ERC Ingolstadt · ArchivZur aktuellen Website →
Shut-Out für Fredrick Brathwaite. Insgesamt hielt der Mannheimer Keeper 30 Schüsse. Foto:  Stefan Bösl - www.kbumm.de
Saison

Fredrick Brathwaite zieht den Panthern die Zähne

Durch eine bittere 0:4 Heimniederlage gegen die Adler Mannheim muss der ERC Ingolstadt nun um die direkte Play-Off Qualifikation bangen. Die Adler nutzten im ersten Spielabschnitt ihre Torchancen und verschafften sich mit einem 3:0 Vorsprung ein dickes Polster. Das Bemühen der Ingolstädter war üb…

Shut-Out für Fredrick Brathwaite. Insgesamt hielt der Mannheimer Keeper 30 Schüsse. Foto: Stefan Bösl - www.kbumm.de

← Zurück zur Übersicht

Durch eine bittere 0:4 Heimniederlage gegen die Adler Mannheim muss der ERC Ingolstadt nun um die direkte Play-Off Qualifikation bangen. Die Adler nutzten im ersten Spielabschnitt ihre Torchancen und verschafften sich mit einem 3:0 Vorsprung ein dickes Polster. Das Bemühen der Ingolstädter war über die komplette Spielzeit deutlich zu erkennen, doch Adler-Torhüter Fredrick Brathwaite brachte die Panther-Offensive mehrmals zur Verzweiflung.

Die Panther erwischten ein rabenschwarzes erstes Drittel gegen die Gäste aus Mannheim. Zwar verpasste Pat Kavanagh nach zweieinhalb Minuten nur knapp den 1:0 Führungstreffer, aber das war es dann zunächst auch schon mit Torchancen für den ERCI. Bruno St. Jacques handelte sich zunächst zwei Minuten wegen Beinstellens ein. Das folgende Überzahlspiel nutzten die Adler prompt zur 1:0 Führung – Jamie Pollock vollstreckte von der blauen Linie (5.). Nur 30 Sekunden später war der Arm des Schiedsrichters schon wieder oben und wieder war es Bruno St. Jacques, den Willi Schimm im Visier hatte. Nach einem Zweikampf an der Bande ging sein Gegenspieler zu Boden. St. Jacques erhielt für diese Aktion eine fünf plus Spieldauerdisziplinarstrafe wegen Hohen Stocks (Foul mit Verletzungsfolge). Nach nur 36 Sekunden klingelte es bereits zum zweiten Mal hinter Dimitri Pätzold. Scott King nutzte einen Nachschuss zum 2:0 (6.). Den Rest der fünfminütigen Unterzahlsituation überstand der ERC aber ohne weiteren Treffer. Kaum waren die Schanzer wieder komplett, ging es in Richtung Mannheimer Tor. Dabei scheiterte Thomas Greilinger alleine vor Fredrick Brathwaite (11.). Kurz darauf bekamen die Ingolstädter die Möglichkeit für 85 Sekunden mit fünf gegen drei Überzahl zu spielen. Zwar erspielte sich der ERC zahlreiche Einschussmöglichkeiten aber ein Treffer wollte nicht gelingen. Anstatt des 2:1 Anschlusstreffers gelang Tomas Martinec 30 Sekunden vor Ende des ersten Drittels gar das 3:0 für Mannheim per Alleingang (20.).

Der zweite Spielabschnitt begann mit einem Überzahlspiel für die Gäste (Thomas Greilinger handelte sich nach Abpfiff des ersten Drittels zwei Minuten wegen Hohen Stocks ein), indem Dimitri Pätzold in aller höchster Not sensationell gegen Francois Methot rettete (22.). Willi Schimm unterbrach im weiteren Verlauf durch zahlreiche Strafzeiten auf beiden Seiten immer wieder den Spielfluss, doch Kapital konnte keine der beiden Mannschaften daraus schlagen, das Powerplay des ERC blieb wie schon in den letzten Spielen stark ausbaufähig. Bei fünf gegen fünf hatten die Adler durch Konter die besseren Chancen und verpassten nur durch Unvermögen das 4:0 –Mario Scalzo brachte das Kunststück fertig bei einem Nachschuss am leeren Tor vorbeizuschießen – Dimitri Pätzold hatte sich schon auf ein weiteres Gegentor eingestellt – die Scheibe landete aber dann doch noch im Tor, doch Schiedsrichter Schimm hatte vorher schon abgepfiffen und verwehrte dem Treffer die Anerkennung (32.). Die beste Chance im Mitteldrittel auf Seiten des ERC hatte Carl Corazzini ausgerechnet in Unterzahl, als er in Penaltymanier alleine auf das Tor von Brathwaite zulaufen konnte, aber sich am starken Mannheimer Keeper die Zähne ausbiss. Somit blieb es beim 0:3 Rückstand nach 40 Minuten. Der Stimmung in der Saturn-Arena tat dieser deutliche Rückstand keinen Abbruch – im Gegenteil: die Pantherfans sangen durch die komplette zweite Drittelpause durch und wollten ihr Team noch einmal nach vorne peitschen.

Die Ingolstädter gaben noch lange nicht auf und warfen im letzten Drittel noch einmal alles nach vorne, doch der Mannheimer Torhüter Fredrick Brathwaite erwischte einen Sahnetag und machte die besten Torchancen zunichte. Gleich reihenweise zogen Kavanagh (45.), Greilinger (47.), Hussey (49.), Bouck (50./PP) und Waginger bei einem Solo (51.) den Kürzeren. Spätestens mit dem 4:0 durch Ronny Arendt in der 53. Minute war die siebte Heimniederlage des ERC Ingolstadt in der laufenden Saison besiegelt.