Relativ unbefriedigend
Es hätte ein großer Befreiungsschlag sein können, nach der 1:5-Heim-Niederlage der Panther gegen die Kölner Haie ist das Verhältnis der Fans zu ihrem Trainer doch enorm schwierig geworden.
Es hätte ein großer Befreiungsschlag sein können, nach der 1:5-Heim-Niederlage der Panther gegen die Kölner Haie ist das Verhältnis der Fans zu ihrem Trainer doch enorm schwierig geworden.
"Ist es das was ihr wollt ? Wir haben die Schnauze voll, Wollt ihr nicht, oder könnt ihr nicht ?" stand auf einem Spruchband in der Fankurve zu Beginn der Partie. Nichtsdestotrotz stand man zwei Drittel lang hinter dem Team und peitschte dies nach vorn. Im ersten Drittel drückten die Haie dem Spiel den Stempel auf. Sie wirkten immer einen Schritt schneller und spritziger als der ERCI. Die Panther wollten, durchaus, aber die Hintermannschaft der Haie hielt dicht. Im ersten Drittel gab es zwei nennenswerte Möglichkeiten und beide waren von den Haien. In der zweiten Minute testet Mike Johnson Jimmy Waite und findet seinen Meister, wie auch Harlan Pratt bei einem Break als die Kölner zum ersten Mal in Unterzahl spielen mussten. Ansonsten egalisierten sich beide Teams fortan weitestgehend in den ersten 20 Minuten. Das Highlight dann noch, durch Müller aus Köln, nein nicht Moritz der im letzten Jahr mit Christoph Melischko die Szene auf dem Eis bestimmte, diesmal war es Marcel Müller, der sich mit Jakub Ficenec ein Duell ohne Handschuhe lieferte, nachdem sich Phillip Gogulla mit dem Kapitän der Panther in die Harre gekommen ist. Naja, Moritz Müller bekam dann auch noch eine zehnminütige Disziplinarstrafe aufgebrummt, irgendwie scheint man dann doch nicht aus seiner Haut zu kommen. Am Spielstand änderte sich jedoch nichts.
Das erste Highlight im zweiten Abschnitt, erneut eine Nicklichkeit. Auf dem Eis werden beide Teams wohl keine Freunde mehr. Die Situation schien schon bereinigt, da kamen sich Michael Waginger und Dave McLlwain in die Haare. Ergebnis des ganzen, zwei Minuten Überzahl für Ingolstadt und zahlreich Strafminuten hüben wie drüben. Dennoch wurden die Panther stärker. Michael Waginger erneut mit einer bärenstarken Leistung und Tobias Draxinger testeten Frank Doyle im Kasten der Haie, leider ohne Erfolg. Der kam aber wenig später. Schöner Pass von Thomas Greilinger auf den Kapitän, der von links das freie Tor vor sich hatte und zur Führung einnetzte.
Wie nah sich beide Teams heute waren zeigt auch die Tatsache, dass der Ausgleich gerade einmal 63 Sekunden auf sich warten ließ. Der Puck wird in den Rückraum gespielt und Philip Gogulla zieht durch, 1:1.
Drei Minuten später eine umstrittene Strafzeit gegen Tobias Draxinger, welche Daniel Rudslätt zur Kölner Führung nutzen konnte (32.). Keine ganze Minute später netzt Rudslätt erneut in Überzahl aus dem Slot ein, Pech für ihn jedoch, dass die Partie von Daniel Piechaczek bereits unterbrochen war.
93 Sekunden hatten die Panther dann noch Zeit mit zwei Mann mehr den Ausgleich zu erzielen, aber man konnte den Puck nicht an Frank Doyle vorbei ins Tor bringen. Jakub Ficenec verlor den Puck bei zwei Mann mehr an der blauen Linie, konnte seinen Fehler aber bravourös wieder ausbügeln indem er im entscheidenden Moment Christoph Ullmann noch am Torschuss hindern konnte. So ging man mit einem 1:2-Rückstand in die zweite Pause.
Den Auftakt zu Abschnitt Nummer drei gaben die Fans. Erneut wurden Transparente entrollt: "Die 80 hat Kraft - Gemeinsam für Chancen kämpfen - und siegen", gemeint war in erster Linie Nationalkeeper Robert Müller, allerdings war die Aktion auch mit einem Seitenhieb auf das eigene Team versehen, und der ging gewaltig in die Hose. In der 45.Minute hätte Allan Rourke um ein Haar noch den Ausgleich markiert, aber auch hier war die Situation bereits unterbrochen. Und wenn es einmal nicht läuft, dann kommt meistens auch noch Pech und in diesem Fall auch ein gehöriges Maß an Unvermögen hinzu. Daniel Rudslätt (47.), Philip Gogulla (50.) und Dave McLlwain (53.) brachten die Haie für den ERCI uneinholbar und irgendwie auch ohne große Gegenwehr mit vier Toren in Führung. Die Fans in der SaturnArena schlossen von der mäßigen Leistung des ERCI auf dem Eis auf den Trainer Benoit Laporte und ließen ihren Unmut teilweise lauthals an dem Coach aus. So endete der Abend für alle beteiligten Parteien, die Kölner einmal ausgenommen, unbefriedigend.