
Schlechte Leistung bringt Panther um Heimvorteil
Mit der mehr als unnötigen Niederlage gegen die Hannover Scorpions, haben die Panther heute im allerletzten Moment das Heimspielrecht in den Play-Offs verspielt. Dabei ging die Partie für die Schanzer gar nicht so schlecht los. In der dritten Minute hatte Cameron Mann nach einem Zuspiel von Marti…
Scorpions hatten allen Grund zum Jubeln, Sieg und vorzeitigen Klassenerhalt
Mit der mehr als unnötigen Niederlage gegen die Hannover Scorpions, haben die Panther heute im allerletzten Moment das Heimspielrecht in den Play-Offs verspielt. Dabei ging die Partie für die Schanzer gar nicht so schlecht los. In der dritten Minute hatte Cameron Mann nach einem Zuspiel von Martin Jiranek bereits den Führungstreffer auf der Kelle, aber Rich Parent im Kasten der Scorpions hatte etwas dagegen. Bereits bei Spielbeginn merkte man den ca. 100 mitgereisten Scorpions-Anhängern ihre gute Stimmung an, mit zahlreichen Trommeln machten sie ein Mords-Spektaktel, dazu aber später mehr. Bei der Möglichkeit von Robert Hock, der das Kunststück fertig brachte, die Scheibe nicht im völlig leeren Tor unterzubringen, schockte die Gästefans in keinster Weise. Danach nahmen die Raubkatzen das Spiel in die Hand, scheiterten aber reihenweise am Keeper der Niedersachsen. Egal ob Ward, Harder, Melischko oder Sutton, reihenweise entnervte der Torsteher die Angriffsbemühungen des ERCI. Auf der Gegenseite war erst wieder in der 12. Spielminute eine kurze Schrecksekunde zu verdauen: Len Soccio hämmerte den Puck an die Unterkante der Latte. Die eher leichtsinnige Spielweise der Panther im eigenen Drittel sollte sich aber noch rächen.
So zum Beispiel in der 24. Spielminute, als Patrick Augusta den Führungstreffer für die Gäste markieren konnte.
Danach folgten zwei Überzahlspiele für die Gastgeber, in denen sie den Ausgleich hätten erzielen können. Über das erste legt man aber lieber den Mantel des Schweigens und beim zweiten Versuch war man zwar druckvoller, vergaß aber den Abschluss zu suchen. Der Ausgleich fiel aber dann doch. In der 34. Spielminute wird Marco Sturm von Andy McDonald mustergültig vor Parent bedient und konnte diesen zum 1:1 überwinden.
Die Freude darüber währte im Lager der Panther aber nicht lange, 130 Sekunden später machte ihnen Len Soccio einen Strich durch die Rechnung und traf zum 2:1 für Hannover.
Soccio war es auch, der kurz nach Beginn des Schlussabschnittes das dritte Tor für seine Farben erzielte.
Wer aber dachte, dass sich die Panther jetzt aufbäumten, der irrte. Hannover war weiterhin die Mannschaft mit den zwingenderen und besseren Möglichkeiten. Logische Folge davon, das 1:4 durch Jason Cipolla.
Die Raubkatzen gaben zwar bis zum Schluss nicht auf, aber vor dem 2:4 wäre eher noch das 1:5 gefallen, Thomas Dolak hatte in der 56. Spielminute gleich dreimal die Chance dazu, scheiterte aber an Jimmy Waite. Die Aufmerksamkeit vieler Zuschauer im Nordbereich des Stadions galt nach dem 1:4 aber sowieso mehr der Stimmung im Gästeblock, als dem Geschehen auf dem Eis. Die Hannoveraner Fans zauberten mit ihren Trommeln sogar einen Hauch von Südamerika in die SaturnArena. Auch wenn dies bei den Anhängern des ERCI nicht über den Verlust des Play-Off-Heimspielrechtes hinweghelfen, nett anzuschauen war es aber durchaus schon.
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