
Starkes zweites Drittel bringt drei Punkte zum Einstand
Im letzten Spiel vor der Olympiapause konnte der ERC noch einmal dreifach gegen einen direkten Konkurrenten punkten. Dabei musste der neue Chef an der Bande, Greg Thomson, mit Dimitri Pätzold, Jakub Ficenec, Michael Bakos, Thomas Greilinger (Olympioniken) und anfangs des zweiten Drittels auch noc…
Doppelpack und Game-Winning-Goal durch Joe Motzko. Foto: Stefan Bösl - www.kbumm.de
Im letzten Spiel vor der Olympiapause konnte der ERC noch einmal dreifach gegen einen direkten Konkurrenten punkten. Dabei musste der neue Chef an der Bande, Greg Thomson, mit Dimitri Pätzold, Jakub Ficenec, Michael Bakos, Thomas Greilinger (Olympioniken) und anfangs des zweiten Drittels auch noch Rick Girard (Schulterprellung) auf gleich fünf Spieler verzichten.
Gleich zu Beginn bekamen die Gäste aus Köln ein Überzahlspiel zugesprochen bei dem sich Pätzold-Vertreter Ilpo Kauhanen bei einem Schuss von Mirko Lüdemann zum ersten Mal auszeichnen konnte (2.). Die erste Chance für die Panther hatte Matt Hussey, der bei einem Konter in Unterzahl von Tyler Bouck im Slot bedient wurde, aber an Lars Weibel im Kasten der Haie scheiterte. Das 1:0 für den ERCI fiel zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend – die Scheibe landete plötzlich auf dem Schläger von Joe Motzko, der aus kürzester Distanz keine Mühe hatte zu vollenden (6.). Fünf Minuten später gelang den Ingolstädtern in Überzahl sogar das 2:0 durch eine sehenswerte Einzelleistung von Carl Corazzini - er ließ einfach alle Gegenspieler stehen und umkurvte auch noch den Kölner Torhüter. Die Haie fanden aber auf dieses Gegentor sofort eine Antwort, allerdings machten es die Panther den Haien durch einen Fehlpass in der neutralen Zone auch leicht: Christoph Melischko verkürzte bei einer „Drei-gegen-eins“ Situation auf 1:2. Auch das zweite Gegentor war wieder ein Geschenk des ERC. Diesmal griff Ilpo Kauhanen bei einem eher harmlosen Schlenzer von Kevin Hequefeuille auf das kurze Eck daneben (14.).
Die Panther kamen wie so oft im zweiten Drittel stark aus der Kabine und schossen sich eine 5:2 Führung heraus. Zunächst erzielte wiederum Carl Corazzini bei einem „Zwei-gegen-eins“ Konter nach einem Querpass von Pat Kavanagh das 3:2 (26.). Dass Pat Kavanagh ein Schlitzohr ist, zeigte sich auch beim nächsten Tor. In Überzahl traf er von der Grundlinie aus unmöglichem Winkel (29.). Als der Haie-Torhüter nur 50 Sekunden später mit dem 5:2 durch Joe Motzko das nächste Soft-Goal eingeschenkt bekam, war der Abend für ihn beendet. Bill Stewart brachte Norm Maracle, der eine starke Partie ablieferte und bis zum Schluss kein weiteres Gegentor mehr zuließ, auch wenn ihn Ingolstädter sofort mit Schüssen eindeckten. Die Haie konnten sich nur schwer des Dauerdrucks der Panther entledigen. Einmal musste Ilpo Kauhanen aber noch eingreifen und machte eine „Hundertprozentige“ von Jerome Flaake zunichte (37.).
Wie gewohnt wurde es im letzten Drittel noch einmal spannend. Zunächst nutzte Marc Chouinard einen Konter zum 5:3 (48.). Gleich im Anschluss bekamen Matt Hussey und Carl Corazzini jeweils kurz hintereinander zwei Strafminuten, sodass die Haie gut eineinhalb Minuten mit doppelter Überzahl agieren durften. Allerdings brachte Dusan Frosch sein Team um diesen großen Vorteil, als er im Angriffsdrittel eine unnötige Strafe verursachte. Der ERC überstand diese brenzlige Situation ohne Gegentor. Bei fünf gegen fünf auf dem Eis schlug die Scheibe in der 54. Minute erneut hinter Kauhanen ein. Glücklicherweise wurde das Tor Bruchteile von Sekunden vorher verschoben, sodass der Schiedsrichter dem Treffer nach Studium des Videobeweises die Geltung verwehrte. Der 4:5 Anschlusstreffer der Haie 13 Sekunden vor dem Ende der Partie kam letztlich zu spät. Damit fuhren die Panther wichtige drei Punkte im Kampf um die Top Six ein und schoben sich vorerst wieder auf den fünften Tabellenplatz vor.
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