
Überragender Jimmy Waite führt den ERC zum Sieg
Im dritten Spiel dieser Saison stand das zweite bayerische Derby auf dem Programm. Die Panther waren zu Gast bei den Sinupret Ice Tigers, die in die Saison mit zwei Siegen gestartet waren.
Vor allem im ersten Drittel bewahrte Jimmy Waite den ERC vor einem Rückstand
Im dritten Spiel dieser Saison stand das zweite bayerische Derby auf dem Programm. Die Panther waren zu Gast bei den Sinupret Ice Tigers, die in die Saison mit zwei Siegen gestartet waren.
Schiedsrichter Rick Looker stellte schon nach zwei Minuten den ersten Ice Tiger für zwei Minuten vom Eis. Bei diesem Überzahlspiel taten sich die Jungs von Ron Kennedy noch schwer, nur zwei Schüsse von Holland und Ficenec standen zu Buche. Bei fünf gegen fünf dominierten die Ice Tigers über weite Strecken des ersten Drittels die Partie. Immer wieder musste Jimmy Waite sein Können unter Beweis stellen. Gert Acker, Stefan Schauer und Richard Brennan probierten es jeweils aus der Distanz (5.). In der siebten Spielminute leistete sich Michael Bakos im eigenen Drittel einen fatalen Scheibenverlust - Adrian Grygiel verpasste frei vor Waite die große Chance. Das Powerplay lief bei den Franken flüssig, nur verpassten sie es trotz zahlreicher Chancen Kapital zu schlagen. Michel Periard und Christian Laflamme probierten es desöfteren von der blauen Linie. Die nächste Großchance bekam Michel Periard nach einem punktgenauen Pass von Richard Brennan aus dem eigenen Drittel serviert - völlig unbedrängt konnte der Verteidiger auf Jimmy Waite zustürmen, allerdings schoss er die Scheibe über den Kasten.
Beim nächsten Überzahlspiel des ERC Ingolstadt sprangen dann doch einige gute Möglichkeiten heraus. Zunächst verpasste Daniel Tkaczuk einen scharfen Pass von Jason Holland vor das Tor, Jakub Ficenec probierte es mit dem Hammer von der blauen Line und bei der nächsten Chance war dann die Scheibe sogar im Tor, wurde aber wegen Torraumabseits nicht gegeben (16.). Auf der anderen Seite musste Jimmy Waite zweimal gegen Petr Fical in Unterzahl retten und Matt Higgins verhinderte bei numerischer Gleichheit die Nürnberger Führung auf der Linie (20.).
Ins zweite Drittel starteten die Schanzer mit einer doppelten Überzahlmöglichkeit. Doch bei fünf gegen drei konnten die Nürnberger den Schuss noch abwehren, als dann vier Nürnberger auf dem Eis waren, hatte Michael Waginger zwei gute Chancen aus dem Slot (24.). Die größte Chance zur Führung vergab aber Kapitän Glen Goodall, der das leere Tor nach einem Abpraller (Ficenec hatte geschossen) nicht traf. Die ERC-Verteidigung stand in der Folge auch sicherer und ließ nicht mehr viele Chancen zu, wenn dann aber doch mal ein Nürnberger durch war, stand da immer noch Jimmy Waite, der sich heute in absoluter Topform präsentierte. Das erste Tor des Abends gelang aber dann doch dem ERC - Yannic Seidenberg machte es besser als sein Kapitän und versenkte die Scheibe im Nachsetzen - wieder hatte Ficenec von der blauen Linie abgezogen (28.). Die nächste gute Chance hatte wieder Michael Waginger im Slot, aber Labbe konnte retten (32.). Ein kurioses Tor durften die 100 mitgereisten Pantherfans dann eine Minute später bejubeln. Matt Higgins stürzte mit Labbe ins Nürnberger Tor und Jason Holland schoss aus fünf Metern hoch ins Eck - 2:0 Ingolstadt. In der Folge mehrere Powerplays für Nürnberg, doch die Panther warfen sich in jeden Schuss und Jimmy Waite ließ ganz hinten auch nichts anbrennen - so ging es mit 2:0 in die zweite Drittelpause.
Zu Beginn des Schlussabschnitts mussten die Jungs von Ron Kennedy gleich eine Minute und 49 Sekunden mit nur drei Feldspielern gegen fünf Nürnberger Akteure auskommen. Doch die Panther kämpften bravorös und ließen nicht viele Chancen zu und überstanden diese brenzlige Schlüsselsituation mit Bravour. Auch in der Folge hatten die Ingolstädter die Partie wesentlich besser im Griff als noch im ersten Drittel. Nocheinmal Hoffnung keimte auf Nürnberger Seite auf als fünf Minuten vor Schluss Greg Leeb über links durchgebrochen war und den Shut Out von Jimmy Waite zunichte machte. In den letzten zwei Minuten mussten die Panther noch eine Unterzahl überstehen, doch letztendlich schaukelten sie den Sieg und damit die ersten drei Punkte nach Hause. Nürnberg bleibt also ein gutes Pflaster für den ERC Ingolstadt.