Lange Nacht in Ingolstadt
Es war eine lange Eishockeynacht in Ingolstadt. Zuerst konnte das Spiel erst mit 30-minütiger Verzögerung angepfiffen werden, da wegen der gestrigen Veranstaltung in der SaturnArena das Eis noch einmal gesäubert
Es war eine lange Eishockeynacht in Ingolstadt. Zuerst konnte das Spiel erst mit 30-minütiger Verzögerung angepfiffen werden, da wegen der gestrigen Veranstaltung in der SaturnArena das Eis noch einmal gesäubert
und aufbereitet werden musste. Gegen 19 Uhr ging es aber dann los. Und das mit einer Unterzahl für die Panther. Wie in den letzten Partien auch, störte dies die Gastgeber in ihren Offensivaktionen wenig. Martin Jiranek und Cameron Mann testeten Adam Svoboda im Tigers-Tor. Danach durfte neben Ken Sutton, der für vier Minuten in die Kühlbox geschickt wurde, Martin Jiranek (Haken) Platz nehmen und die Panther waren für zwei Minuten mit zwei Mann weniger auf dem Eis. Zwar lief es anfangs gut für den ERCI, in der vierten Minute jedoch, stocherte Tomas Martinec im siebten, achten Versuch die Scheibe doch noch über die Linie. Was folgte waren wütende Angriffe der Hausherren, die aber allesamt im Sande verliefen, oder sichere Beute des sicheren Tigers-Schlussmannes waren. Vor allem in Überzahl fanden die Ingolstädter nicht zu ihrem druckvollen Spiel und verloren die Scheibe einige Male auch an der blauen Linie, so dass sie zuviel Zeit für den Wiederaufbau verloren und mit dem 0:1 in die erste Drittelpause mussten.
Im zweiten Drittel fast das gleiche Bild. Schnell gerieten die Panther mit zwei Mann in Unterzahl und Sean Tallaire, im Vorjahr noch im Dress des ERCI nutzte einen schnellen Vorstoß der Gäste zum 2:0. Über links
tankte er sich durch und hämmerte die Scheibe aus seiner Sicht rechts oben ins Eck.
In der 30. Minute checkte ein Nürnberger Spieler einen Ingolstädter an der Ingolstädter Bande, der Hauptschiedsrichter Rademaker stand direkt hinter dem Schanzer und wurde mit voller Wucht an die Bande gedrängt, wo er sich eine Verletzung am Knie zuzog. Nach einer Behandlungspause von etwa 20 Minuten, in der beide Mannschaften vom Eis in die Kabine geschickt wurden, nahm er das Spiel bis zum Ende des Abschnittes zwar wieder auf, musste das letzte Drittel jedoch seinen beiden Linesmen überlassen.
Im Schlussabschnitt erwischten die Nürnberger die Ingolstädter gleich zu Beginn eiskalt. Brad Tapper markierte den dritte Treffer für die Gäste. Zwar konterten die Schanzer noch einmal in Form eines Tores von Chris Armstrong, auf Vorlage von Andy McDonald und Marco Sturm, aber den Rest des Spieles fand weder die eine, noch die andren Mannschaft noch zu einem geordneten Spiel.
Daran nicht ganz unbeteiligt waren Strafzeiten, ausgesprochen durch die beiden Unparteiischen, die für die Besucher im Stadion nicht immer nachvollziehbar waren. Die Panther probierten alles, Martin
Jiranek scheiterte unter anderem mit einem Penalty an dem Nürnberger Schlussmann, der sich am Ende zurecht von den Gästefans feiern ließ, da er die Ingolstädter mit seinem hervorragenden Stellungsspiel reihenweise
zur Verzweiflung brachte. Die Panther fanden einfach kein Mittel diesen Schlussmann ein weiteres Mal zu überwinden. Nachdem Jan Stastny ein weiteres Überzahlspiel zum 4:1 nutzen konnte, löste Nürnberg mit diesem Sieg den ERC Ingolstadt an der Tabellenspitze ab. Kurz vor Schluss noch ein hässlicher Crosscheck des Nürnbergers Tomas Martinec, der dafür zurecht mit Fünf plus Spieldauer vorzeitig zum Duschen geschickt wurde.