
Panther entscheiden Spiel innerhalb von 57 Sekunden
Der ERC Ingolstadt zeigte wieder einmal über weite Strecken ein sehr ansehliches Heimpspiel und besiegte die Kassel Huskies mit 7:4. Mit dem Zwischenstand von 6:1 nach zwei Dritteln schien das Spiel schon gegessen zu sein und alle fragten sich nur noch ob es diesmal zweistellig werden würde, alle…
Tyler Bouck und Pat Kavanagh legten sich gegenseite jeweils ein Tor auf. Foto: Stefan Bösl - www.kbumm.de
Der ERC Ingolstadt zeigte wieder einmal über weite Strecken ein sehr ansehliches Heimpspiel und besiegte die Kassel Huskies mit 7:4. Mit dem Zwischenstand von 6:1 nach zwei Dritteln schien das Spiel schon gegessen zu sein und alle fragten sich nur noch ob es diesmal zweistellig werden würde, allerdings kamen die Huskies im letzten Abschnitt noch einmal bis auf 6:4 heran, auch wenn die Panther in den letzten zwanzig Minuten mindestens zwei Gänge zurückschalteten.
Das erste Ausrufezeichen setzte der insgesamt schwache Schiesrichter Ulpi Sicorschi, der in einem nicht überhart geführten Spiel viel zu viele Strafzeiten auf beiden Seiten pfiff und bereits nach drei Minuten zwei Panther für jeweils zwei Minuten hinausstellte. Das folgende fünf gegen drei Unterzahlspiel überstanden die Ingolstädter dank konzentriertem Penalty-Killings wie so oft schadlos - die beste Torchance hatte Alex Leavitt per Nachschuss. Erst nach neun gespielten Minuten konnte der ERC bei vier gegen vier auf dem Eis die erste Großchance für sich verbuchen, als Michael Bakos von der blauen Linie aus abzog, dabei konnte Adam Hauser gerade noch abwehren. Die Huskies handelten sich eine weitere Strafzeit aufgrund eines fünften Mannes auf dem Eis ein, sodass der ERC mit vier gegen drei Powerplay spielen konnte. Dabei erzielte Prestin Ryan nach einer traumhaften Direktkombination über Bruno St. Jacques und Thomas Greilinger das 1:0 (10.). Josh Soares vergab nur wenige Sekunden später in Unterzahl (Kassel kassierte erneut eine Strafe) eine Großchance zum Ausgleich, als er den Abpraller von Dimitri Pätzold nach seinem Schuss am leeren Tor vorbeisetzte. Den Schlusspunkt im ersten Drittel setzte Thomas Greilinger aus dem Slot mit dem 2:0 (19.).
Bei einem fünf gegen drei Überzahlspiel für den ERCI zu Beginn des zweiten Drittels verpasssten Bob Wren, Rick Girard und Tyler Bouck (fünf gegen vier) das 3:0. Auf der anderen Seite rettete Dimitri Pätzold gegen Thomas Holzmann sensationell (24.), als beide Teams zur Abwechslung mal vollzählig auf dem Eis waren. In nächsten Minuten spielten die Huskies wieder in Überzahl (davon 17 Sekunden fünf gegen drei) und verkürzten durch Josh Soares auf 2:1 (27.). Nur zweieinhalb Minuten später stellte Ben Clymer per Schlenzer in den rechten Winkel den alten Abstand wieder her und leitete damit zugleich den Torreigen innerhalb vn 57 Sekunden ein. Das 4:1 erzielte Tyler Bouck, als er in der Luft (!) eine genau getimte Hereingabe von rechts durch Pat Kavanagh ins Tor abfälschte. Nur 16 Sekunden später schloss Bob Wren sein Break auf Zuspiel von Michael Bakos erfolgreich zum 5:1 ab, was gleichzeitig auch einen Torhüterwechsel (Stephan Ritter kam für Adam Hauser) sowie eine Auszeit bei den Nordhessen nach sich zog. Tyler Bouck revanchierte sich für das schöne Zuspiel von Pat Kavanagh, der in der 34. Minute noch das 6:1 für die Panther nachlegte. Eine Minute später stellte Sicorschi innerhalb kürzester Zeit zwei Huskies vom Eis, sodass die Panther für knappe zwei Minuten mit zwei Mann mehr agieren konnte. Bis auf einen Pfostenschuss durch Tim Hambly sprang bei diesem Powerplay nicht viel heraus.
Im letzten Drittel schalteten die Ingolstädter gleich mehrere Gänge zurück, sodass Kassel durch zwei Tore von Hugo Boisvert (41. und 59./Überzahl) und Sean Tallaire aus unmöglichem Winkel (53.) noch einmal bis auf 6:4 herankam. Sieben Sekunden vor dem Ende setzte Joe Motzko per EmptyNetGoal den Schlusspunkt in einer unterhaltsamen Partie.