
"Haben den Kampf nicht angenommen"
2:4 unterlag der ERC Ingolstadt im Heimspiel gegen die DEG Metro Stars. Greg Thomson brachte es nach dem Spiel auf den Punkt. Das Zweikampfverhalten und der Einsatz haben nicht gestimmt. Es wurde zu schön gespielt, anstatt einmal über den Kampf ein Spiel gewinnen zu wollen und auch mal ein "dreck…
Kapitän Tyler Bouck scheitert am 17-jährigen DEG-Torhüter Mathias Niederberger. Foto: Stefan Bösl - www.kbumm.de
2:4 unterlag der ERC Ingolstadt im Heimspiel gegen die DEG Metro Stars. Greg Thomson brachte es nach dem Spiel auf den Punkt. Das Zweikampfverhalten und der Einsatz haben nicht gestimmt. Es wurde zu schön gespielt, anstatt einmal über den Kampf ein Spiel gewinnen zu wollen und auch mal ein "dreckiges" Tor zu schießen.
Dabei startete der ERC entschlossen ins Spiel und hatte auch gleich eine Möglichkeit durch Tyler Bouck (2.). Begünstigt durch ein Überzahlspiel kamen die Panther in der Folge zu mehreren guten Möglichkeiten – die größte davon vergab Patrick Buzas, der eigentlich nur noch das leere Tor vor sich hatte, aber trotzdem das 1:0 verpasste. Nur Sekunden später gelang aber dann trotzdem der 1:0 Führungstreffer nach einem Hammer von Jakub Ficenec, der von Michael Waginger ins Tor abgefälscht wurde (5.). Petr Fical hätte um ein Haar auf 2:0 gestellt, sein Rückhandschuss verfehlte knapp das Ziel (9.). Ab der zehnten Minute kamen die Gäste besser ins Spiel und sorgten durch Patrick Reimer (10.), Adam Courchaine (13.) und Andy Hedlund (14.) bei Ian Gordon für Beschäftigung. Auf der anderen Seite kam Tyler Bouck völlig frei zum Abschluss, verfehlte jedoch das Tor (15.). Die Versuche der Metro Stars hatten in der 17. Minute allerdings erstmals auch zählbaren Erfolg. Connor James legte im Slot quer auf Evan Kaufmann, der völlig frei ins leere Tor einschieben durfte (17.). Der ERC bemühte sich den alten Abstand noch vor der Pause wieder herzustellen, doch Michael Waginger und Joe Motzko bissen sich bei ihren Versuchen die Zähne am 17-jährigen (!) Düsseldorfer Schlussmann Mathias Niederberger aus, der für Sebastian Aubin (Trauerfall in der Familie) das Tor hütete und genau wie Gordon eine Glanzleistung ablieferte. Ian Gordon musste noch einmal eingreifen, als Evan Kaufmann in Überzahl aus dem Slot zum Abschluss kam, aber es blieb beim 1:1 nach zwanzig Minuten.
Als Zuschauer dachte man im zweiten Drittel man wäre bei einem anderen Spiel, das teilweise Züge von Weiherhockey hatte – ein Genuss für die Zuschauer, ein Graus für die Trainer. Düsseldorf war in diesen zwanzig Minuten klar überlegen und hatte zahlreiche Chancen (14:7 Schüsse). Der ERC kann sich bei Ian Gordon bedanken, dass es am Ende nur ein Gegentor gab. Auf der anderen Seite ließen die Metro Stars auch einige Zwei-gegen-eins Konter zu und sie hätten sich am Ende nicht einmal beschweren können, wenn dieses Drittel wieder unentschieden geendet hätte. Aber nun der Reihe nach: Tyler Beechey (Zwei-gegen-eins/5.), Adam Courchaine (Zwei-gegen-eins/9.), Patrick Reimer (alleine vor Gordon/10.), Rob Collins (freie Schussbahn/10.), Patrick Reimer (leeres Tor/11.) und Sasha Pokulok (Slot/12.) scheiterten allesamt an Ian Gordon oder eigenem Unvermögen. Auf der anderen Seite vergab der ERC durch Richard Mueller (Zwei-gegen-eins/11.), Marvin Degon (Zwei-gegen-eins/12.) und Christoph Gawlik (15. und 18.) auch hochkarätige Möglichkeiten. Das einzige Tor blieb DEG-Verteidiger Andy Roach vorbehalten, der eine Fußvorlage von Patrick Reimer (verlor seinen Schläger) ins Kreuzeck bugsierte (13.) – 2:1 Düsseldorf.
Das letzte Drittel begann der ERC wieder etwas besser und kam durch Hussey, St. Jacques und Degon zu weiteren Chancen, doch der Junge Keeper Niederberger hielt weiterhin hervorragend. Nun hatte man wieder das Gefühl, dass der ERC das Spiel noch umbiegen wollte. Ein Powerplay half dabei - Andy Roach musste wegen Spielverzögerung für zwei Minuten vom Eis. Zunächst traf Bruno St. Jacques nur den Pfosten, die nächste Chance konnte dann aber verwertet werden - Joe Motzko kam an die Scheibe und vollendete in seiner unnachahmlichen Art (51.). Der 2:2 Ausgleich hatte allerdings nur 30 Sekunden Bestand. Connor James brachte die Gäste wieder mit 3:2 in Führung. In den letzten neun Minuten der Partie bekamen die Panther keine einzige Großchance mehr. Knapp zwei Minuten vor dem Ende nahm Thomson eine Auszeit und brachte einen sechsten Feldspieler für Gordon. Doch wie schon am vergangenen Freitag kassierten die Ingolstädter wieder nur ein EmptyNetGoal - Torschüte zum 4:2 Endstand war Tyler Beechey (60.).
Damit müssen sich die Panther zum ersten Mal in dieser Saison mit null Punkten an einem Wochenende begnügen. Am Dienstag geht es schon weiter gegen den EHC in München, da müssen Punkte her.
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