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Saison

Zach’sches Bollwerk geht 2:0 in Führung

Die Mauertaktik von Hans Zach mit schnellen Kontern ging im ersten Drittel wieder voll auf. Die Panther bekamen nach gut drei Minuten gleich die kalte Dusche – ein erster Schuss von Rainer Köttstorfer landete in den Maschen, allerdings sah dieser Schuss nicht ganz unhaltbar aus, auch wenn der Sch…

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Die Mauertaktik von Hans Zach mit schnellen Kontern ging im ersten Drittel wieder voll auf. Die Panther bekamen nach gut drei Minuten gleich die kalte Dusche – ein erster Schuss von Rainer Köttstorfer landete in den Maschen, allerdings sah dieser Schuss nicht ganz unhaltbar aus, auch wenn der Schütze sträflich allein gelassen wurde. Gleich danach hatten die Scorpions durch einen Schlenzer von Thomas Dolak die nächste Großchance zu verzeichnen, doch diesmal war Pätzold zur Stelle. Die Panther versuchten Druck auf das Tor von Travis Scott auszuüben, aber Scott hielt seinen Kasten bei einem Schuss von Stephan Daschner (6.) und einer Möglichkeit von Thomas Greilinger (7.) sauber. Das erste Überzahlspiel der Gäste nach einer umstrittenen Strafzeit gegen Greilinger bedeutete gar das 2:0 für Hannover. Sascha Goc schoss auf das Tor und Klaus Kathan fälschte die Scheibe erfolgreich ab (9.). Nun durften sich auch die Ingolstädter ein paar Mal in Überzahl versuchen, dabei trauten sich die beiden Unparteiischen eine weitere Strafzeit gegen Travis Scott wegen Spielverzögerung (schoss die Scheibe über die seitliche Plexiglasumrandung) nicht auszusprechen – es wären eineinhalb Minuten fünf gegen drei gewesen. Wenig später gaben Martin Reichert und Roland Aumüller für das gleiche Vergehen wiederum von Travis Scott doch zwei Minuten. Es zeigt einmal mehr die Inkonsequenz mit der in der DEL gepfiffen wird, der negative Höhepunkt folgte aber noch im letzten Drittel, dazu später mehr. Auch das Haken und Halten so gemäß Vorgabe konsequent geahndet werden, nur wird das in den Play-Offs oder in möglicherweise entscheidenden Situationen oft vergessen. Nichtsdestotrotz schafften es die Panther in dieser Phase nicht das wichtige 1:2 Anschlusstor zu erzielen. Travis Scott vereitelte Möglichkeiten von Greilinger, Waginger und Wren. Es blieb beim 2:0 für Hannover nach dem ersten Drittel.

Auch im zweiten Drittel rührten die Hannover Scorpions hinten Beton an und spielten es einfach clever. Zudem gewannen die Gäste die Mehrzahl und vor allem die wichtigen Zweikämpfe. Hochkarätige Torchancen für den ERC blieben daher Mangelware, trotzdem spricht die Schussstatistik mit 16:4 Schüsse allein im zweiten Drittel zugunsten des ERCI eine deutliche Sprache. Die besten Möglichkeiten hatten Dominic Walsh, der wenige Meter vor dem Tor fast frei zum Abschluss gekommen wäre, doch im letzten Moment brachte ein Scorpion noch seinen Schläger dazwischen und fälschte die Scheibe ins Fangnetz ab (26.), sowie Joe Motzko, bei dessen Schuss nicht klar war, ob dieser die Torlinie überquert hatte (39.). Das Schiedsrichtergespann sah sich die Szenen während der zweiten Drittelpause an und entschieden bei Wiederbeginn auf Kein Tor.

Die Panther kamen zum letzten Drittel gut aus der Kabine und warfen noch einmal alles nach vorne. Auch ein weiteres Überzahlspiel brachte nicht den ersehnten ersten Treffer, obwohl sich das Powerplay gegenüber dem Spiel in Hannover zwar verbessert zeigte, aber einfach nicht effektiv genug ist. Bei den Hannover Scorpions lief es besser – sie nutzten ihr Überzahlspiel zum 3:0 – Adam Mitchell schob die Scheibe aus spitzem Winkel zum 3:0 ein (48.). Trotz dieses deutlichen Rückstandes gaben die Ingolstädter nicht auf und kamen durch Prestin Ryan zweieinhalb Minuten später zum 1:3. Es keimte noch einmal Hoffnung auf und es ergaben sich auch noch einige gute Möglichkeiten. So scheiterten Rick Girard und Tyler Bouck an Travis Scott, der wieder eine hervorragende Leistung ablieferte und in der Serie den Unterschied ausmachen könnte. Für die endgültige Entscheidung sorgte Ben Cottreau, der bei einem Gegenangriff Dimitri Pätzold erneut alt aussehen ließ (56.). Greg Thomson nahm anschließend Pätzold vom Eis und brachte für die letzten Minuten Dustin Haloschan. Es folgte eine hässliche Szene von Martin Hlinka, der Thomas Greilinger mit einem Kniecheck attackierte, die Schiedsrichter übersahen aber dieses böse Foul. Greilinger griff zur Selbstjustiz und kassierte für einen Stockschlag an Hlinka eine fünf plus Spieldauerdisziplinarstrafe (57.).

Mit diesem Sieg gingen die Hannover Scoprions in der Halbfinalserie mit 2:0 in Führung und haben nun drei Matchbälle. Sollte es am Dienstag mit einem Sieg in Hannover klappen, wäre das vierte Spiel am Freitag, den 16. April ab 19.30 Uhr wieder in Ingolstadt.