ERC Ingolstadt · ArchivZur aktuellen Website →
Saison

Spiel eins geht an die Scorpions

Ohne Rick Girard und Thomas Greilinger kassierten die Panther eine deutliche 0:6 Niederlage in Hannover. So klar wie das Ergebnis es ausdrückt, war das Spiel aber nicht. Die Panther verschliefen das erste Drittel etwas und waren den Scorpions in den Special Teams unterlegen. Drei Powerplaytore be…

← Zurück zur Übersicht

Ohne Rick Girard und Thomas Greilinger kassierten die Panther eine deutliche 0:6 Niederlage in Hannover. So klar wie das Ergebnis es ausdrückt, war das Spiel aber nicht. Die Panther verschliefen das erste Drittel etwas und waren den Scorpions in den Special Teams unterlegen. Drei Powerplaytore bei vier Überzahlspielen sprechen eine deutliche Sprache. Im zweiten Drittel hatten die Ingolstädter bis zum 0:3 klares Oberwasser, verpassten aber den Anschlusstreffer.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start ins erste Drittel und hatten in den ersten Minuten schon Möglichkeiten durch Rainer Köttstorfer und Matt Dzieduszycki. Prestin Ryan holte sich in der fünften Spielminute die erste Strafzeit ab, die die Scorpions prompt zur 1:0 Führung nutzten. Adam Mitchell schlenzte die Scheibe Richtung Tor, Matt Dzieduszycki versperrte Pätzold die Sicht und fälschte die Scheibe auch noch unhaltbar ins obere Eck ab (6.). Nur eine Minute später bekamen die Panther zum ersten Mal die Chance mit einem Mann mehr auf dem Eis. Allerdings fanden die Panther nie richtig zur Powerplayaufstellung, stattdessen hatten die Hannoveraner sogar eine Möglichkeit durch Niki Mondt in Unterzahl. Die ersten Akzente in der Offensive gelangen den Ingolstädter Panthern erst nach zehn Minuten. Ben Clymer versuchte sich zunächst mit einem Schlenzer (11.), nur eine Minute später wurde Norman Martens bei einem Break noch erfolgreich abgedrängt, sodass ihm nur ein Schuss aus ungünstigem Winkel blieb. Eine Unordnung in der Ingolstädter Defensive war dann verantwortlich für das 2:0 der Scorpions. Chris Herperger nutzte seine Freiheiten im Slot und hatte keine Mühe die Scheibe an Dimitri Pätzold vorbei ins Tor zu schieben (14.). Michael Waginger wäre fast für seine Schlitzohrigkeit belohnt worden – er versuchte sich gleich nach Wiederanpfiff aus spitzestem Winkel und traf daei nur die Latte. Eine Minute vor dem Ende des ersten Drittes kam Bob Wren noch frei zum Abschluss, aber es blieb beim 2:0 nach zwanzig Minuten.

Während die Scorpions im ersten Drittel vor allem in den Zweikämpfen noch überlegen waren, bekamen die Panther im zweiten Drittel deutliches Oberwasser und erspielten sich zahlreiche Torchancen. Die Gastgeber verließen sich auf ihre Defensive sowie ihren starken Torhüter Travis Scott, der eine tadellose Leistung ablieferte und lauerten auf Konter. Die erste Möglichkeit hatte Carl Corazzini bei einer vier gegen zwei Situation, er konnte die Scheibe aber nicht gut genug kontrollieren (21.). Die bis dahin beste Möglichkeit zum Ausgleich vergab Bob Wren, der sich vor das Tor schlich und dabei gleich zweimal an Travis Scott scheiterte. Auch von zwei Hämmern von der blauen Linie durch Ben Clymer und Bruno St. Jacques ließ sich Scott nicht beeindrucken. In dieser Phase hätten die Panther den Anschlusstreffer machen müssen, stattdessen verlor Tim Hambly in der 34. Minute an der eigenen blauen Linie das Gleichgewicht, sodass sich Thomas Dolak die Scheibe klauen und alleine auf Dimitri Pätzold zulaufen konnte. Er verlud den ERC Goalie und schlenzte die Scheibe zum 3:0 ins Tor. Dieses Tor stellte sich als Genickbruch für die Panther heraus. Eine Strafe gegen Michael Waginger wegen Spielverzögerung bedeutete gar noch das 0:4 im zweiten Drittel – Chris Herperger war der Torschütze (39.).

Um diesen Rückstand gegen Hannover noch aufholen zu können, wäre im letzten Drittel ein kleines Wunder nötig gewesen. Doch beim zweiten Powerplay des ERC an diesem Abend sprang außer einem Schuss von Prestin Ryan wieder nicht viel heraus, sodass es beim 0:4 blieb. Per Schlagschuss machte Sascha Goc mit dem 5:0 den Deckel auf dieses Spiel (49.). Das 6:0 durch Patrick Köppchen per Schuss von der blauen Linie erneut in Überzahl war letztlich nur mehr Ergebniskosmetik. Ein Ehrentreffer war dem ERCI nicht mehr vergönnt.

Glücklicherweise zählt das Ergebnis in den Play-Offs nichts, so bleibt es lediglich bei einer Niederlage und der 1:0 Führung für Hannover. Also Kopf hoch und am Sonntag gewinnen. Ab 14.30 Uhr kommt es in der Saturn-Arena zu Spiel zwei in der Play-Off Halbfinalserie. Karten gibt es im Internet (Print@Home) und an den Vorverkaufsstellen.