
Panther bringen sich selbst um verdienten Lohn
BO- Der ERC Ingolstadt hat am Abend bei den Hamburg Freezers eine bittere und zugleich unnötige 3:4- Niederlage nach Penaltyschießen einstecken müssen. Bis drei Minuten vor dem Ende der Partie führten die Panther noch mit 3:2- ehe Hamburg in doppelter Überzahl noch zum späten Ausgleich kam. Am En…
Jakub Ficenec traf zum wichtigen 1:1- Ausgleich- am Ende mussten sich die Panther mit nur einem Punkt in Hamburg begnügen.
BO- Der ERC Ingolstadt hat am Abend bei den Hamburg Freezers eine bittere und zugleich unnötige 3:4- Niederlage nach Penaltyschießen einstecken müssen. Bis drei Minuten vor dem Ende der Partie führten die Panther noch mit 3:2- ehe Hamburg in doppelter Überzahl noch zum späten Ausgleich kam. Am Ende mussten sich die Panther mit nur einem Punkt begnügen.
Im ersten Drittel zunächst wenig Höhepunkte auf beiden Seiten. Die erste nennenswerte Aktion durch Doug Ast. Matt Keith hatte mustergültig auf seinen Sturmpartner aufgelegt, doch Ast verpasste die Scheibe nur knapp (1. Spielminute). Die Mannschaft von Benoit Laporte war zunächst bemüht, die Angriffsbemühungen der Hanseaten bestmöglich zu unterbinden. Und das gelang der ERC- Hintermannschaft mit Bravour, erst in der siebten Spielminute wurde es zum ersten Mal gefährlich vor dem Tor von Jimmy Waite. Im Liegen parierte der Routinier im Kasten der Panther mit einer reflexartigen Bewegung einen Schuss von Elia Ostwald. Diese Chance war zugleich der Startschuss für die Hausherren, das Tempo zu erhöhen. Die Folge: Jimmy Waite hatte nun mehr zu tun, als ihm lieb sein durfte. Der 39- jährige bewahrte sein Team mit einer erneut starken Leistung vor einem Rückstand. Rob Leask (11. Minute), Andy Delmore (15. Minute) und Brad Smyth (16. Minute) brachte Waite schier zur Verzweiflung. Eine Unachtsamkeit kurz vor dem Ende des ersten Drittel brachte dann doch die Führung für die Hamburg Freezers. Vitalij Aab setzte sich durch die Abwehrreihen des ERC durch und drückte die Scheibe zur 1:0- Führung über die Linie. Die Panther hingegen ließen beste Einschussmöglichkeiten ungenutzt und mit diesem knappen Vorsprung für die Freezers ging es in die erste Drittelpause.
Nach dem Seitenwechsel die Panther sogar in numerischer Überzahl- doch die Überzahlsituationen blieben ungenutzt. In der 30. Minute schlug die Scheibe dann doch im Gehäuse von Hamburgs Keeper Pelletier ein. Jakub Ficenec erzielte mit einem Schuss von der blauen Linie seinen fünften Saisontreffer. Dieser Treffer bracht den Panther, wie auch ERC- Coach Benoit Laporte nach dem Spiel einräumte, «das nötige Selbstvertrauen zurück.»
Sieben Minuten später machte sich das auch auf der Anzeigentafel der Color-Line Arena bemerkbar. Michael Waginger vollstreckte im Slot zur erstmaligen Führung der Panther nach gespielten 37 Minuten. Der Jubel auf Seiten des ERC währte allerdings nicht lange. Die Stadionuhr zeigte 39:57 an, als Jimmy Waite erneut hinter sich greifen musste.
Im Schlussabschnitt tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab- Chancen waren eher Mangelware. Im Powerplay behielt Doug Ast (50. Minute) die Nerven und schnappte sich einen Abpraller und hob die Scheibe über Pelletier hinweg ins Netz. Doch wieder einmal bekamen die Panther eine kalte Dusche wenige Sekunden vor dem Ende. Schiri Steffen Klau verhängte zweifelsohne eine mehr als fragwürdige «Doppelstrafe» gegen den ERC und die Hausherren bedankten sich artig und markierten den Ausgleich zum 3:3. Die Verlängerung brachte nichts ein- erst das Penaltyschießen bescherte den Hanseaten den Zusatzpunkt.
Tore: 1:0 (19.) Aab, 1:1 (30.) Ficenec, 1:2 (37.) Waginger, 2:2 (40.) Blanchard, 2:3 (50.) Ast, 3:3 Fortier (57.), 4:3 Fortier (Penalty)
Zuschauer: 7009.
Bill Stewart: «Ich kann nur sagen: Achtung vor dieser Ingolstädter Mannschaft! Sie haben sehr gut gekämpft und uns alles abverlangt. Am Ende sind wir froh, dass wir zwei Punkte geholt haben. Über die Leistung des Unparteiischen kann ich nur sagen, dass er ein Risiko für beide Mannschaften war.»
Benoit Laporte: «Es ist natürlich schwierig für eine Mannschaft zu gewinnen, wenn das gegnerische Team kurz vor dem Ende so ein Vorteil wie heute Abend verschafft wird. Meine Mannschaft hat heute sehr stark gekämpft und durchaus mehr verdient gehabt, als den einen Punkt.»