ERC erzwingt Entscheidungsspiel am Sonntag
Mit zwei Toren schoss Jakub Ficenec die Panther in einer äußerst spannenden Partie nach Verlängerung zum Sieg. Das Team von Greg Thomson trat wie angekündigt ganz anders auf als noch zwei Tage zuvor in der Saturn-Arena, zeigte Einsatz und Willen und verdiente sich den Sieg. Dabei hatten zwei über…
Mit zwei Toren schoss Jakub Ficenec die Panther in einer äußerst spannenden Partie nach Verlängerung zum Sieg. Das Team von Greg Thomson trat wie angekündigt ganz anders auf als noch zwei Tage zuvor in der Saturn-Arena, zeigte Einsatz und Willen und verdiente sich den Sieg. Dabei hatten zwei überaus umstrittene Schiedsrichterentscheidungen zwar deutlich Einfluss auf das Ergebnis, nicht aber auf den letztendlichen Ausgang der Partie, da sich der ERC glücklicherweise nicht aus dem Konzept bringen ließ und konzentriert weiterspielte.
Von Beginn an nahmen die Panther das Spiel in die Hand und kamen begünstigt durch ein Überzahlspiel recht schnell zu qualitativ hochwertigen Chancen. Thomas Greilinger und Matt Hussey scheiterten aus aussichtsreichen Positionen (4.). In der siebten Minute vergab Pat Kavanagh gar noch eine sogenannte hundertprozentige Torchance, als er mutterseelenallein vor Norm Maracle stand und diesen sowohl beim Schuss als auch Nachschuss anschoss. Bei einem erneuten Überzahlspiel, das sich stark verbessert zeigte, war es dann soweit - Matt Hussey erzielte das 1:0 aus der Luft, allerdings verwehrten die beiden Schiedsrichter Schimm und Piechaczek nach Studium des Videobeweises dem Treffer die Anerkennung, da der Schläger von Hussey oberhalb der Lattenhöhe die Scheibe berührt haben soll. Das aber geben die Fernsehbilder, die auch den beiden Unparteiischen zur Verfügung standen, nicht her - da kann es eigentlich auch keine zwei Meinungen geben. Die Panther blieben aber weiterhin die spielbestimmende Mannschaft - Köln kam überhaupt nicht zum Zug. Durch einen Hammer von Jakub Ficenec von der blauen Linie - erneut in Überzahl - gingen die Panther dann doch noch hochverdient in Führung (14.). Dieses Tor weckte die Gastgeber allerdings auf - sie erspielten sich fortan auch eine Torchancen, aber es blieb bei der 1:0 Führung nach zwanzig Minuten. Erwähenswert noch ein sehenswerter Faustkampf zwischen Prestin Ryan und Moritz Müller, den der Kölner für sich entscheiden konnte.
Die ersten Minuten des zweiten Drittels bestimmten die Ingolstädter nicht mehr ganz so dominant wie noch im ersten. Trotzdem gelang erneut in Überzahl das 2:0 durch Rick Girard, der aus dem Slot vollstreckte (31.). Jetzt drängten die Haie aber auf den Anschlusstreffer. Zunächst scheiterte Marc Chouinard noch am Pfosten (31./das Tor war leer), nur wenige Minuten später macht er es besser und nutzte die Freiheiten im Angriffsdrittel zum 1:2 (35.). Es folgten zwei Überzahlspiele der Haie. 57 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels landete die Scheibe zum zweiten Mal hinter Dimitri Pätzold im Tor. Es war eine ähnliche Szene wie beim vermeintlichen 1:0 von Matt Hussey im ersten Drittel. Mats Trygg hatte von der blauen Linie geschossen und Marc Chouinard könnte die Scheibe mit seinem Schläger, der sich diesmal deutlich Oberhalb der Querlatte befand, noch abgefälscht haben. Wieder sahen sich die Schiedsrichter die Videoaufnahmen an und entschieden diesmal auf Tor für Köln, obwohl aus der Hintertorkamera deutlich zu sehen war, dass der Schläger die Scheibe oberhalb der Latte berührt hatte. Somit ging es mit 2:2 in die zweite Pause.
Im letzten Drittel waren beide Teams darauf bedacht nicht den entscheidenden Fehler zu machen. Die beste Chance hatten die Haie in der 48. Minute, als sie die Verwirrung in der ERC-Hintermannschaft nicht ausnutzten. Auf der anderen Seite schob Joe Motzko die Scheibe knapp am Pfosten vorbei (50.). Es blieb beim Unentschieden nach regulärer Spielzeit und es ging in die Verlängerung.
Diese kontrollierte der ERC von Beginn an. Die Panther erspielten sich einige Torchancen, jedoch immer darauf bedacht hinten nichts zuzulassen. Die beste davon hatte Michael Waginger, der im Fallen die Scheibe nicht an Maracle vorbeibrachte. Nach einer Strafe gegen Mats Trygg (68.) war es dann soweit: Bob Wren bediente Jakub Ficenec, der aus zentraler Position die Scheibe ins Tor schlenzte - 3:2 Ingolstadt und Entscheidungsspiel am Sonntag in der Saturn-Arena!