Shutout für Pätzold
Mit einem 5:0 Sieg gegen die Hamburg Freezers schieben sich die Panther zumindest für einen Abend auf den fünften Tabellenplatz, der die direkte Qualifikation für die PlayOffs bedeuten würde. Zahlreiche Chancen hatten die Raubkatzen zu Beginn liegen gelassen. Sowohl Martin Hinterstocker, als auch…
Mit einem 5:0 Sieg gegen die Hamburg Freezers schieben sich die Panther zumindest für einen Abend auf den fünften Tabellenplatz, der die direkte Qualifikation für die PlayOffs bedeuten würde. Zahlreiche Chancen hatten die Raubkatzen zu Beginn liegen gelassen. Sowohl Martin Hinterstocker, als auch Carl Corazzini hätten bereits einnetzen können, aber nach einem druckvollen Überzahlspiel der Hausherren markierte Thomas Greilinger schließlich mit einem Schlagschuss das 1:0.
Pat Kavanagh hatte nur eine Zeigerumdrehung später das zweite Tor der Schanzer auf dem Schläger, aber Robert Göpfert im Kasten der Elbstädter reagierte um einen Tick schneller. Zu leichtsinnig gingen die Thomson-Schützlinge mit ihren Möglichkeiten im weiteren Verlauf des ersten Drittels um. Matt Hussey, Ben Clymer, erneut Carl Corazzini, Pat Kavanagh und Bruno St. Jaques verpassten entweder die Scheibe, vergaben aus aussichtsreicher Position oder scheiterten am Keeper der Freezers. So war es erneut Thomas Greilinger, der den aufkommenden Bemühungen der Freezers zu Ende der ersten 20 Minuten eine kalte Dusche versetzte indem er einen Abpraller von Göpfert nach eigenem Schuss ins Netz wuchtete.
Dimitri Pätzold zeigte zuvor, dass auch wenn er 15 Minuten eher wenig zu tun hatte auf dem Posten war, wenn seine Vorderleute ihn brauchten. Mit dem 2:0 waren zunächst auch die Hanseaten bedient und es ging in die Kabinen.
Durch eine Überzahl beflügelt erwischten die Gäste den besseren Start ins Mitteldrittel. Jason King hatte die erste gefährliche Möglichkeit, aber Dimitri Pätzold war zur Stelle, was sich den weiteren Abend auch nicht ändern sollte. Elia Ostwald war nach einem Fehlpass von Martin Hinterstocker unterwegs alleine auf den Torsteher des ERCI zu, aber der Spieler mit der 77 der Hausherren bügelte seinen Fehler unter Mitnahme von zwei Minuten in die Kühlbox wieder aus. Die Kühlschränke aus dem hohen Norden der Republik spielten spätestens ab da an munter mit, scheiterten aber immer wieder an einem Mann, der sich heute seinen ersten ShutOut in dieser Saison wahrlich selber verdiente. Vor allem sein Save in der 31. Spielminute mit dem er bravourös einen Nachschuss von Peter Ratchuk noch aus dem gegenüberliegenden Eck fischte begeisterte das Publikum in der SaturnArena. Und wie bereits im ersten Drittel, so auch in diesem Abschnitt. Gerade sieht es so aus als ob Hamburg das Spiel in den Griff zu kriegen scheint und auf einen Treffer drängt, stechen die Panther zu. Ben Clymer mit einem Mords-Schlagschuss den Robert Göpfert nicht abwehren kann und Michael Waginger ist zur Stelle und hat keine Mühe den Puck ins leere Tor zu schieben.
John Tripp wollte es nun wissen, der (Kühl-) Schrank im wahrsten Sinne des Wortes scheitert erst an Pätzold und war danach allerdings wohl etwas übermotiviert und musste wegen Hakens kurz vor der 40. Minute für 120 Sekunden vom Eis.
Es roch zu Beginn des letzten Abschnittes danach, dass die Panther das Ergebnis wieder verwalten wollten. Zumindest das Überzahlspiel gleich zu Beginn gehörte eher zu der schlechteren Kategorie. Daneben ließen sie den Freezers nun auch zu viel Raum, den diese zwar nutzten, nicht aber in Tore ummünzen konnten. Beflügelt noch mal durch eine Strafzeit gegen die Bayern gegen Ben Clymer versuchten die Freezers das Tor des ERC Ingolstadt noch in Gefahr zu bringen, aber es gelang ihnen nicht mehr. Im Gegenteil, es kam noch bitterer. Dominik Walsh belohnte sich selber mit dem 4:0 (52.) für seinen guten Einsatz kurz zuvor, als er sich gegen mehrere Hanseaten erwehren konnte und den Puck im Angriffsdrittel halten konnte.
Den Schlusspunkt setzte noch Michael Waginger mit seinem zweiten Treffer am heutigen Abend als er eine 2-1-Situation eiskalt abschloss. So deutlich wie das Ergebnis ausfiel war die Partie sicher nicht, mit einem Dimitri Pätzold im Kasten, hätten die Gäste aber heute sicherlich noch ein paar Drittel spielen können, sie hätten kein Tor erzielt und so war es gut, das nach 60 Minuten Schluss war und der ERCI nun morgen zuschauen kann was die Konkurrenz um die direkte Qualifikation zu den PlayOff-Rängen macht, von denen sie Stand heute bis Sonntag nicht verdrängt werden können.