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Saison

Berlin schafft den Ausgleich in der Serie

Schon nach 30 Sekunden wäre Oliver Jonas beinahe in die Fußstapfen von Olaf Kölzig getreten, allerdings im negativen Sinne. Er verließ sein Tor und spielte die Scheibe in die Füße von Jamie Langenbrunner, der sofort mit der Rückhand auf das verlassene Tor schoss, allerdings ging das Hartgummiteil…

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Schon nach 30 Sekunden wäre Oliver Jonas beinahe in die Fußstapfen von Olaf Kölzig getreten, allerdings im negativen Sinne. Er verließ sein Tor und spielte die Scheibe in die Füße von Jamie Langenbrunner, der sofort mit der Rückhand auf das verlassene Tor schoss, allerdings ging das Hartgummiteil knapp vorbei. Das war aber der einzige Fehler des Eisbären Torhüters in diesem Spiel, ansonsten mit einer tadellosen und wirkoch guten Leistung. Ein guter Wechsel der NHL-Reihe in der 9. Minute hatte eine Strafzeit gegen Berlin zufolge, dass auch im Gegensatz zum ersten Powerplay (1./2.) gut und erfolgreich geführt wurde. Ken Sutton setzte Andy McDonald drei, vier Meter vor dem Tor wunderschön in Szene und der NHL-Profi hämmerte das Ding unter die Latte - 1:0. Schiedsrichter Chvatal, der heute überhaupt keine Linie im Spiel hatte, bemühte dazu noch den Videobeweis. Sechs Minuten später war der wieselflinke McDonald seinem Doppelpack sehr nahe - Oliver Jonas blieb aber bei diesem Break Sieger. In Überzahl konnten die Berliner noch vor der ersten Pause ausgleichen - Torschütze war Marc Beaufait (16.). Dann ein kurioses Tor für Berlin nur zwei Minuten später. Aaron Ward will die Scheibe aus dem Slot schießen und trifft Marc Beaufait von dessen Körper die Scheibe den Weg ins Tor findet - plötzlich stand es 2:1 für die Gäste, den Treffer bekam offiziell Sven Felski zugeschrieben.

Im zweiten Drittel die Berliner wesentlich aktiver als die Panther und disziplinierter. Negativer Höhepunkt aus Sicht der Panther war die Spieldauerdiszipliniarstrafe gegen Andy McDonald wegen Stockstich an Shawn Heins zur Halbzeit der Partie. Allerdings ging dieser Szene ein heftiger Check von Shawn Heins gegen McDonald in der neutralen Zone vorraus, der aber nicht von Schiri Chvatal geahndet wurde. In Unterzahl hatte zuvor Marco Sturm den Ausgleich auf der Kelle - allerdings wurde er bei seinem Break von hinten entscheidend gestört - der Arm des Schiedsrichters blieb aber unten (Anmerkung des Verfassers: Muss in Deutschland eigentlich erst immer ein Spieler fallen, bevor ein Schiedsrichter pfeifft?). Jimmy Waite bewahrte seine Mannschaft im zweiten Abschnitt mehrmals mit hervorragenden Paraden vor dem 1:3. Er rettete unter anderem gegen Sven Felski bei einer 2-1 Situation (24.) sowie gegen Marc Beaufait, als er im Liegen dessen Schuss über das Tor lenken konnte (32.).

Im letzten Drittel nahmen die Panther das Heft wieder in die Hand. Ken Sutton besorgte folglich auch den Ausgleich zum 2:2 mit einem Hammer von der blauen Linie (44.). Nur 37 Sekunden später folgte die prompte Antwort der Berliner. Derrick Walser tauchte völlig frei vor Jimmy Waite auf und stellte wieder auf 3:2 für sein Team. Die Panther dann in der Folge mit einigen guten Chancen - aber Jonas ließ sich nicht mehr überwinden. In den letzten beiden Minuten agierten die Schanzer mit sechs Feldspielern, während die Eisbären nur deren vier aufbieten durften, da Denis Pederson nach einem Foul an Aleksander Polaczek im Mitteldrittel (Hoher Stock) wie schon am Freitag in Berlin mit einer Zwei-Minuten-Strafe glimpflich davon kam. Dauerfeuer auf das Tor von Jonas, aber die Scheibe ging nicht mehr über die Linie. Somit konnten die Berliner in der Serie zum 1:1 ausgleichen - jetzt heißt es best of three.