Stimmungsvoller Abschied in den Sommerurlaub
Rien ne va plus – nichts geht mehr, unter diesem Motto stand die Partie, nachdem Daniel Piechaczek um 14:300 Uhr zum Eröffnungsbully aufforderte und das kleine Hartgummi aufs Eis schleuderte. Beide Teams nur noch um die goldene Ananas spielend, wollten jedoch zumindest noch schönes Eishockey lief…
Rien ne va plus – nichts geht mehr, unter diesem Motto stand die Partie, nachdem Daniel Piechaczek um 14:300 Uhr zum Eröffnungsbully aufforderte und das kleine Hartgummi aufs Eis schleuderte. Beide Teams nur noch um die goldene Ananas spielend, wollten jedoch zumindest noch schönes Eishockey liefern was ihnen phasenweise auch gelungen ist, auch wenn der letzte Kick am Ende doch fehlte, immerhin gab es noch eine Verlängerung und in der ein versöhnliches Ende durch das 4:3 von Duncan Milroy.
Gleich zu Beginn wurde klar, wem die heutigen Sympathien der Schanzer Anhänger galten. Zwei Riesen Transparente wurden entrollt, mit denen man den scheidenden Keeper Jimmy Waite für die vergangenen sechs Spielzeiten dankte. Aber auch die Kölner nicht unerfinderisch. Unter dem Motto „Playa statt Play-Offs“ waren viele Haie-Fans mitgereist, statteten sich mit Luftmatratzen, Strandbällen und sonstigen Gummi-Ungetümen aus und machten wie auch später die Schanzer Fans einen auf „Wir freuen uns auf Sommerurlaub“.
Auf dem Eis anfangs zwar viel Gewusel, richtig dicke Chancen gab es jedoch erst am Ende des ersten Drittels, als Torsten Ankert und dann auch noch Jerome Flaake auf die Strafbank mussten. Die Schanzer hatten nun im ersten Drittel noch die Möglichkeit 23 Sekunden lang mit zwei Mann mehr in Führung zu gehen, aber es kam anders. Ein Pass von Yannic Seidenberg an die blaue Linie war für Bruno St.Jaques einen Tick zu hart, Christoph Ullmann hatte aufgepasst, fing das missglückte Zuspiel an der blauen Linie ab und war durch. St.Jaques versuchte zwar noch mit einem Stockschlag Ullmann die Scheibe wegzuschlagen, bekam dafür auch prompt einen erhobene Hand der Unparteiischen, aber Ullmann egalisierte diese, indem er eine Sekunde vor Ende des ersten Drittels zur Kölner Führung einschob.
St. Jaques bügelte seinen Fehler allerdings gleich wieder aus, als er 17 Sekunden nach Wiederbeginn den Ausgleich herstellte.
Die Panther nach dem Ausgleich auch spielbestimmend, Jean Francois Boucher hämmerte den Puck in Unterzahl an den Pfosten (25.) und wenig später konnte Rene Röthke ein Break nicht nutzen. Besser machte dies Yannic Seidenberg, der in der 29. Minute den lange erwarteten Führungstreffer der Hausherren erzielen konnte.
Matt Keith hätte dem noch einen drauf setzen können, Glen Goodall ließ für ihn liegen aber auch er scheiterte wie auch Röthke zuvor am gut aufgelegten Frank Doyle im Kasten der Haie. Danach verflachte die Partie etwas.
Dies änderte sich erst ab der 50 Minute wieder, Daniel Rudslätt markierte den Ausgleich, ehe Rene Röthke mit einem schönen Treffer zwei Zeigerumdrehungen später die Führung wieder herstellen konnte.
Neben dem 0:1 fingen sich die Panther kurz vor dem Ende ein weiteres blödes Tor ein. Michael Waginger saß gerade auf der Strafbank, als Rupert Meister 37 Sekunden vor dem Ende auch noch seinen Keeper vom Eis nahm um wenigstens für wenige Sekunden mit zwei Mann mehr zu agieren. Dies hat sich auch ausgezahlt. Marcel Müller gelingt es den Puck aus dem Gewühl über die Linie zu stochern, es ging in die Verlängerung.
Eine Strafe gegen die Haie leitete dann die Entscheidung ein. Ein Powerplay wie man es in Ingolstadt hätte öfter sehen wollen brachte durch Duncan Milroy den Siegtreffer.
Nach dem Ende wurden in der SaturnArena noch die scheidenden Akteure offiziell verabschiedet. Aber auch der Kölner Spieler Dave McLlwain beendete gestern nach der Partie seine 22 Jahre lang dauernde Karriere auf den Kufen und wurde ebenso umjubelt, wie am Ende natürlich auch Jimmy Waite, dem die Ehre zuteil wurde, dass man sein Trikot, wie in der NHL, unter das Hallendach hing und ihm versprach diese Nummer „29“ nicht mehr zu vergeben. Somit am Ende doch noch ein versöhnlicher Abschied, der tausende noch in der SaturnArena verweilen ließ, bevor man sich für ca. ein halbes Jahr wieder in alle Winde verstreute.