
ERCI kommt nach 0:2-Rückstand sensationell zurück
Die Panther sind in der Play-Off Serie gegen Hannover nach einem packenden Spiel in der Saturn-Arena mit 2:1 in Führung gegangen. Bei Ingolstadt fehlten zwar immer noch Craig Ferguson und Rob Valicevic, dafür war aber Martin Jiranek, dessen Finger zum Glück nur angebrochen sind, wieder mit dabei.…
Auch die Politprominenz war von der Stimmung mitgerissen
Die Panther sind in der Play-Off Serie gegen Hannover nach einem packenden Spiel in der Saturn-Arena mit 2:1 in Führung gegangen. Bei Ingolstadt fehlten zwar immer noch Craig Ferguson und Rob Valicevic, dafür war aber Martin Jiranek, dessen Finger zum Glück nur angebrochen sind, wieder mit dabei. Die Saturn-Arena war restlos ausverkauft, sodass die Stimmung wieder einmal dem siebten Mann auf dem Eis glich.
Die besseren Chancen zur 1:0 Führung hatten wieder die Gäste aus Niedersachsen. Jimmy Waite war auch heute wieder in Topform und machten zahlreiche Chancen zunichte. Dan Lambert und im Nachschuss Todd Warriner (6.) bissen sich ebenso wie Jonas Lanier (8.) direkt vor dem Tor und Mike Green (9.) an Ingolstadts Nummer 29 die Zähne aus. Auf der anderen Seite scheiterte Doug Ast nach einem No-look-Pass von Cameron Mann an Trevor Kidd (11.). Nachdem Steve Guolla sein Break nicht verwerten konnte, zappelte ein Schuss von Shawn Heins der durch Wally Schreiber noch entscheidend abgefälscht wurde im Netz - 1:0 Hannover (13.). Die Scorpions standen in der Folge sehr sicher in der Defensive und ließen kaum was zu - Patrick Augusta hatte sogar die Riesenchance zum 2:0 frei vor Waite (17.). Zum Ende des ersten Abschnitts durfte sich der ERC mit zwei Mann mehr im Powerplay versuchen. Zwar wurde Jason Holland schön freigespielt (Trevor Kidd hielt den Schuss hervorragend) aber ansonsten war diese Überzahl zu statisch und es blieb beim 0:1 nach zwanzig Minuten.
Nachdem Steve Guolla nach 23 Minuten das 2:0 markierte und Jason Cipolla auch noch vom Bully weg praktisch alleine auf Jimmy Waite zulaufen durfte, glaubten die wenigsten an ein erfolgreiches Comeback der Ingolstädter, angesichts der konzentrierten und bis dahin fehlerlosen Vorstellung der Scorpions. Zur Hälfte des Spiels schlug Play-Off Monster Günter Oswald zurück und erzielte im Fallen den 1:2 Anschlusstreffer (29./Powerplay). Fortan bekamen die Panther deutlich Oberwasser und die Aufholjagd hatte begonnen. Christoph Melischko konnte sich schön durchsetzen und verfehlte nur um Millimeter das Ziel (34.). Bei vier gegen drei Überzahl gelang Jakub Ficenec per Schuss von der blauen Linie der 2:2 Ausgleich (36.). Der Tscheche ließ nur 38 Sekunden später (wie sollte es auch anders sein) das 3:2 per Direktabnahme aus kurzer Distanz folgen und die Saturn-Arena bebte genauso wie die Ehrenloge in der die Politprominenz (u.a. Dr. Edmund Stoiber, Horst Seehofer und Dr. Alfred Lehmann) Platz genommen hatte. Das schönste Tor des Nachmittags ließen die Cracks von Ron Kennedy aber noch vor der Drittelpause folgen. Günter Oswald hielt die Scheibe im Angriffsdrittel und passte weiter auf Florian Keller, der für den rechts mitgelaufenen Martin Jiranek auflegte - 4:2 ERC (Schuss in den Winkel).
Das letzte Drittel war durch zahlreiche Strafzeiten geprägt. So durften die Scorpions gleich zweimal mit fünf gegen drei Überzahl spielen, aber die aufopferungsvoll kämpfenden Panther verhinderten einen weiteren Treffer. Zehn Minuten vor Ende der Partie holte sich Jeff Finley seine zweite 10-Minuten Strafe (schlug die Strafbank-Tür zu) ab und fehlt nächsten Dienstag daher genauso wie Marty Murray, der Yannic Seidenberg nach dem EmptyNetGoal von Glen Goodall (59.) übel in die Bande checkte und dafür fünf plus Spieldauer erhielt. Den Schlusspunkt zum 6:2 setzte Günter Oswald mit einem Gewaltschuss in den Winkel (60.).
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