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Saison

Panther stehen sich selbst im Weg

Es hätten alle für die Panther gespielt, nur eben die Panther selber nicht. Die Partie gegen die Scorpions begann, wie man es sich für eine solche vorstellt. Schnell mit geradem Zug zum Tor von beiden benachbarten Teams der Tabelle. Nach wenigen Zeigerumdrehungen hatten beide Keeper bereits die M…

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Es hätten alle für die Panther gespielt, nur eben die Panther selber nicht. Die Partie gegen die Scorpions begann, wie man es sich für eine solche vorstellt. Schnell mit geradem Zug zum Tor von beiden benachbarten Teams der Tabelle. Nach wenigen Zeigerumdrehungen hatten beide Keeper bereits die Möglichkeit sich auszuzeichnen. Die Panther brannten die ersten zehn Minuten ein regelrechtes Offensivfeuerwerk ab. Egal wo die Mannen von Hans Zach im Puckbesitz waren, sofort waren die Raubkatzen da und gingen auf die Scheibe. Ebenso in der achten Minute, als Jakub Ficenec sich den Puck in der neutralen Zone erkämpfte und auf Pat Kavanagh passte, der lässt noch einen Skorpion stehen, zieht etwas nach rechts vom Tor weg und passt dann auf die andere Seite, wo Tyler Bouck nicht mehr viel Mühe hatte das 1:0 zu markieren.

Es folgten weitere Großchancen durch Joe Motzko, Carl Corazzini und Matt Hussey aber zumeist gingen diese nur knapp am Tor vorbei. Wenig später scheiterte Corazzini am Pfosten. Die Gastgeber hätten bereits mit mehr als einem Treffer in Führung liegen können, eigentlich sogar müssen. Ab der zehnten Spielminute befreiten sich die Hannoveraner etwas vom Druck und kamen ihrerseits zu einigen Schussmöglichkeiten, welche Dimitri Pätzold aber allesamt zunichte machen konnte. Zum Ende des ersten Drittels wurde die Partie dann noch etwas härter, böse Fouls blieben jedoch aus.

Dimitri Pätzold musste nach Wiederbeginn zwei dreimal eingreifen. In einer Situation sogar gleich zweimal hintereinander, als er eine Chance der Gäste erst im zweiten Nachschuss sichern konnte, bis dahin aber hervorragend abwehrte. In der 22.Minute war er machtlos, als Thomas Dolak von Andre Reiß in Szene gesetzt die Panther in der Defensive narrte und den Pass hinter dem Kasten von Pätzold in den Slot gibt, Tore Vikingstad musste nur noch verwerten, Ausgleich.

Danach bewahrheitete sich, was sich Ende des ersten Abschnittes andeutete. Für beide Teams stand enorm viel auf dem Spiel und die Nerven entluden sich. Chris Herperger war nach einer kleinen Einlage mit Matt Hussey nicht zu beruhigen und bekam wegen Reklamierens neben seinen zwei Minuten gleich noch zehn obendrauf. Wenig später dann noch ein hoher Stock des Scorpions Kapitäns Tino Boss und die Panther für knapp 30 Sekunden mit zwei Mann mehr. In der Situation fiel den Panthern aber nicht sonderlich viel ein, so dass sie diese Möglichkeit im Powerplay vergaben. Es kam was kommen musste. Der ERCI in der Bewegung nach hinten wieder zu behäbig, keiner bei Thomas Dolak, der auf Zuspiel von Sascha Goc vom rechten Bullypunkt trocken abzog, die Ecke war frei, die Scorpions plötzlich mit 2:1 in Front.

Um ein Haar hätte Thomas Dolak wenig später noch das 1:3 erzielt, aber wie die Panther ihre Chancen im ersten Drittel liegen ließen, so fahrlässig gingen nun die Gäste damit um, zum Glück der Schanzer. Diese ließen abermals ein Überzahlspiel ohne jede Möglichkeit verstreichen und mussten damit den Gang in die Kabine mit einem Rückstand antreten.

Bruno St Jaques wurde gleich nach Wiederbeginn mit einer Nackenverletzung vom Eis geführt, al er einen Check zu Ende fahren wollte, dabei aber nur sich selber verletzt hatte, als den Gegner, welcher der Situation bereits enteilt war. Die Panther machten daraufhin noch einmal Druck u.a. begünstigt durch ein Powerplay (Niki Mondt, zwei Minuten wegen Halten). Insgesamt schossen die Gastgeber zu wenig um wirkliche Chancen zu produzieren. Anders als im zweiten Abschnitt war der Drang zum Tor jedoch wieder erkennbar. Dann kam auch noch Pech dazu, als Thomas Greilinger gleich nach Wiederbeginn lediglich den Pfosten schrammte. Die nächste Möglichkeit des Spielers der DEL-Saison 2009/2010 aus ähnlicher Situation fischte Travis Scott von knapp über dem Eis lässig ab. Ab da konnten die Panther tun und machen was sie wollten, ihnen stand das Glück nicht mehr zur Seite. Das was auf den Kasten von Travis Scott kam, wehrte dieser souverän ab. Bis zum Schluss probierten die Panther alles erdenklich Mögliche den Spielstand noch einmal zu drehen, nur es wollte ihnen nicht mehr gelingen. Zwei Minuten vor dem Ende nahm Greg Thomson seinen Keeper vom Eis, aber jeglicher Versuch brachte letztendlich nichts mehr ein. Mit einem EmptyNet Goal versetzte Hannover durch Chris Herperger 32 Sekunden vor dem Ende Ingolstadts Träumen auf die direkte Qualifikation für die PlayOffs den Todesstoß. Nun muss man sich also mit dem siebten Tabellenplatz begnügen und trifft am kommenden Mittwoch auf die Kölner Haie, wenn es wieder heißt: Auf ein Neues.