
„Der ERC ist wieder da“
Mit einem eindrucksvollen Spiel haben die Panther heute die Herzen ihrer Fans zurückerobern können. Von der ersten Minute an lief das Spiel der Ingolstädter wieder so wie vor der Niederlagenserie mit dem nötigen Selbstvertrauen. Auch das Powerplay der Schanzer überzeugte heute über weite Strecken…
Florian Keller im Zweikampf mit Travis Brigley
Mit einem eindrucksvollen Spiel haben die Panther heute die Herzen ihrer Fans zurückerobern können. Von der ersten Minute an lief das Spiel der Ingolstädter wieder so wie vor der Niederlagenserie mit dem nötigen Selbstvertrauen. Auch das Powerplay der Schanzer überzeugte heute über weite Strecken und brachte drei Tore ein.
Die erste ERC-Chance hatte Jakub Ficenec, der nach zwei Minuten zum ersten Mal seinen Hammer auspackte. Nach einem absolut sauberen Check von John Tripp, den Schiedsrichter Alfred Hascher als unkorrekten Körperangriff auslegte, kochten die Emotionen der Zuschauer zum ersten Mal hoch (7.). Im folgenden Powerplay ließen die Augsburger die Scheibe gut laufen, doch der Druck auf das Tor fehlte. Die 1:0 Führung gelang den Gästen aber dann doch noch, allerdings wieder bei fünf gegen fünf auf dem Eis. Jakub Ficenec ließ sich von Yannic Dubé düpieren, der mit einem Sonntagsschuss auch noch Jimmy Waite überwand (10.). Um ein Haar hätte Dubé zwei Minuten später das 2:0 folgen lassen, doch diesmal ging die Scheibe knapp vorbei. Die Ingolstädter wachten aber spätestens jetzt auf und fortan wurde das Tor von Rolf Wanhainen ein ums andere Mal unter Beschuss genommen. Hervorzuheben ist hier wieder die Reihe von Daniel Tkaczuk mit Florian Keller und Christoph Melischko, doch auch die anderen Formationen konnten heute absolut überzeugen. In der 14. Minute jubelte das ganze Stadion und auch die Spieler schon, als Christoph Melischko aus dem Slot die Scheibe Richtung Tor beförderte, doch der Unparteiische verweigerte dem vermeintlichen Treffer die Geltung und ließ sich trotz wütender Proteste auch nicht zu einem Videobeweis überzeugen. Doch noch in derselben Minute gelang der hochverdiente 1:1 Ausgleich – Torschütze war Jakub Ficenec auf Zuspiel von Florian Keller und Daniel Tkaczuk. Kurz vor Ende des ersten Drittels hatte Florian Keller bei einer zwei-gegen-eins Situation die große Chance zur erstmaligen Pantherführung, doch die Scheibe trudelte Zentimeter am Pfosten vorbei.
Was im ersten Drittel noch fehlten waren die Tore – die kamen dann im zweiten Abschnitt, unter anderem auch weil die Augsburger zu viele Strafzeiten kassierten. Den Torreigen eröffnete John Tripp in Überzahl, der einen Schuss von Rob Valicevic ins Tor abfälschte und damit den ERC mit 2:1 erstmals in Führung brachte (22.). Der ERC war drauf und dran in weiteren Überzahlspielen das Ergebnis zu erhöhen, doch dies gelang nicht – stattdessen mussten die Ingolstädter die kalte Dusche eines Gegentors in Unterzahl hinnehmen – Torschütze war Craig Darby (28.). Doch die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten – Jakub Ficenec hämmerte die Scheibe von der blauen Linie in die Maschen, sodass eine angezeigte Strafe erlosch – 3:2 Ingolstadt (29.). Nicht einmal eine Minute später schloss der überragende Florian Keller einen Alleingang nach einem langen Pass von Yannic Seidenberg zum 4:2 ab. Bei einem fünf gegen drei Powerplay landete die Scheibe zwar im Tor, doch dieser Treffer wurde aufgrund von Torraumabseits nicht anerkannt (32.). Der Pantherexpress rollte aber dennoch munter weiter - nach einer feinen Kombination über Rob Valicevic und Jeff Tory netzte John Tripp zum zweiten Mal ein (37.). Auch diesem Tor folgte wieder der Doppelschlag – Doug Ast besorgte noch vor der zweiten Pause das 6:2.
Im letzten Drittel ließ der ERC nichts mehr anbrennen und hatte vorne noch einige Möglichkeiten das Ergebnis noch höher zu schrauben. Letztendlich traf aber nur noch Florian Keller in der 57. Minute zum 7:2 in Überzahl (Tosten Fendt wurde nach einem Foul an John Tripp wegen Ellenbogenchecks mit fünf plus Spieldauer belegt), denn das 8:2 durch Daniel Tkaczuk wurde aufgrund von Torraumabseits nicht anerkannt.
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