
Ingolstädter Panther in allen Belangen überlegen
Yannick Seidenberg setzte nach zwei Minuten das erste Ausrufezeichen, als er zum 1:0 für den ERC einnetzte - zuvor scheiterte noch Glen Goodall mit einem Gewaltschuss gegen Dennis Endraß im Tor der Augsburger, der keinen guten Tag erwischt hatte, aber dazu später mehr. In Unterzahl hat es Ken Sut…
Ex-Eisbär Florian Keller gegen drei Panther
Yannick Seidenberg setzte nach zwei Minuten das erste Ausrufezeichen, als er zum 1:0 für den ERC einnetzte - zuvor scheiterte noch Glen Goodall mit einem Gewaltschuss gegen Dennis Endraß im Tor der Augsburger, der keinen guten Tag erwischt hatte, aber dazu später mehr. In Unterzahl hat es Ken Sutton dann in der 6. Minute vor dem Tor wohl etwas zu genau mit dem "Aufräumen vor dem Tor" genommen. Immer wieder streckte er Manuel Kofler im Slot nieder - man konnte fast meinen, dass Ken Sutton mit dem Augsburger in Anlehnung an den morgen beginnenden Barthelmarkt "Auf und nieder immer wieder" getanzt hatte. Die Folge war eine berechtigte 2 + 2 + 10 + 5 + Spieldauerdiziplinarstrafe wegen Checks von hinten. Die Stadionanzeige zeigte ganze 9 Minuten Unterzahl an - doch die bessere Mannschaft in diesen neun Minuten Unterzahl war eindeutig der ERC. Dies belegt auch das Ergenbis, denn Jakub Ficenec versenkte in der 9. Minute einen Shorthander, nachdem zuvor Martin Jiranek, der heute ein super Spiel ablieferte, am Augsburger Goalie noch gescheitert war. Doug Ast hätte nur zwei Minuten später ein weiteres Tor in Unterzahl bei einem Break erzielen können. 14 Minuten waren gespielt, da zeigte Martin Jiranek sein ganzes Können an der Scheibe - sowas sieht man nicht alle Tage ... Mehrmals tanzte er einen Augsburger Verteidiger aus und hatte sogar noch den Blick für den freien Mitspieler - diese Aktion hätte auf alle Fälle ein Tor verdient gehabt. Im Powerplay erzielte dann Glen Goodall, der heute ebenfalls sehr einsatzfreudig und agil wirkte, das 3:0 - dieses Tor geht aber eindeutig auf die Kappe von Dennis Endraß, der die Scheibe einfach vor dem Tor liegen lässt.
Dann zeigte die heute beste Reihe um Yannick Seidenberg, Christoph Melischko und Christoph Höhenleitner ihr Können. Zunächst ging Yannick Seidenberg mit einem tollen Solo durch zwei Mann durch (18.) - das erste Tor der Reihe erzielte aber Christoph Höhenleitner in Drittel zwei (23.) zum 4:0. Zur Halbzeit der Partie wechselte Ron Kennedy seine Torhüter, Sebastian Vogl ersetzte fortan Jimmy Waite, der tadellos gehalten hatte.
Im letzten Drittel besorgte wiederum Christoph Höhenleitner im Powerplay das 5:0 - der Assist kam von Christoph Melischko. Zum Schluss der Partie konnte man meinen, dass beide Teams verzweifelte Versuche unternahmen einen Faustkampf anzuzetteln. In der 54. versuchten sich Yannick Seidenberg und Christian Eklund, aber beide landeten sofort auf dem Eis - sodass die Linesmen gar keine andere Wahl hatten als sofort dazwischen zu gehen. Wenig später gerieten Doug Ast und Steve Potvin aneinander - doch auch dieses Intermezzo war nur von sehr kurzer Dauer. In derselben Unterbrechung unternahm auch Jakub Ficenec einen Versuch die Augsburger auch mal mit den Fäusten zu bearbeiten, aber der Augsburger Patrick Antiero hatte es sich dann doch noch mal anders überlegt - wer weiß - vielleicht hatte er ja von Ficenec's Faustkampfqualitäten in der Schweiz gehört...
Ach ja nicht zu vergessen - vier Minuten vor Schluss machten die Gäste vom Lech den Shut-Out von Sebastian Vogl zunichte - Roland Mayr fälschte vor dem Tor einen Schuss von Kent Fearns unhaltbar ins Tor des ERC ab - 5:1.
Fazit: Der ERC Ingolstadt in allen Belangen überlegen, mal sehen was das Rückspiel am Sonntag in Augsburg bringt - vielleicht klappt's ja da endlich mit einem (hoffentlich fairen) Faustkampf ...