
Panther zu leichtsinnig
Schwächen im Torabschluss und zwei Gegentore im letzten Drittel bescherten den Panthern eine 1:2 Niederlage im ersten Saisonspiel gegen die Thomas Sabo Ice Tigers. Für die Panther traf Joe Motzko.
Joe Motzko markiert das 1:0. Foto: Bösl
Schwächen im Torabschluss und zwei Gegentore im letzten Drittel bescherten den Panthern eine 1:2 Niederlage im ersten Saisonspiel gegen die Thomas Sabo Ice Tigers. Für die Panther traf Joe Motzko.
Die ersten Torschüsse kamen von den Gästen, doch dann übernahmen die Panther schnell die Kontrolle über das Spiel. In der 3. Spielminute hätten sie bereits in Führung gehen müssen! Erst verhinderte Patrick Ehelechner mit einem sensationellen Reflex gegen Stephan Retzer das 1:0 und wenige Sekunden später scheiterte auch Thomas Greilinger aus sehr guter Position am Nürnberger Schlussmann. Nach einer kleinen Rangelei mussten Dominic Walsh und Jeff Likens jeweils für 2 Minuten vom Eis, und den freien Platz nutzten die Panther prompt aus. Stephan Daschner mit einem Schlagschuss vom rechten Bullykreis, der traf zwar nur den Innenpfosten, aber Joe Motzko war zur Stelle und verwandelte den Rebound zum 1:0 (8.). Die Panther danach die bessere Mannschaft, doch Patrick Ehelechner machte auch weiterhin reihenweise Chancen zu Nichte. Aber auch Ian Gordon war immer zur Stelle wenn er gebraucht wurde. In der letzten Spielminute kam es dann noch einmal zu einem Aufreger auf Seiten der Panther, Christoph Gawlik bekam nach einem harmlosen Bandencheck gegen Jeff Likens 5 Minuten plus Spieldauer – nach den neuen DEL Regularien ist er aber nicht für das nächste Spiel gesperrt.
Im zweiten Drittel tat sich nicht viel, obwohl die Ice Tigers noch über 4 Minuten in Überzahl waren und auch die Panther zweimal mit einem Mann mehr auf dem Eis waren – die besseren Chancen gab es aber auf Seiten der Ingolstädter.
Mit einer Schrecksekunde begann der Schlussabschnitt: Petr Fical verlor nach einem klaren Check gegen den Kopf durch Sean Blanchard kurz das Bewusstsein, musste vom Eis getragen werden und mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Eine Strafe gab es – sehr zum Unmut der Zuschauer – für diese Aktion nicht. In der Folgezeit rollte ein Angriff nach dem anderen auf Patrick Ehelechner zu, aber er blieb stets der Sieger. Aber auch Panther Goalie Ian Gordon vereitelte unter anderem in der 48. Minute mit einem Riesensave eine hochkarätige Chance. Nachdem Thomas Greilinger nach einem abgefangen Pass allein vor Ehelechner den Puck am Tor vorbeigeschoben hat (50.) markierten die Ice Tigers fast im Gegenzug den 1:1 Ausgleich. Nach einem Schuss von Eric Chouinard stand Colin Beardsmore goldrichtig und versenkte den von der Bande zurückkommenden Puck im Netz. Doch es kam noch schlimmer: Eine Minute vor Schluss traf Clarke Wilm im Powerplay zum 2:1. Direkt nach dem Bully hatte Michael Waginger bei einem Break die Riesenchance zum Ausgleich, traf aber das Tor nicht. Und so half auch eine von Greg Thomson genommene Auszeit und ein sechster Feldspieler nicht mehr.
Für die Panther geht es am Sonntag weiter, dann sind sie zu Gast bei den Kölner Haien. Eröffnungsbully in der Lanxess Arena ist um 18:30 Uhr.
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