der Gesellschafter, noch zu einem dritten Jahr überreden.

Der eishockeyverrückte gebürtige Italiener hat nun also noch über drei Jahre Zeit sein Ziel zu verwirklichen: ein Meisterteam zu formieren. Drei Jahre, in denen er als Trainer und sportlicher Leiter in alle Entscheidungsprozesse eingebunden ist und die Mannschaft im Rahmen des verfügbaren finanziellen Rahmens nach seinem Geschmack zusammenstellen kann.

Der eine oder andere mag ins Schmunzeln kommen, wenn er den ERC Ingolstadt der vergangenen Jahre in einem Satz mit dem Meistertitel der zweiten Bundesliga hört. Von Bonis Amtsübernahme profitierte vor allem das spielerische Element, welches im modernen Eishockey immer seltener zu sehen ist. Mit einem Durchschnittsetat formte er ein Team, das sich zu seiner eigenen überraschung über Wochen bereits unter den ersten vier in der Tabelle halten kann und so manchen Verein geschlagen hat, der finanziell ganz anders haushalten kann, als wie man es an der Schanz vermag.

Und nicht nur das, die Mannschaft hat sich mittlerweile soviel Respekt eingespielt, dass sogar eine Spitzenmannschaft wie die des EHC Freiburg in Ingolstadt auf Konter spielt. Die Zuschauer zieht das attraktive Eishockey des ehemaligen italienischen Nationalspielers ebenfalls wieder vermehrt ins Stadion an der Jahnstrasse im Vergleich zum letzten Jahr stieg der Zuschauerschnitt bereits um ca. 400! Zuschauer. Man sieht zwar keine haushohen Siege mehr im Eisstadion an der Jahnstrasse, dafür aber Hockeysport auf höchstem Niveau, mit dem man auch erst einmal umzugehen lernen muss.

Jim Boni hat für jedermann ein offenes Ohr und zeigt auch Verständnis für die Probleme von Fans und Geschäftsleitung und jeder, der sich einmal mit ihm über seine Ziele unterhalten hat, der weiß, dass es ihm mit einem Meistertitel ernst ist.

Zum Erfolg verpflichtet ist er dagegen nicht, denn die Panther zieht es beileibe nicht in die DEL, wie z.B. Düsseldorf oder Hamburg . Sollte es dem Ingolstädter Arbeiterteam dennoch gelingen sich früher oder später sportlich für die höchste deutsche Liga zu qualifizieren, so würde dies einem kleinen Wunder gleichkommen, der Herausforderung würde man sich in Ingolstadt aber auf jeden Fall stellen.

Das eigentliche Ziel von Jim Boni ist es, ein Team zu formen welches sich über die nächsten Jahre ganz oben in der Tabelle etabliert und sich kontinuierlich in die Play-Offs spielt, wo dann Jimmy Boni zufolge: "alles passieren kann".

Immer wieder passiert es, dass einige Funktionäre, zuletzt Iserlohn s Herr Vieler, nicht gut zu sprechen waren auf die kleine, nette Stadt an der Donau. Viel lieber würden diese Herren z.B. in die Rhein-Metropole, als ins Herzen Bayerns reisen. Aber allein die Tatsache, dass sie dies widerwillig tun ist u.a. auch ein Verdienst von Jim Boni. Und darauf kann er und die ganze Ingolstädter Eishockeygemeinde jetzt schon stolz sein.