
Deutlicher Heimsieg gegen Frankfurt
Die Ingolstädter Panther zeigten gegen den enttäuschenden Tabellenführer der DEL, die Frankfurt Lions, eine starke Leistung und gewannen hochverdient mit 6:3, nach einer zwischenzeitlichen 5:1 Führung. Bruno St. Jacques kassierte im zweiten Drittel eine unberechtigte fünf plus Spieldauerdisziplin…
1 Tor und 1 Assist für Matt Hussey. Foto: Florian Staron - www.kbumm.de
Die Ingolstädter Panther zeigten gegen den enttäuschenden Tabellenführer der DEL, die Frankfurt Lions, eine starke Leistung und gewannen hochverdient mit 6:3, nach einer zwischenzeitlichen 5:1 Führung. Bruno St. Jacques kassierte im zweiten Drittel eine unberechtigte fünf plus Spieldauerdisziplinarstrafe wegen Hohen Stocks, wie auf den Videobildern eindeutig zu sehen ist. Daher hat der ERC Ingolstadt direkt nach dem Spiel Einspruch bei der DEL gegen diese Spieldauerstrafe eingelegt.
Der ERCI legte einen Blitzstart hin und ging bereits nach 23 Sekunden durch Ben Clymer mit 1:0 in Führung, der in der neutralen Zone völlig freistehend von Thomas Greilinger bedient wurde und Ian Gordon die Scheibe durch die Hosenträger schob. In der Folge hatten die Panther drei Unterzahlsituationen zu überstehen (Walsh, Ryan und Ficenec saßen auf der Strafbank) – allerdings hatte der ERC in Unterzahl (!) die besseren Tormöglichkeiten – Pat Kavanagh (3.) sowie Tyler Bouck und per Nachschuss Bruno St. Jacques (5.) verpassten das 2:0. Die Panther machten es in eigener Überzahl besser als die Lions und erzielten in eigener Überzahl das 2:0 (15./Jeff Ulmer saß in der Kühlbox). Joe Motzko nahm Maß und traf auf Zuspiel von Bouck und Kavanagh. Mit diesem Vorsprung ging es auch in die erste Drittelpause.
Zwar konnten die Gäste kurz nach Wiederbeginn durch Thomas Oppenheimer auf 2:1 verkürzen (24.), allerdings stellten die Frankfurter selbst zwei Minuten später in eigener Unterzahl den alten Abstand wieder her – Joe Motzko passte in den Slot und von da aus bugsierte Michel Periard den Puck ins eigene Tor – 3:1. Innerhalb von nur 58 Sekunden zogen die Panther dann zur Mitte des Spiels bis auf 5:1 davon. Beim 4:1 ließ Thomas Greilinger die Frankfurter Abwehr wie Slalomstangen stehen und vernaschte auch noch Torhüter Ian Gordon – dieser Treffer war alleine schon das Eintrittsgeld wert! Das 5:1 erzielte Michael Waginger in Überzahl, der einen Schuss von Matt Hussey im Slot erfolgreich abfälschte (32.). Nur sechs Sekunden nach später wurde Bruno St. Jacques nach einem fairen Check an der blauen Linie des ERC gegen Josh Langfield mit fünf plus Spieldauerdisziplinarstrafe wegen Hohen Stocks mit Verletzungsfolge in die Kabine geschickt. Wie die Videobilder eindeutig zeigen, lag Schiedsrichter Richard Schütz hier falsch. Gecheckt wurde Langfield völlig korrekt mit der Schulter, erst die Berührung mit St. Jacques Helm verursachte die Verletzung im Gesicht (Langfield konnte jedoch weitermachen) – der Stock war zu jeder Zeit am Boden und war an der Aktion überhaupt nicht beteiligt, sodass eine Strafe wegen Hohen Stocks definitiv falsch ist. Der ERC Ingolstadt hat aufgrund der eindeutigen Sachlage Protest bei der DEL eingelegt und erwartet nun, dass die automatische Spielsperre gegen St. Jacques am kommenden Freitag aufgehoben wird. In der folgenden fünfminütigen Unterzahlsituation wurde zudem noch Jakub Ficenec wegen Behinderung für zwei Minuten vom Eis verbannt, sodass der ERC zwei volle Minuten mit zwei Mann weniger agieren musste. Die Frankfurter nutzten diese Gelegenheit zum 2:5 durch einen Direktschuss von der blauen Linie durch Michel Periard (36.). Zwei Minuten vor Ende des Drittels hatte Thomas Greilinger noch eine einhundertprozentige Torchance, als er Ian Gordon wieder aussteigen ließ aber letztlich am Schlittschuh eines Frankfurter Verteidigers scheiterte.
Im letzten Drittel verpassten es die Ingolstädter zunächst eine 1:38min lange doppelte Überzahlsituation zu einem weiteren Treffer zu nutzen (46.). Den Treffer erzielte aber Matt Hussey wenig später per Direktschuss bei fünf gegen fünf auf dem Eis – 6:2 ERC (53.). Den Schlusspunkt setzte Eric Schneider, der in Unterzahl ein Break zum 6:3 Endstand verwandelte. Ansonsten hatten die Frankfurt Lions im Schlussabschnitt zwar noch einige Schüsse auf das ERC-Tor zu verzeichnen, die für Dimitri Pätzold allerdings nie ein ernstes Problem darstellten. Der ERC-Sieg war zu keinem Zeitpunkt mehr gefährdet.
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