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Eiszeit für Steffen Karg
Saison

Glänzende Mannschaftsleistung

Ohne Jimmy Waite (Knieverletzung), Doug Ast (Fingerbruch), Andy McDonald (Gehirnerschütterung) und Jamie Langenbrunner, der noch nicht lizenziert wurde, mussten die Panther heute beim bayerischen Derby in Nürnberg antreten. Für Waite stand Steffen Karg im Tor, der seine Sache sehr gut machte und …

Eiszeit für Steffen Karg

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Ohne Jimmy Waite (Knieverletzung), Doug Ast (Fingerbruch), Andy McDonald (Gehirnerschütterung) und Jamie Langenbrunner, der noch nicht lizenziert wurde, mussten die Panther heute beim bayerischen Derby in Nürnberg antreten. Für Waite stand Steffen Karg im Tor, der seine Sache sehr gut machte und letztendlich auch ein Garant für den Sieg war.

Eine sehr gut besuchte Nürnberg-Arena sah im ersten Drittel ein hochklassiges, schnelles Spiel bei dem aber auch die Härte keineswegs fehlte - eben ein richtiges Derby. Die erste Überzahlmöglichkeit der Panther (5./6.) blieb zwar noch ungenutzt, doch nur kurze Zeit später zappelte der Puck zum ersten Mal im Netz. Cameron Mann hatte kurz nach der blauen Linie abgezogen und getroffen - allerdings erkannte der Linesmann auf Abseits, sodass es weiterhin beim 0:0 blieb. In der elften Spielminute dann der Gegentreffer in Unterzahl. Zunächst konnten die Schanzer noch eine Unterzahl killen (Aleksander Polaczek / Unkorrekter Körperangriff), die nächste Strafzeit gegen Marco Sturm (Haken) führte dann aber zum 0:1 aus Sicht der Ingolstädter. Die Scheibe landete irgendwie bei Brad Tapper, der den Führungstreffer für die Nürnberger markierte. Aleksander Polaczek brachte daraufhin den Torschützen zu Fall, sodass der Schiedsrichter, Willi Schimm, erneut auf ein Powerplay für die Gastgeber entschied. Doch dem nicht genug, schickte er nur eine Minute später auch noch Günter Oswald in die Kühlbox, der einen absolut sauberen Check an der Nürnberger Bande ansetzte. Die folgende fünf gegen drei Unterzahl (1:01 min) konnten die Kennedy-Cracks zwar noch meistern, doch nur fünf Sekunden später schlug die Scheibe erneut hinter Steffen Karg ein - Torschütze war Tomas Martinec - 2:0. Zu diesem Zeitpunkt glaubten nur wenig Ingolstädter noch an eine Wende, doch die mussten sich eines besseren belehren lassen.

Aleksander Polaczek hämmerte die Scheibe kurz nach der blauen Linie in die Maschen - nur noch 2:1 (16.). Das Zuspiel kam von Jakub Ficenec und Niki Mondt, der heute an allen drei Toren beteiligt war und auch sonst eine tolle Leistung ablieferte.

Im zweiten Drittel ein anderes Bild. Wesentlich weniger Strafen förderte den Spielfluss, was den Raubkatzen ein deutliches Übergewicht verschaffte. Nürnberg kam nur noch sporadisch zu gefährlichen Angriffen durch Konter während die Panther ständig das 2:2 im Visier hatten - die Schussstatistik von 10:21 im zweiten Abschnitt zugunsten der Ingolstädter spricht dabei eine deutliche Sprache. Gleich zu Beginn hatte Günther Oswald die Riesenchance zum Ausgleich, doch Adam Svoboda im Kasten der Franken rettete in höchster Not. Mitte des Drittels dann ein sehr guter Wechsel der ersten Reihe um Martin Jiranek, Marco Sturm und Cameron Mann - doch das Tor wollte nicht fallen. Daniel Hilpert per Bauerntrick (30.) und Niki Mondt (31.) hatten ebenfalls das 2:2 auf dem Schläger. Doch auch Steffen Karg blieb nicht völlig arbeitslos - hin und wieder musste er bei den schnellen und gefährlichen Kontern der Hausherren Kopf und Kragen riskieren um einen höheren Rückstand zu verhindern. Eine weitere hochkarätige Chance vergab Marco Sturm, der aus vier, fünf Metern freie Schussbahn hatte - der Nachschuss von Jakub Ficenec ging knapp neben das Tor (34.).

Im Schlussabschnitt folgte dann die Wende: Zunächst vergab Günther Oswald noch aussichtsreich vor Svoboda in Überzahl (41.). Dann war Steffen Karg wieder mächtig gefordert - er vereitelte eine Martinec-Chance, der nach einem Schnitzer von Ken Sutton im eigenen Drittel, völlig frei vor dem Ingolstädter Keeper auftauchte. Im Gegenzug scheiterte Marco Sturm wieder an Svoboda. Die nächste Gelegenheit wieder für Nürnberg - Ludomir Sekeras erneut alleine vor Karg - doch wieder hielt der Panthergoalie seine Mannschaft im Spiel. In Überzahl (Lasse Kopitz saß auf der Strafbank) gelang dann der Ausgleich: Chris Armstrong eröffnete den Nürnbergern durch ein ungenaues Zuspiel noch eine gute Chance in Unterzahl, doch noch im selben Wechsel war er es, der den entscheidenden Pass in den Slot brachte - Martin Jiranek staubte ab, nachdem zuvor Niki Mondt noch gescheitert war - 2:2 (45.). Nach dem Ausgleich wieder die IceTigers überlegen, doch ein Konter der Youngster-Reihe brachte die 3:2 Führung. Auf Zuspiel von Niki Mondt und Ken Sutton schlenzte Christoph Melischko die Scheibe an Svoboda vorbei ins Tor (52.). Diese Führung ließ man sich nicht mehr nehmen, man hatte sogar in Überzahl die Chance die Führung noch auszubauen. Zunächst versuchte sich Jakub Ficenec zweimal von der blauen Linie - ehe Marco Sturm auf und davon war und noch vor dem Tor quer zu seinem Sturmpartner Martin Jiranek legte, der aber die Scheibe nicht im Tor unterbringen konnte (54./55.). In den letzten Sekunden der Partie wurde es dann doch noch einmal sehr gefährlich. Glen Goodall war für zwei Minuten auf der Strafbank, sodass die IceTigers mit sechs gegen vier agieren konnten. Die Panther brachten den Vorsprung allerdings über die Zeit und konnten somit einen erneuten Sieg in Nürnberg feiern. Ausschlaggebend dafür eine hervorragende Mannschaftsleistung, sowie ein Steffen Karg, der in den richtigen Momenten seine Klasse bewies.

Bildergalerie

2:1 Anschlußtreffer durch Aleksander Polacek
2:1 Anschlußtreffer durch Aleksander Polacek
Siegerjubel zum Derbysieg
Siegerjubel zum Derbysieg