
ERC erobert wieder die Tabellenspitze
Mit einem verdienten 4:2 Derby-Sieg gegen die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg nutzten die Panther die Gunst der Stunde und erklommen wieder den ersten Platz in der DEL, da Mannheim am Nachmittag gegen Düsseldorf mit 0:4 unterlag.
Glen goodall gelang der wichtige 1:0 Führungstreffer (8.)
Mit einem verdienten 4:2 Derby-Sieg gegen die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg nutzten die Panther die Gunst der Stunde und erklommen wieder den ersten Platz in der DEL, da Mannheim am Nachmittag gegen Düsseldorf mit 0:4 unterlag.
Von Anfang an merkte man der Mannschaft von Ron Kennedy an, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte. Nach einem überstandenen Unterzahlspiel durften sich die Ingolstädter zum ersten Mal in Überzahl versuchen, doch nicht einmal die Powerplayaufstellung wurde gefunden. Kaum war Nürnberg aber wieder komplett, da klingelte es im Kasten hinter Jean-Francois Labbe. Glen Goodall brachte die Scheibe von rechts aus unmöglichem Winkel vorbei an Freund in Feind im Tor unter (8.). Im Anschluss folgte eine minutenlange Druckphase der Panther bei fünf gegen fünf auf dem Eis. Die Nürnberger konnten sich nicht aus dem eigenen Drittel befreien und fingen sich prompt das 0:2 ein. Doug Ast setzte die Scheibe am rechten Torpfosten lauernd, noch knapp neben das Tor, aber noch im selben Wechsel erzielte Jeff Tory aus gleicher Position das zweite Ingolstädter Tor - das Zuspiel kam von John Tripp und Doug Ast (11.). Bis zum Ende des Drittels passierte nicht mehr viel, wobei der ERC das Spiel vollends im Griff hatte. Erwähnenswert noch eine Strafzeit gegen John Tripp eine Minute vor Schluss des ersten Drittels: Einen absolut fairen Check an der Spielerbank der Ice Tigers pfiff Schiedsrichter Deubert ab und verhängte zwei Minuten. Auch wenn diese Strafzeit nicht spielentscheind war, so ist es doch ärgerlich, dass selbst die harmlosesten Checks, die fair gefahren werden, von einigen Schiedsrichtern immer wieder mit Strafzeiten belegt werden. John Tripp zu dieser Situation: "Was soll ich machen? Das war ein sauberer Check und du bekommst dafür zwei Minuten. Die Schiedsrichter pfeiffen in dieser Liga teilweise einfach Müll - sie sollten mal nach Nordamerika gehen und sich dort ein paar Eishockeyspiele anschauen."
Ins zweite Drittel starteten die Gäste mit einem Überzahlspiel - 40 Sekunden davon sogar mit fünf gegen drei. Doch kaum waren die Panther wieder komplett, da startete Christoph Melischko ein Break und legte vor dem Gehäuse noch quer auf John Tripp, der von der Strafbank angerauscht kam und keine Probleme hatte, die Scheibe im Tor unterzubringen - 3:0 Ingolstadt (26.). Ein Ausrufezeichen setzte zur Halbzeit der Partie Jason Holland, der einen Wahnsinns-Gerät von der blauen Linie an den Pfosten jagte. Eine Minute vor Ende des zweiten Drittels handelte sich Stefan Schauer nach einem Schubser gegen Jakub Ficenec bei voller Fahrt ins Nürnberger Tor eine fünf plus Spieldauerdisziplinarstrafe ein - zum Glück konnte der ERC-Verteidiger im dritten Drittel weitermachen. Doch der numerische Vorteil auf dem Eis kam nach einem Check von hinten von Doug Ast gegen Ondruschka nicht zu Stande - er erhielt 2 + 10 Minuten.
Nach Ablauf der zwei Minuten gegen Doug Ast und einer weiteren Strafzeit gegen Nürnberg, hatten die Panther sogar die Möglichkeit 53 Sekunden lang mit zwei Mann mehr Powerplay zu spielen. Ein weiteres Tor sprang aber nicht heraus. In der 45. Minute dann der Weckruf für die Gäste von der Noris. Jakub Ficenec warf sich im Torraum auf die Scheibe und Schiedsrichter Deubert erkannte auf Penalty für Nürnberg. Scott King schloss gekonnt zum 3:1 ab. Jetzt keimte wieder Hoffnung bei den mitgereisten Fans und den Nürnberger Spielern auf, die fortan das Geschehen auf dem Eis übernahmen und durch Greg Leeb, der im Slot Jimmy Waite vernaschte, sogar auf 2:3 herankamen (51.). Die Antwort der Panther ließ aber nicht lange auf sich warten. Daniel Tkaczuk scheiterte bei seinem Bauerntrickversuch nur knapp am Pfosten (55.), Jakub Ficenec tankte sich nur zwei Minuten später aber durch die Abwehr der Ice Tigers durch und Michael Waginger schloss zum 4:2 ab. Dem hatten die Ice Tigers nichts mehr entgegenzusetzen und so blieb es beim 4:2 nach 60 Minuten. Die Panther stehen nun wieder an der Tabellenspitze der DEL, da sie ein besseres Torverhältnis vorweisen können als die Mannheimer Adler.