
NHL sticht - ERC mit zwei Matchbällen
Am Montag haben die Panther die Chance wie schon letztes Jahr gegen Nürnberg in eigener Halle das Halbfinale in der DEL klar zu machen.
2:0 durch Jeremy Adduono, es fing gut an für die Haie!
Am Montag haben die Panther die Chance wie schon letztes Jahr gegen Nürnberg in eigener Halle das Halbfinale in der DEL klar zu machen.
Die Haie mussten ohne Hospelt, Schlegel und Alex Hicks, der kurzfristig an einer Magen-Darm-Grippe erkrankt war, antreten. Nach 47 gespielten Sekunden fehlte Hans Zach dann auch noch Eduard Lewandowski, der Aaron Ward von hinten checkte, sodass der NHL-Import verletzt ins Krankenhaus musste. Für den Haie-Stürmer bedeutete dieses Foul gleichzeitig den Gang unter die Dusche - Schiedsrichter Richard Schütz sprach eine 5 plus Spieldauerdisziplinarstrafe aus, sodass Lewandowski auch am Montag in Ingolstadt fehlen wird. Da Marco Sturm im selben Augenblick wegen Beinstellens auch in die Kühlbox verbannt wurde, hatten die Panther nur drei Minuten effektive Überzahl. Zweimal Marco Sturm und ein paar Hämmer von der blauen Linie - ein Tor fiel jedoch nicht.
Ein Sprung in die 12. Spielminute: Innerhalb von 105 Sekunden stand es plötzlich 3:0 für die Haie - was war passiert? Nach einem druckvollen Wechsel der Haie war es Marquis Mathieu, der im Slot die Scheibe zum 1:0 für die Haie an Jimmy Waite vorbeibrachte (10.). In Unterzahl (Chris Armstrong / Beinstellen) dann das 2:0. Die Panther bringen die Scheibe raus und agieren zu offensiv - ein Konter der Haie über Stephane Julien und Dave McLlwain schließt Jeremy Adduono ganz allein vor Jimmy Waite zum 2:0 ab (es war sogar noch eine Strafe gegen den ERC angezeigt, die aber durch das Tor hinfällig wurde). Nach dem zweiten Treffer der Gastgeber checkte Ken Sutton den Haie Stürmer Dave McLlwain mit dem Stock, wofür er zwei Minuten erhielt. Somit also jetzt fünf gegen drei Überzahl der Haie. McLlwain aus dem Slot zum dritten für sein Team und das Spiel schien zumindest aus Haie-Sicht entschieden. Ron Kennedy nahm eine Auszeit und beruhigte sein Team.
In der letztem Minute des ersten Drittels dann die große Chance zum 1:3 aus Ingolstädter Sicht in Überzahl. Andy McDonald hatte zwar nur noch das leere Tor vor sich, allerdings ging sein Schuss aus spitzestem Winkel knapp vorbei. Bis zur Sirene bewährte sich Chris Rogles noch bei zwei Geräten von der blauen Linie durch Jakub "bumm bumm" Ficenec.
In der Drittelpause verwies Ron Kennedy noch einmal auf das Spiel in Düsseldorf, indem man einen 0:3 Rückstand innerhalb eines Drittels wettmachen und das Spiel noch gewinnen konnte.
Die Panther von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft ohne jedoch wirklich gefährlich vor Rogles aufzutauchen. Die Haie machten hinten dicht und hofften so das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Die einzigen Möglichkeiten zum ersten Ingolstädter Tor hatte die NHL-Reihe und da vor allem Andy McDonald. Zunächst ein Schuss nach einem Doppelpass mit Jamie Langenbrunner (28./PP), dann eine tolle Einzelaktion des NHL-Spielers - er geht über die blaue Linie und schlenzt die Scheibe ans Lattenkreuz (30.)! Eine spektakuläre Szene in der 33. Minute: McDonald am Puck, ein Haie Verteidiger kommt ihm entgegen und trifft ihm am Bein, daraufhin überschlägt sich der agile Stürmer, aber zum Glück ist nichts weiter passiert. Fünf Minuten vor dem Pausentee, der erste Ingolstädter Treffer. Auf Pass von Cameron Mann versenkt Doug Ast die Scheibe im Tor der Haie - nur noch 3:1. Jetzt platzte der Knoten und plötzlich Chancen in Hülle und Fülle für den ERC. Die logische Folge, nur 53 Sekunden später: Aus kurzer Distanz netzt Marco Sturm zum ersten Mal in den Play-Offs die Scheibe ein und auf einmal war man nur noch ein Tor hinten.
Im letzten Drittel dann die von vielen nicht mehr für möglich gehaltene Wende durch einen erneuten Doppelschlag der Raubkatzen. Andy McDonald mit einem Mordshammer von der blauen Linie besorgte den Ausgleich (52.) - die Scheibe rutschte durch die Schoner von Rogles und kullerte langsam über die Torlinie - 3:3. Ganze 45 Sekunden später der nächste Treffer. Einen Konter über Craig Ferguson, Glen Goodall und Niki Mondt schloss "Fergy" per Direktschuss erfolgreich zum 4:3 ab.
Die Haie versuchten bis zum Schluss noch einmal alles, jedoch konnten sich die Panther immer wieder befreien. Auch die Herausnahme von Chris Rogles 50 Sekunden vor dem Ende zugunsten eines sechsten Feldspielers brachte nichts mehr.Der ERC Ingolstadt führt jetzt in der Play-Off Serie mit 3:2 und braucht zum Einzug ins Halbfinale nur noch einen Sieg. Schon am Ostermontag treffen beide Teams in der Saturn-Arena erneut aufeinander.
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