
Panther ziehen nach Krimi gegen Berlin ins Pokal-Viertelfinale ein
Der Stellenwert, den die beiden Klubs dem Pokal zumessen hält sich wohl in Grenzen. Auch beim Publikum, heute waren gerade einmal 1817 Zuschauern im Stadion und auch in der Fankurve des ERCI waren heute zum
Günther Oswald mit einem Tor und zwei Vorlagen zum Spieler des Tages
Der Stellenwert, den die beiden Klubs dem Pokal zumessen hält sich wohl in Grenzen. Auch beim Publikum, heute waren gerade einmal 1817 Zuschauern im Stadion und auch in der Fankurve des ERCI waren heute zum
ersten Mal in dieser Spielzeit einige Lücken auszumachen. Sowohl bei den Panthern, als auch bei den Eisbären durften heute die zweiten Keeper ran. Aber auch dem Spielverlauf merkte man an, dass der letzte Biss fehlte.
Im Abschluss sah man heute allerdings schöne Treffer, auf Seiten des Gastgebers sogar zwei schnelle. Craig Ferguson verwandelte gegen Ziffzer mit der Rückhand, nach einem Zuspiel von Brad Burym und Phil von
Stefenelli.
Nur eine knappe Zeigerumrundung später markierte Andy McDonald seinen ersten Treffer des heutigen Abends. Dabei bediente er sich einem Schlittschuh eines Berliners. Eigentlich wollte er von hinter dem Tor in
den Slot passen, der Puck prallte aber von einer Kufe unhaltbar für Ziffzer in das Tor.
Danach gaben die Eisbären etwas Gas und schnell war auf der anderen Seite auch Steffen Karg überwunden. Stefan Ustorf vollendete zum 2:1. Nach dem Anschlusstreffer verflachte die Partie etwas. In einer
Überzahlsituation konnte Ingolstadt noch etwas Druck ausüben, das Tor fiel allerdings etwas später. Erneut war es Andy McDonald, der etwa aus Höhe des Bullypunktes voll durchzog und das Zuspiel von Günter Oswald
zum 3:1 verwertete.
Cameron Mann brachte gleich nach Wiederbeginn etwas Drive in die Partie. Nach einem Stockschlag von Shawn Heins lieferte er sich mit dem Berliner Verteidiger, sowohl auf dem Eis, als auch zwischen den Kühlboxen ein heißes Wortgefecht. Zu Handgreiflichkeiten kam es allerdings nicht. Das erste Tor fiel in der 26. Minute, Denis Pederson markierte den erneuten Anschlusstreffer für Berlin.
Kurz zuvor hätte Christoph Melischko auf 4:1 erhöhen können, der Schanzer Stürmer fand aber in Oliver Jonas seinen Meister. Wie auch wenig später die erste Reihe, in der heute Marco Sturm wegen einer
Knieprellung pausierte. Für ihn agierte Glen Goodall an der Seite von Andy McDonald und Günter Oswald. Schön gespielt, vor allem der extrem schnelle McDonald, aber erfolglos. Besser machte es da Derrick Walser in der 33. Spielminute, er erzielte den 3:3-Ausgleich.
Das war dann des guten doch ein bisschen zuviel. die Raubkatzen wieder im Vorwärtsgang, aber weiter wehrte Jonas alles ab, was auf seinen Kasten kam. Markus Schröder wenig später hätte die Möglichkeit gehabt
ihn zu überwinden, bekam das kleine Hartgummi direkt vor dem Tor jedoch nicht unter Kontrolle. Das machte Günter Oswald in der 38. Spielminute schon besser. In Penaltymanier zeigte er, dass auch Oliver Jonas
bezwingbar war, die Panther gingen wieder mit 4:3 in Führung. Die Freude währte im Schlussdrittel aber nicht lange. Florian Keller erzielte den erneuten Ausgleich in der 45. Minute. Die Panther steckten
aber nicht auf und erzielten eineinhalb Minuten vor Ende das 5:4 durch Martin Jiranek, aber irgendwie konnte man diese Führung nicht halten und acht Sekunden vor der Schlusssirene sicherte Micki Dupont den Berlinern die Verlängerung.
Dort egalisierten sich beide Teams weitestgehend, optische Vorteile, weil die Mehrzahl der Möglichkeiten erarbeiteten sich die Spieler von Ron Kennedy. Die Entscheidung leiteten dann die Berliner ein. Zwar lag
einer ihrer Spieler scheinbar verletzt auf dem Eis, der Unparteiische ließ jedoch weiterlaufen. Die Eisbären hielt das jedoch nicht davon ab um eine weiteren Spieler aufs Eis zu schicken, eine äußerst dumme
Strafzeit, wie sich herausstellen sollte. Eine halbe Minute bevor die Strafzeit abgelaufen war, 32 Sekunden vor Ende der Verlängerung, drückte Glen Goodall einen Abpraller von Ziffzer zum siegbringenden 6:5 über die Linie.
Somit warten die Panther auf ihren Gegner im Viertelfinale, der am kommenden Sonntag während der Partie in Nürnberg, der dort beheimateten IceTigers gegen die Frankfurt Lions, zugelost wird.
Der Stellenwert des Pokals wurde am Ende dann doch etwas ins richtige Licht gerückt. Gästecoach Pierre Page regte sich nach Spielschluss doch vehement über die gerade eben kassierte Niederlage auf.