
Panther verlangen dem Deutschen Meister alles ab
Mit 3:5 (1:2, 2:2, 0:1) mussten sich die Ingolstädter gegen die Eisbären Berlin in einem kurzweiligen Spiel mit vielen Torszenen auf beiden Seiten geschlagen geben. Die Schanzer verlangten dem Favoriten alles ab, was auch Don Jackson (Trainer der Eisbären Berlin) nach der Partie zugab. Kampf, Ein…
Torjubel zum 1:1 Ausgleich in Überzahl. Foto: kbumm
Mit 3:5 (1:2, 2:2, 0:1) mussten sich die Ingolstädter gegen die Eisbären Berlin in einem kurzweiligen Spiel mit vielen Torszenen auf beiden Seiten geschlagen geben. Die Schanzer verlangten dem Favoriten alles ab, was auch Don Jackson (Trainer der Eisbären Berlin) nach der Partie zugab. Kampf, Einsatz, Leidenschaft und Siegeswille war über 60 Minuten von allen Panther-Akteuren klar erkennbar - nur die Punkte fehlten am Ende für einen perfekten Eishockeyabend in der Saturn-Arena.
Die Partie begann mit einem Überzahlspiel für die Hausherren, das aber außer zwei Fernschüssen von Bruno St. Jacques und Jakub Ficenec noch nichts einbrachte. Thomas Greilinger brachte Eisbären-Torhüter Rob Zepp nach fünf Minuten schon etwas mehr in Bedrängnis. Der 1:0 Führungstreffer für die Ingolstädter gelang aber dann dem starken Matt Keith im zweiten Powerplay, der einen Hammer von Jason Holland unhaltbar in den Winkel abfälschte (9.). Gleich im Anschluss vergaben die Panther zwei dicke Möglichkeiten zum 2:0. Erst scheiterte Jakub Ficenec von rechts an Rob Zepp (10.), dann biss sich Jason Holland (wurde wunderschön von Glen Goodall freigespielt) mutterseelenallein vor dem Eisbären-Tor die Zähne am Berliner Keeper aus. Ganz bitter aus Ingolstädter Sicht: Mit dem direkten Gegenzug nach der Holland-Chance markierten die Eisbären das 1:1, deren individuelle Klasse vor allem bei den Toren immer wieder zum Vorschein kam. Torschütze war Andre Rankel auf Zuspiel von Mark Beaufait und Nathan Robinson (12.). Zweieinhalb Minuten vor dem Ende des ersten Abschnitts nutzte Sven Felski seine Freiheiten im Angriffsdrittel zur 2:1 Führung des Deutschen Meisters.
Direkt nach Wiederbeginn erhöhte Mark Beaufait gar noch auf 3:1 für die Berliner. Aber der ERC fand recht schnell eine Antwort durch zwei Tore von Michael Waginger (23.) und Yves Sarault (24.) und war mit 3:3 wieder mitten drin im Spiel. Mit ein bisschen mehr Glück und Abgezocktheit wäre dann sogar die Führung für die Ingolstädter drin gewesen. Erst scheiterte Michael Bakos mit der Rückhand frei vor dem Tor (26.), dann verpassten es Matt Keith und Michael Waginger per Nachschuss bei einem Zwei-gegen-Eins Konter (wohlgemerkt bei Ingolstädter Überzahl) die etwas zu offensive Berliner Ausrichtung in Unterzahl mit dem 4:3 zu bestrafen (28.). Besser machten es da die Eisbären in deren Powerplay, als Richie Regehr seinen Hammer von der blauen Linie auspackte und die Berliner wieder mit 4:3 in Front schoss (34.).
Der Aufreger im Stadion im letzten Drittel war eine fünf plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Yves Sarault in der 50. Minute wegen Hohen Stocks an Florian Busch, der sich an der Bande krümmte und dann das Eis verließ. Der Schiedsrichter, Alfred Hascher, ließ das Spiel nach der Aktion aber erst noch minutenlang weiterlaufen. Erst bei der nächsten Unterbrechung schloss er sich mit seinen Linesmen kurz und schickte daraufhin Yves Sarault zum Duschen (Foul mit Verletzungsfolge). In dieser fünfminütigen Unterzahlsituation kochten die Emotionen sowohl im Stadion als auch bei Jimmy Waite hoch, der einmal eine gefangene Scheibe Richtung Hauptschiedsrichter schoss und dafür noch zehn Minuten Disziplinarstrafe aufgebrummt bekam. Nichtsdestotrotz kämpften sich die Panther bravorös durch die fünf Minuten, konnten aber das spielentscheidende 5:3 durch Andre Rankel auch nicht mehr verhindern (51.). Einen wirklichen Ingolstädter Schlussspurt ließen einerseits die Berliner nicht mehr zu, andererseits kosteten die vorherigen Minuten den Panthern auch zuviel Kraft um noch einmal auf 5:5 herankommen zu können.
Bereits am kommenden Dienstag geht es im Heimspiel ab 19:30 Uhr gegen die Hamburg Freezers - alle Dauerkartenbesitzer dürfen eine Person gratis zum Spiel mitnehmen.
Bildergalerie

