
Elf Sekunden vor dem Ende schlägt McDonald zu
Knapp war's, am Ende hat es aber dank Andy McDonald doch noch zu einem Dreier gereicht. So spannend wie es am Ende aufgehört hatte, startete die Partie nicht. Es dauerte einige Minuten, bis beide Teams einigermaßen in Fahrt kamen. Dafür gab es in der ersten halben Stunde auch nicht all zu viele U…
Matchwinnre McDonald ezielte den 3:2 Siegtreffer
Knapp war's, am Ende hat es aber dank Andy McDonald doch noch zu einem Dreier gereicht. So spannend wie es am Ende aufgehört hatte, startete die Partie nicht. Es dauerte einige Minuten, bis beide Teams einigermaßen in Fahrt kamen. Dafür gab es in der ersten halben Stunde auch nicht all zu viele Unterbrechungen. Lediglich wegen Strafzeiten musste der Unparteiische Martin Reichert die Partie kurz unterbrechen, davon machte er allerdings auch reichlich Gebrauch. Die zweite Überzahlsituation er Gäste nutzten diese auch gleich zur 1:0-Führung. Matt Higgins markierte den Iserlohner Treffer.
Während die Schanzer langsam aber sicher ihren Chancen hinterherliefen und auch in numerischer Überlegenheit nicht gerade glänzen konnten, gaben sie wenigstens kämpferisch alles. Eine Minute vor dem Ende dann eine Einlage zwischen Cameron Mann und Kevin Mitchell. Zwar war ein Aneinanderrasseln der beiden unausweichlich, allerdings legte Mitchell vom einen auf den andren Moment los wie ein Berserker. Kaum hatte er die Ingolstädter Nummer 10 am Boden, flogen plötzlich nur noch seine blanken Fäuste, dieses Duell wollte er auf jeden Fall gewinnen. Nach Punkten hat er das zwar auch gewonnen, das Duell mit dem Schiedsrichter verloren. Der Unparteiische verordnete Mann zwei plus zwei und dem Iserlohner fünf plus Spieldauer, sehr zum Erstaunen seines Trainers Doug Mason und wohl zugegebenermaßen auch dem einen oder anderen im Stadionrund.
Im zweiten Drittel stand kurzfristig Steffen Karg im Kasten, machte dabei in Unterzahl eine hervorragende Figur, räumte aber knapp sechs Minuten später den Platz wieder für den Stammkeeper Waite. Bei seinem effektiven Kurzeinsatz durfte Karg sogar noch den 1:1 Ausgleich bejubeln. Markus Schröder hat plötzlich durch die Mitte freie Bahn und lässt dem ebenfalls glänzend aufgelegten Dimitri Kotzschnew im Kasten der Roosters keinerlei Chance.
Die Freude über den Ausgleich währte aber keine Minute. Mike York, NHL-Haudegen in Diensten des IEC, gab nicht auf und stocherte solange vor Waite rum, bis er die Lücke fand und den Puck über die Linie drückte.
In der 32. Spielminute hatte York die hundertprozentige Chance seine Farben mit zwei Toren in Front zu bringen, scheiterte allerdings am immer länger werdenden Waite. Wie wichtig nicht nur die ersten beiden Reihen des ERCI sind, zeigte sich heute ein weiteres mal. Die dritte und vierte Reihe wird wohl noch in so manchem Spiel den Unterschied ausmachen und so wohl auch heute im Kampf gegen Iserlohn. Andreas Loth markierte in der 36. Spielminute den vielumjubelten Ausgleich.
Zwar mussten die Panther im weitren Verlauf des zweiten Abschnittes noch etwas zittern, da sie 103 Sekunden lang mit zwei Mann weniger den Sauerländer Angriffsbemühungen ausgesetzt waren, Marco Sturm wäre dabei allerdings fast das Kunststück gelungen in 3-5-Unterzahl einen Treffer zu erzielen. Bei einem Break wurde der Winkel von der linken Seite aber wohl dann doch etwas zu spitz.
Im letzten Abschnitt hatten die Gastgeber dann viermal die Chance mit einem Mann mehr zum ersten Mal in Führung zu gehen, es wollte ihnen aber einfach nicht gelingen. Jetzt war es vor allem die erste Reihe, welche die Entscheidung herbeiführen wollte, es dabei aber fast unerträglich spannend machte. Erst drängten sie auf das 3:2, dann nahm Marco Sturm sogar auf der Strafbank Platz und musste seinen Teamkameraden zusehen, wie sie fast zwei Minuten lang die Scheibe nicht aus dem Verteidigungsdrittel rausbrachten. Am Ende wurden sie aber auch für die Schlussoffensive belohnt. Über Günther Oswald und Jakub Ficenec gelangt der Puck vor die Kelle des wirklich überragenden Andy McDonald, der nach all der Mühe über knapp 60 Minuten elf Sekunden vor dem Ende das Hartgummi in das freie Eck hämmerte.
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