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Zweifacher Torschütze: Vince Bellissimo erzielte das 5:0 und 6:0. Foto: Stefan Bösl - www.kbumm.de
Saison

„Beste Saisonleistung meiner Mannschaft“

Wieder einmal sahen die Zuschauer in der Saturn-Arena einen begeisternden Auftritt des ERC Ingolstadt. Mit 6:1 schickten die Panther den Mitfavoriten um die DEL-Meisterschaft nach Hause, auch wenn das Spiel nicht ganz so einseitig war, wie es das Ergebnis vermuten lässt.

Zweifacher Torschütze: Vince Bellissimo erzielte das 5:0 und 6:0. Foto: Stefan Bösl - www.kbumm.de

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Wieder einmal sahen die Zuschauer in der Saturn-Arena einen begeisternden Auftritt des ERC Ingolstadt. Mit 6:1 schickten die Panther den Mitfavoriten um die DEL-Meisterschaft nach Hause, auch wenn das Spiel nicht ganz so einseitig war, wie es das Ergebnis vermuten lässt.

Den besseren Start erwischten die Gäste aus der Kurpfalz. Nach einem Fehlpass von Tylor Bouck hatte Frank Mauer freie Bahn auf das ERC Tor und scheiterte zum ersten Mal an Dimitri Pätzold (2.), der wie seine Teamkollegen eine tolle Leistung bot. Nur zwei Minuten später rettete der ERC Keeper erneut gegen Colin Forbes in höchster Not. Die erste ERC-Chance hatte Glen Goodall, dessen Schuss Fredrick Brathwaite mit dem Schoner abwehren konnte (4.). Nach einem Überzahlspiel, das außer einem Schuss von Ben Clymer nichts einbrachte, gingen die Panther mit 1:0 in Führung. Michael Waginger drückte einen Abpraller nach einem Schuss von Ex-Adler Prestin Ryan über die Linie (7.). Dieses Tor schien die Gäste aus dem Konzept zu bringen, auch wenn sie im weiteren Verlauf vereinzelt zu gefährlichen Kontern kamen – fortan übernahm der ERC das Kommando und erhöhte durch einen Hammer von Bruno St. Jacques auf 2:0 (12.). Zum Ende des ersten Drittels handelten sich Colin Beardsmore (bearbeitete Kavanagh mit dem Stock) und Sven Butenschön (Hoher Stock) kurz hintereinander jeweils zwei Strafminuten ein, sodass der ERC mit zwei Mann mehr Überzahl spielen konnte, allerdings wurde dieser doppelte Vorteil durch eine Strafzeit gegen Bob Wren wieder auf einen einfachen reduziert. Nichtsdestotrotz erspielten sich Joe Motzko, Tyler Bouck, Ben Clymer und Pat Kavanagh auch bei vier gegen drei zahlreiche Möglichkeiten, aber es blieb beim 2:0 nach 20 Minuten.

Die erste Großchance im Mitteldrittel vergab Mario Scalzo für die Adler, als er in Überzahl das Kunststück fertig brachte, das leere Tor nicht zu treffen (25.). Ganz anders gestaltete sich die Chancenverwertung beim ERC: Durch die Tore von Thomas Greilinger (schloss ein traumhaftes Solo durch die Mannheimer Hintermannschaft erfolgreich ab/27.), Matt Hussey (Unterzahl/30.) und Vince Bellissimo (Schlenzer in den Winkel/37.) zogen die Panther bis auf 5:0 davon, was Adler-Trainer Doug Mason dazu veranlasste seinen Keeper Fredrick Brathwaite (erwischte einen rabenschwarzen Tag) zu wechseln – fortan stand Lukas Lang zwischen den Pfosten. Allerdings war das Ergebnis nach dem zweiten Drittel eindeutiger als das Spiel selbst – Mannheim gab mit 16:7 Schüssen mehr als doppelt so viele ab wie der ERC. Doch das Tor der Ingolstädter war wie vernagelt, daran hatte selbstverständlich auch Dimitri Pätzold entscheidenden Anteil, der sämtliche Versuche der Adler zunichtemachte. Trotzdem ging die klare ERC-Führung nach zwei Dritteln in Ordnung, da die Panther neben ihrer Effektivität auch in den Zweikämpfen klar überlegen waren. Bob Manno sprach hinterher sogar von der besten Saisonleistung seiner Mannschaft, da alle Spieler ihre Aufgaben über 60 Minuten hervorragend erledigten.

Im Schlussdrittel erhöhte Vince Bellissimo durch einen Schlagschuss zunächst auf 6:0 (53.). In Überzahl machte Jamie Pollock mit dem 6:1 durch einen Hammer von der blauen Linie den verdienten Shut Out von Pätzold zunichte (55.), mehr als Ergebniskosmetik war das letztlich aber selbstverständlich nicht mehr. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende mussten beide Teams noch eine unfreiwillige, viertelstündige Pause einlegen, da in der Saturn-Arena plötzlich die Lichter ausgingen. Glücklicherweise konnte die Funktion wiederhergestellt werden, sodass ein weiterer Spielabbruch innerhalb von zwei Tagen verhindert werden konnte.

Das nächste Heimspiel findet bereits am kommenden Mittwoch (23.12.) gegen die Hamburg Freezers statt – Bully ist um 19.30 Uhr.