Mund abwischen und am Sonntag gewinnen!
Die erste Hürde ist genommen. Über 60 Minuten lieferten die Panther ein hoch konzentriertes und fast fehlerfreies Auswärtsspiel ab – der verdiente Lohn: Ein 3:0 bei den Ice Tigers und die Gewissheit mit einem Sieg am Sonntag im Heimspiel gegen die Hannover Scorpions die Top Six klarmachen zu können.
Die erste Hürde ist genommen. Über 60 Minuten lieferten die Panther ein hoch konzentriertes und fast fehlerfreies Auswärtsspiel ab – der verdiente Lohn: Ein 3:0 bei den Ice Tigers und die Gewissheit mit einem Sieg am Sonntag im Heimspiel gegen die Hannover Scorpions die Top Six klarmachen zu können.
Beide Teams begannen ihr wichtigstes Spiel des Jahres sehr konzentriert und in erster Linie darauf bedacht keine Fehler zu machen. Die Folge waren wenige hochkarätige Torchancen auf beiden Seiten, wobei Nürnberg im ersten Drittel doch die Mehrzahl an Gelegenheiten für sich verbuchen konnte. Die erste Torchance hatte Greg Leeb, der es mit einem Schlagschuss versuchte, aber in Dimitri Pätzold seinen Meister fand (2.). Das erste Powerplay bekamen die Ingolstädter zugesprochen, als Florian Ondruschka wegen Ellenbogenchecks mit zwei Strafminuten belegt wurde. Die Panther taten sich aber gegen das gut sortierte Unterzahlspiel der Ice Tigers schwer. Gefährlich wurde es erst, als Ondruschka wieder zurück von der Strafbank kam und einen Zwei-gegen-Eins Konter einleitete. Bruno St. Jacques warf sich in den Pass und konnte die Situation so aber entschärfen. Den ersten Hochkaräter hatte Stefan Mann für Nürnberg auf dem Schläger, der aber mit seinem Versuch aus dem Slot an Pätzold scheiterte (11.). Ihre druckvollste Phase hatten die Gastgeber in einem Wechsel in der zwölften Spielminute, als mit Dan Spang, Brad und Greg Leeb gleich drei Nürnberger aus aussichtsreichen Positionen vergaben. Auf der anderen Seite ließ Glen Goodall aus kurzer Distanz die beste Chance für den ERCI aus (14.). Es blieb beim 0:0 nach dem ersten Drittel.
Die erste Torchance im zweiten Drittel hatten die Panther mit Pat Kavanagh, der mit seinem Querpass Tyler Bouck suchte, aber Ehelechner hatte aufgepasst (22.). Die Schlüsselszene des Spiels war das fünf gegen drei Überzahlspiel der Ice Tigers als Tyler Bouck und Ben Clymer (2 + 10 wegen Checks gegen den Kopf) kurz hintereinander hinausgestellt wurden. Die Panther überstanden die eineinhalbminütige doppelte Unterzahl schadlos, auch wenn ein wenig Glück dabei war, als Jesse Schultz aus kurzer Distanz nur die Latte traf (23.). Als Bouck wieder von der Strafbank kam bot sich dem ERC Ingolstadt die Breakchance bei einer Zwei-gegen-Eins Situation, allerdings scheiterte Pat Kavanagh an Patrick Ehelechner. Zwei Minuten später war es aber dann soweit: Matt Hussey nahm Maß und schlenzte die Scheibe in den Winkel – 1:0 ERC (26.). Joe Motzko verpasste im Anschluss das direkte 2:0. Auf der anderen Seite bewahrte Dimitri Pätzold mit einem ganz starken Save den ERC vor dem Ausgleich – da hatten die Ice Tigers Fans den Torschrei schon auf den Lippen (29.). In der Folge hatten beide Teams mehrere gute Torchancen zu verzeichnen. Kavanagh (33./Break), Corazzini (34.) und Ficenec (37.) verpassten auf Seiten der Panther zunächst noch das 2:0. Eine Minute vor Ende des zweiten Abschnitts bugsierte dann aber Dan Spang die Scheibe nach einem Schuss von Bruno St. Jacques doch noch ins eigene Tor und das obwohl weit und breit kein Panther zu sehen war.
Im letzten Drittel konzentrierten sich die Ingolstädter in erster Linie auf ihre Defensivarbeit und ließen dabei nur wenig Möglichkeiten zu. Mit einigen Kontern blieben sie aber auch nach vorne gefährlich. Zunächst scheiterte Rick Girard noch vor Ehlechner (42.), wenig später machte es Matt Hussey besser und schloss seinen Konter im zweiten Nachschuss erfolgreich ab - 3:0 (46.). Die Panther hatten zwar noch zwei Unterzahlsituationen zu überstehen, aber dabei traf Brad Leeb zunächst nur die Unterkante der Latte (51.) und seinen zweiten Versuch machte Dimitri Pätzold wenig später mit einem sensationellen Reflex zunichte (56.). In der letzten Minute verwickelten die Gastgeber die Panther noch in eine kleine handgreifliche Auseinandersetzung. Dabei kassierte Bruno St. Jacques eine zehminütige Disziplinarstafe, allerdings bleibt die ohne Folgen für das nächste Endspiel am Sonntag zuhause gegen die Hannover Scorpions ab 14.30 Uhr.
Thomas Greilinger musste im letzten Drittel aufgrund einer Schulterverletzung aussetzen.