
ERC mit knapper Derbyniederlage beim Tabellenführer aus Nürnberg
Mit 4:2 unterlag der ERC Ingolstadt zum zweiten Mal in dieser Saison knapp dem derzeitigen Spitzenreiter der DEL, den Thomas Sabo Ice Tigers. Knackpunkt waren die beiden Powerplay-Tore der Ice Tigers im zweiten Drittel.
Tim Hambly erzielte den 2:3 Anschlusstreffer. Foto: Stefan Bösl - www.kbumm.de
Mit 4:2 unterlag der ERC Ingolstadt zum zweiten Mal in dieser Saison knapp dem derzeitigen Spitzenreiter der DEL, den Thomas Sabo Ice Tigers. Knackpunkt waren die beiden Powerplay-Tore der Ice Tigers im zweiten Drittel.
Beide Teams waren von Beginn auf darauf bedacht erst einmal hinten kein Gegentor zuzulassen, deswegen waren Torchancen auf beiden Seiten auch eher Mangelware. Allerdings kam Brad Leeb einmal von der blauen Linie frei zum Schuss und der erste ernstzunehmende Hammer saß auch gleich – 1:0 für die Ice Tigers (9.). Die Panther taten sich schwer und brachten im entscheidenden Moment die Scheibe nicht unter Kontrolle so wie André Huebscher bei einer Zwei-gegen-eins Situation (10.) oder Tyler Bouck (11.), der nach vier Spielen Sperre wieder mitwirken durfte. Gefährlich wurde es für Nürnberg als Eric Chouinard für zwei Minuten wegen Hakens auf die Strafbank musste. Richard Müller und Bruno St. Jacques versuchten sich aus der Ferne, bei Marvin Degon brach der Schläger und einmal lag die Scheibe gefährlich im Slot aber konnte von den Nürnbergern gerade noch geklärt werden (15.). Drei Minuten später durften sich die Gastgeber auch in Überzahl versuchen, doch bis auf einen gefährlichen Blanchard-Schuss von der blauen Linie, der knapp rechts vorbeiging sprang dabei nichts heraus.
Die Panther starteten gut ins zweite Drittel und erzielten nach einer Minute durch Bob Wren, der im Slot mustergültig von Richard Mueller bedient wurde, den 1:1 Ausgleich. Im Gegensatz zu den Panthern nutzten die Ice Tigers ihr Überzahlspiel aus. Zunächst wanderte Jakub Ficenec auf die Strafbank, dann bekam auch noch Christian Chartier zwei Minuten aufgebrummt und so musste der ERC 27 Sekunden mit drei gegen fünf Unterzahl spielen. Drei Sekunden nachdem Jakub Ficenec wieder eingreifen durfte, klingelte es im Kasten der Ingolstädter. Wieder war es der Ex-Panther Brad Leeb, der am linken Pfosten schön freigespielt wurde – 2:1 (29.). Die Ice Tigers setzten die Panther weiter unter Druck und erzwangen eine weitere Strafzeit gegen Bob Wren. In diesem Powerplay hatte Matt Hussey die große Chance zum Ausgleich als er einen Nachschuss bei einem Konter nicht an Torhüter Patrick Ehelechner vorbeibringen konnte. Stattdessen gelang den Nürnbergern sogar das Vorentscheidende 3:1 nach einem katastrophalen Abspielfehler in der eigenen Zone. Frederik Eriksson nahm das Geschenk dankend an und hämmerte die Scheibe über die Schulter von Ian Gordon in die Maschen. Der ERC wachte nun auf und hatte durch Stephan Retzer eine hundertprozentige Gelegenheit zum Anschlusstreffer. Nur eine Zeigerumdrehung später gelang dann doch der Anschlusstreffer zum 2:3 durch Tim Hambly. Fast wäre dem ERC noch der Ausgleich im Mittelabschnitt gelungen - wenige Sekunden vor dem Ende vergab Tyler Bouck die Riesenchance zum Ausgleich.
Nürnberg spielte das letzte Drittel so wie es ein Spitzenteam eben spielt. Sie ließen hinten nur noch wenig zu und machten praktisch keine Fehler. Den Panthern fehlte vorne etwas die Kreativität, sodass man am Ende den ausgelassenen Chancen im zweiten Drittel hinterher trauern musste. Den Endstand markierte wiederum Brad Leeb mit seinem dritten Treffer an diesem Abend in der 60. Minute per Empty-Net-Goal.