
Spitzeneishockey in der Saturn-Arena
Ein wirklich hervorragendes und unterhaltsames Spiel bekamen die gut 4300 Zuschauer heute in der Saturn-Arena zu sehen. Von Beginn an ging es auf und ab, obwohl die Panther die klare Mehrzahl der Chancen für sich verbuchen konnten. Bereits nach 11 sekunden hatte Thomas Greilinger die erste Möglic…
Cameron Mann erzielte das 2:1<br>Fotos: Hockey-Press
Ein wirklich hervorragendes und unterhaltsames Spiel bekamen die gut 4300 Zuschauer heute in der Saturn-Arena zu sehen. Von Beginn an ging es auf und ab, obwohl die Panther die klare Mehrzahl der Chancen für sich verbuchen konnten. Bereits nach 11 sekunden hatte Thomas Greilinger die erste Möglichkeit für die Adler - im Gegenzug tauchten Cameron Mann und Jakub Ficenec zum ersten Mal gefährlich vor Huet auf, der heute ein super Spiel ablieferte. Das erste Tor der Partie erzielte Eric Healey nach einer Minute - er klaute die Scheibe im eigenen Drittel von Günther Oswald, startete über die ganze Eisfläche durch und ließ Jimmy Waite keine Chance.
In der Folge boten sich für die Panther mehrere erstklassige Einschussmöglichkeiten. Egal ob Jakub Ficenec (3./PP), Markus Schröder (5.), Günther Oswald per Direktabnahme (9.) oder auch Cameron Mann, mit einem wunderschönen Sololauf (11.) - alle scheiterten sie am Mannheimer NHL-Goalie. Beeindruckend aber auch das Transission-Game der Adler. Das Umschalten von Abwehr auf Angriff klappte perfekt, sodass sich die Gäste ein paar sehr gute Möglichkeiten erspielten, aber auch in Jimmy Waite immer wieder ihren Meister fanden. Zwei weitere hochkarätige Chancen auf Ingolstädter Seite hatten Andy McDonald im Slot (12.) und Christoph Melischko, dessen Handgelenkschuss nur am Pfosten landete. In der 16. Minute gelang aber der überfällige Ausgleichstreffer, der allein schon das Eintrittsgeld heute wert war. Andy McDonald holt sich in der neutralen Zone die Scheibe, spielt weiter auf Günther Oswald, der an der blauen Linie wartet und seinen Stürmerkollegen Marco Sturm, der von hinten durchgestartet war, mit einem Klassepass in den Lauf bediente, sodass "The German Rocket" nur noch Christobal Huet vor sich hatte und diesen auch überwinden konnte - Traumtor und Ausgleich.
Schon nach 30 Sekunden im zweiten Drittel die nächste gute Szene der Raubkatzen - Martin Jiranek hat freie Bahn, sucht aber seinen Sturmkollegen Cameron Mann, doch der Pass in den Slot kam nicht an. Der dritte Mann im Bunde war heute Craig Ferguson, der Doug Ast kurzfristig ersetzte (Adduktorenverletzung). Nur kurze Zeit später durfte diese Reihe auch im Powerplay ran, Huet entschärfte noch den ersten Mann-Schuss, doch gegen die tolle Direktabnahme nur Sekunden später war auch er machtlos - 2:1 (26.). Nur eine Minute später konnte aber Rene Corbet wieder ausgleichen, das Zuspiel kam von Sven Butenschön. Eine Großchance zur erneuten Führung für die Schanzer vergab Marco Sturm (34.), zuvor hatte noch Glen Goodall und im Nachschuss Aleksander Polaczek das 3:2 auf dem Schläger. Eine kuriose Szene lieferte Christobal Huet, der in eigener Unterzahl nach einem Ficenec-Hammer die Scheibe fing, hoch warf und im Stile eines Baseballspielers mit seinem Schläger aus dem eigenen Drittel beförderte - das sieht man auch nicht alle Tage. Zwei Undiszipliniertheiten leisteten sich nur Sekunden vor der zweiten Pause Sven Butenschön, der Marco Sturm von hinten anging und Steve Kelly (Crosscheck gegen Justin Harney). Beide wurden für zwei Minuten völlig zurecht in die Kühlbox geschickt. Francois Groleau wanderte zu allem Überfluss nach gespielten 40 Minuten auch noch mit auf die Strafbank. So hatten die Panther zu Beginn des Schlussdrittels 3 Minuten und 16 Sekunden Überzahl am Stück, davon über eine Minute fünf gegen drei.
Aber in diesem Powerplay lief bei den Raubkatzen nicht viel zusammen, einzig Jakub Ficenec sorgte zweimal für Aufruhr, dabei wäre Huet schon geschlagen gewesen, doch der Mannheimer Goalie, konnte auch den Nachschuss noch halten. Aber auch die Adler suchten nach der überstandenen Unterzahlsituation ihre Chance und kamen immer wieder sehr schnell und gefährlich ins Ingolstädter Drittel - so auch Steve Kelly in der 45. Minute, der völlig frei zum Schuss kam - Jimmy Waite hielt die Panther weiter im Spiel. Aber auch auf der anderen Seite erspielte sich Andy McDoanld zwei sehr gute Torchancen - einmal war Huet Sieger, das zweite Mal rettete das Gestänge für den Mannheimer Keeper. Wieder war es so ein brandgefährlicher Konter der Adler - der die Panther zum zweiten Mal an diesem Abend ins Hintertreffen brachte. Eric Healey, der in der Mitte schön freigespielt wurde hielt drauf, Waite kann zur Seite abwehren, doch Sven Butenschön braucht nur noch ins leere Tor einnetzen - 3:2 für die Adler (53.) Bis zum Schluss gaben die Ingolstädter nie auf und versuchten noch einmal alles - und tatsächlich 16 Sekunden vor dem Ende des Spiels klappte dann der Ausgleich mit Hilfe des sechsten Mannes, in diesem Fall Glen Goodall, doch noch - der Jubel der Pantherfans kannte keine Grenzen mehr.
Im folgenden Penaltyschießen trafen auf Mannheimer Seite Thomas Greilinger, Eric Healey und Andy Delmore, bei den Panthern konnte lediglich Martin Jiranek verwandeln. So ging der Extrapunkt an die Adler, der ERC bleibt aber dennoch weiterhin Tabellenführer der DEL.
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